Hunger, Armut und Elend   
Lasst den Skandal enden, der die Welt teilt
in Villen und Baracken!

"Jede Waffe, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel läuft, jede Rakete, die abgefeuert wird, bezeichnet letztendlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nicht gespeist werden, an denen, die frieren, und keine Kleidung bekommen."
Präsident Dwight D. Eisenhower 16. April 1953

Das Massaker an Millionen Menschen durch Unterernährung ist und bleibt der grösste Skandal zu Beginn des dritten Jahrtausends. Eine Absurdität und eine Schande, die durch keinen einzigen Vernunftgrund gerechtfertig und von keiner Politik legitimiert werden können. Es handelt sich um ein immer wieder von Neuem begangenes Verbrechen! Jean Ziegler

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es auf der Welt über 50 Millionen Flüchtlinge.

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier! Mahatma Gandhi

Heute leben Schätzungen zufolge mehr als eine Milliarde Menschen in rund 200.000 Slums.

Diese Seite gehört zu
Guidos Reiseberichte
Gästebuch

Hier geht es zu:
Die unfairen und nicht

nachhaltigen Geschäfte 
Schweizer Grosskonzerne

In der Studie der Weltbank "Voices of the poor" wurden
60 000 Arme weltweit befragt, was Armut für sie bedeutet:
Sie beschreiben Armut als Mangel an materiellen Gütern - insbesondere Lebensmitteln  aber auch als Mangel an Arbeit, Geld, Wohnung, Kleidung. Dazu kommt das Leben in einer ungesunden, verschmutzten, gefährlichen und häufig von Gewalt geprägten Umgebung. Zu einem solchen, als schlechtes Leben empfundenen Zustand, gehören vielfach auch negative und deprimierende Gefühle. Die Wahrnehmung von Machtlosigkeit und von der fehlenden Möglichkeit, die eigenen Interessen überhaupt zu artikulieren, sind ebenso Elemente von Armut wie tägliche existentielle Sorgen oder die Angst vor der Zukunft.

 

Verbot der Spekulation mit Nahrungsmitteln scheitert.

Investoren können die Preise für Grundnahrungsmittel künstlich in die Höhe treiben. Darunter leiden müssen die Ärmsten. Trotzdem will der Nationalrat der reichen Schweiz dieses Geschäft weiterhin tolerieren.

Die neue Vorherrschaft ( Apartheid ? ) findet Nahrungsmittelspekulation unproblematisch: Die SVP-Nationalräte Ulrich Giezendanner (SVP-AG), Adrian Amstutz (SVP-BE), Max Binder (SVP-ZH), Pirmin Schwander (SVP-SZ), Verena Herzog (SVP-TG) und Jean-Francois Rime (SVP-FR) diskutieren nach der Rede von Ulrich Giezendanner im Nationalrat. (19. März 2015) Bild rechts: Peter Klaunzer/Keystone

Es gibt Leute in unserem Land, welche den Ärmsten dieser Welt mit einem Lachen im Gesicht die kalte Schulter zeigen. 

 

Die Ungleichheit in der Welt wächst immer schneller. Laut Hilfsorganisation Oxfam wird das reichste Prozent der Weltbevölkerung schon im kommenden Jahr mehr besitzen als die restlichen 99 Prozent.

Ein Prozent der Weltbevölkerung wird 2016 mehr Vermögen angehäuft haben, als die restlichen 99 Prozent zusammen. "Die soziale Ungleichheit wächst schockierend schnell", heißt es in einem Bericht der britischen Aktivistengruppe Oxfam zur Vermögensverteilung auf der Welt (PDF).

In Indien habe sich die Zahl der Milliardäre in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht, begünstigt durch ein höchst regressives Steuersystem. Außerdem würden die Reichen ihre Verbindungen in die Regierung ausnutzen. Die Ausgaben zur Armutsbekämpfung würden hingegen auf "bemerkenswert niedrigem Niveau verharren", kritisiert Oxfam.

Ein Mensch kann etwa zehn Tage, vorausgesetzt er hat etwas Wasser, ohne Nahrung überleben. Doch dann setzt die Agonie ein. Zuerst bricht das Immunsystem zusammen. Dann kommt der Muskelschwund, die Infektionen in den Atemwegen, dann fallen die Menschen hin, können sich nicht mehr aufrecht erhalten, liegen da im Staub, komplett wehrlos. Und dann kommt der Tod. Der Hungertod ist eine fürchterlich schmerzhafte Qual. Es ist kein Verlöschen, sondern der Körper kämpft mit seinem Nerven-, Muskel-, Immunsystem gegen den Zerfall. Dieser Kampf ist ein wirklich schmerzhafter Todeskampf.
hier geht es zum Interview mit Jean Ziegler: Der Hungertod

 

UNO: Millenniumsziele durch Rückgang von Geldern in Gefahr

Die Vereinten Nationen beklagen, dass wohlhabende Länder weniger Geld für Entwicklungshilfe bereitstellen. Das geht aus dem neuen UNO-Bericht über die Umsetzung der Millenniumsziele hervor. Demnach sanken die Hilfszahlungen der reicheren Staaten um vier Prozent auf 126 Milliarden Dollar. Die UNO rief die Industriestaaten zu größeren Anstrengungen im Kampf gegen Armut und Hunger auf. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht grundsätzlich Fortschritte bei der Armutsbekämpfung. Auch der Anteil unterernährter Menschen sei gesunken. Voran gehe es zudem im Kampf gegen Malaria, Tuberkulose, Aids und Kindersterblichkeit.

Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 57000 Menschen sterben pro Tag an Hunger. Eine Milliarde Menschen sind permanent schwerst unterernährt. Und das auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt. Der World Food Report der UNO sagt, dass die Weltlandwirtschaft heute problemlos fast 12 Milliarden Menschen, also fast das Doppelte der Weltbevölkerung, ernähren könnte. Es gibt den strukturellen Hunger. Das ist das tägliche Massaker. Dieser Hunger ist implizit in der Unterentwicklung der Länder des Südens. Der unsichtbare Hunger, der jeden Tag Menschen vernichtet aufgrund der ökonomischen Unterentwicklung. Der Hunger, die Unterernährung und die unmittelbaren Folgen sind bei Weitem die wichtigste Todesursache auf diesem Planeten. Dann gibt es den konjunkturellen Hunger. Das ist der sichtbare Hunger. Der passiert, wenn eine Wirtschaft plötzlich implodiert durch Krieg wie in Darfur oder durch Klimakatastrophen wie jetzt am Horn von Afrika oder im Sahel-Gebiet. Das sind die sogenannten Hungersnöte. Dies erscheint dann kurz im Fernsehen. Kinder in Darfur, die sich nicht mehr auf den Beinen halten können, oder die hungernden Mütter mit halbverdorrten Kindern auf den Armen im Niger oder in Mali. Dieser konjunkturelle Hunger kommt zusätzlich zum täglichen Massaker.
Die mörderischen Mechanismen, die für die Massenvernichtung in der Dritten Welt verantwortlich sind, sind menschengemacht und können von Menschen gebrochen werden. Die Bundesrepublik ist eine lebendige großartige Demokratie. Das heißt, wir haben alle Waffen in der Hand. Wir können morgen den Bundestag zwingen, das Börsengesetz zu revidieren und die Spekulation auf Grundnahrungsmittel zu verbieten. ( Jean Ziegler )

Wir lassen sie verhungern

Armut, Hunger, Not

Kinder Blindheit
Alle drei Sekunden stirbt ein Kind, das sind am tag rund 30.000 Kinder, gestern, heute,morgen!  In vielen Teilen Afrikas kommt 1 Augenarzt auf 1 Million Einwohner
Kinder Pornographie Missbrauch Prostitution/Handel Genitalverstümmelung
Die Opfer werden
immer jünger, viele sind unter sechs Jahre alt
Bei jedem sexuellen Missbrauch eines Kindes stirbt eine Kinderseele Mehr als 1.200.000 Buben und Mädchen werden jährlich als Sklaven, Bettler oder Prostituierte verkauft Weltweit gibt es
ca. 150 Millionen genitalverstümmelte Mädchen und Frauen.
Kinder Arbeit Strassen Kinder Drogen Kinder Kinder Soldaten
Weltweit werden etwa 246 Millionen Kinder als Kinderarbeiter ausgebeutet. Sie betteln, um satt zu werden. Sie schlafen auf Gehsteigen oder in großen Pappkartons. Die Sucht der Eltern -
das Leiden der Kinder
 Gegenwärtig werden in mindestens 20 Kriegen und bewaffneten Konflikten Kinder als Soldaten eingesetzt.

 

 

Welt Hunger Index 2011
Wie steigende und stark schwankende Nahrungsmittelpreise den Hunger verschärfen
Der Welthunger-Index 2011 zeigt, dass sich die globale Hungersituation seit 1990 geringfügig verbessert hat. Dennoch ist das Ausmass des Hungers weltweit weiterhin katastrophal. Die höchsten Werte und damit den größten Hunger verzeichnen Südasien und Afrika südlich der Sahara. In den vergangenen Jahren waren die weltweiten Nahrungsmittelmärkte durch steigende und zunehmend veränderlich Preise gekennzeichnet. Diese Preistrends haben schwerwiegende Folgen für arme und hungernde Menschen, die kaum in der Lage sind, auf Preisspitzen und rapide Preisschwankungen zu reagieren. Als Hauptursachen für höhere und stärker schwankende Preise werden drei Faktoren genannt: die wachsende Verwendung von Agrarprodukten zur Herstellung von Treibstoffen, die Zunahme extremer Wetterereignisse aufgrund des Klimawandels sowie ein Anstieg der Warentermingeschäfte mit Agrargütern. ( Warentermingeschäfte sind börsenmäßig organisierte Termingeschäfte in Handelswaren wie Kakao, Kaffee, Öl, Metallen und ähnlichen Rohstoffen. Bei Warentermingeschäften werden Lieferung, Abnahme und Bezahlung der Waren zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt vereinbart. Prinzipiell sollen Warentermingeschäfte dazu dienen, die Erzeuger und Abnehmer der Waren gegen künftige Preisschwankungen abzusichern. Weil die Preisschwankungen an den Warenterminbörsen jedoch überaus ausgeprägt sind, beteiligen sich auch Anleger an Warentermingeschäften, um schnelle spekulative Kursgewinne zu erzielen. )

Ausserdem: Die weltweit verfügbaren Getreidereserven weisen einen historischen Tiefstand auf.

Alle drei Sekunden stirbt ein Kind, das sind am tag rund 30.000 Kinder, gestern, heute, morgen!

Video ansehen!


Fast eine Milliarde Menschen hungern weltweit – das sind fast eine Milliarde Schicksale. Jeder Mensch hat ein Recht auf Nahrung, deshalb müssen wir diese Katastrophe beenden. Dabei geht es nicht darum, Almosen zu verteilen. Vielmehr müssen die Menschen in Entwicklungsländern unterstützt werden, ihre Entwicklung wieder eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen.

Die Gründe für Hunger sind vielfältig: Armut, Krieg, Regierungsversagen und Verschlechterung der Bodenfruchtbarkeit sind nur einige. Und auch der Klimawandel spielt immer mehr eine entscheidende Rolle. Denn zunehmende Fluten und Dürren, der Verlust an Artenvielfalt, Bodenerosion sowie Wüstenbildung haben nach und nach die Ernteerträge verringert. Auch die Industrie- und Schwellenländer haben mit der industriellen Landwirtschaft ihren Teil dazu beigetragen.
 


Tag für Tag wird in Wien gleich viel Brot entsorgt, wie Graz verbraucht. Auf rund 350.000 Hektar, vor allem in Lateinamerika, werden Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut, daneben hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus Südspanien, wo deswegen die Wasserreserven knapp werden.
Mit WE FEED THE WORLD hat sich Erwin Wagenhofer auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Sie hat ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, in die Schweiz, nach Brasilien und zurück nach Österreich geführt.
Roter Faden ist ein Interview mit Jean Ziegler,UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung.
WE FEED THE WORLD ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - ein Film über den Mangel im Überfluss. Er gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat.
Zu Wort kommen neben Fischern, Bauern, Agronomen, Biologen und Jean Ziegler auch der Produktionsdirektor des weltgrößten Saatgutherstellers Pioneer sowie Peter Brabeck, Konzernchef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt

 

7 Milliarden Menschen auf der Erde
Die Weltbevölkerung wächst: Jede Sekunde werden auf der Welt 2 bis 3 Bebies geboren. Ab Mitte Jahr 2011 leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Die Bevölkerung sei im Jahr 2010 weltweit um rund 80 Millionen Menschen gewachsen, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Das seien etwa 3 Millionen weniger als im Jahr 2009. Die Stiftung sagt, dass jede Sekunde durchschnittlich 2,6 Menschen zur Weltbevölkerung hinzukommen. Sie rechnet damit, dass die Weltbevölkerung bereits Mitte Jahr 2011 die 7-Milliarden-Marke überschreiten wird. Im Jahr 2025 sollen gar 8 Milliarden Menschen auf der Erde leben.

Die Welternährungsorganisation FAO erklärte, dass die Weltlandwirtschaft problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren kann. Jean Ziegler, der UN-Sonderberichtserstatter für das Recht auf Ernährung, spricht von millionenfachem Mord: „Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet. Die Weltordnung des globalisierten Kapitalismus ist nicht nur mörderisch, sondern auch absurd. Sie tötet, aber sie tötet ohne Notwendigkeit.“     Demzufolge wird alle drei Sekunden ein Kind ermordet.


Jean Ziegler über das Massaker des Hungers "Ich schäme mich meiner Ohnmacht"

Allen Ursachen ist eins gemeinsam: Sie sind menschengemacht und können von Menschen wieder rückgängig gemacht werden. Man kann die Spekulationen verbieten, man kann die Exportsubventionen stoppen und man kann mit der Verbrennung von Lebensmitteln aufhören. Die Bundesrepublik ist eine große und vitale Demokratie. Die Bevölkerung kann, wenn sie erwacht, den Landwirtschaftsminister zwingen, das Agrardumping zu stoppen. Und sie kann den Finanzminister zwingen, bei der nächsten Generalversammlung des Internationalen Währungsfonds für die Entschuldung der ärmsten Länder zu stimmen. Und wenn er es nicht tut, kann man ihn abwählen. Das Gesetz gibt uns Waffen in die Hand.


Sie hoffen also auf einen Aufstand der Bevölkerung?
 

Ich hoffe auf einen demokratischen Aufstand des Gewissens. Es gibt zwei Sorten von Gerechtigkeit: Die tatsächliche Gerechtigkeit und andererseits das Bewusstsein für Gerechtigkeit. Dabei geht es nicht darum, was gerecht ist, sondern was als gerecht oder ungerecht empfunden wird - oder was die Menschen an Gerechtigkeit einfordern. Und da gibt es Fortschritte. Das sieht man sehr gut an Deutschland, wo es übrigens weltweit die meisten Nichtregierungsorganisationen gibt. Während des G8-Gipfels in Heiligendamm vor drei Jahren standen auf der anderen Seite des Stacheldrahtes 140.000 Menschen, die protestiert haben. Männer, Frauen, Priester, Atheisten, Kommunisten - alle waren da aufgrund des moralischen Imperativs. Immanuel Kant hat gesagt: Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird, zerstört die Menschlichkeit in mir. Das ist der Motor einer neuen Bewegung, die gerade entsteht und die bereits politischen Einfluss hat. Nur diese neue Zivilgesellschaft kann die kannibalische Weltordnung brechen.

mehr dazu hier

 

Landraub

Weltweiter Wettlauf um Agrarland in Drittweltländern

Das Landgrabbing nimmt Besorgnis erregende Ausmasse an – in Asien, Lateinamerika, vor allem aber in Afrika. Millionen von Kleinbauernfamilien laufen Gefahr, ihr Land zu verlieren, von dem sie seit Generationen leben. Vor Jahrhunderten wurden die Menschen Afrikas verkauft und verschleppt, später ihre Lebenswelten erobert und ausgebeutet. Und heute werden in Afrika riesige Landflächen von internationalen Firmen und Staaten aufgekauft, die auf diesen Flächen im industriellen Massstab Landwirtschaft betreiben wollen. Von Landraub ist die Rede. Allein in fünf Ländern Afrikas – Äthiopien, Ghana, Mali, Madagaskar und Sudan sind laut einer unter der Ägide der Uno-Landwirtschaftsorganisation FAO publizierten Studie in den letzten fünf Jahren 2,4 Mio. ha Land an ausländische Investoren abgetreten worden, Land, das bis vor kurzem keinerlei Marktwert hatte.

mehr dazu hier


Es wird immer wieder die Frage gestellt:
Dürfen Hungernde Menschen der dritten Welt Nahrungsmittel stehlen?
Jean Ziegler vehementer Vertreter für das Recht auf Nahrung,
sagt im Zusammenhang mit dem „menschengemachten Hunger“ in der Welt:
Es kommt nicht darauf an ihnen mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu
stehlen.
So komme ich zum umgekehrten Schluss:
Man kann gar nicht stehlen, was einem schon gehört!

Dieser Bonus schlägt alles: Brady Dougan von der Credit Suisse erhält 70,9 Millionen Franken. Die Summe wird in Aktien ausbezahlt. Sie stammen aus einem speziellen Bonustopf, den die Bank für die Manager über die letzten fünf Jahre gefüllt hat. Zusammen mit den 19,2 Millionen Gehalt für 2009 kassiert Brady Dougan in diesem Jahr also 90,1 Millionen Franken, umgerechnet ca. 60 Millionen Euro.
 

Finanz Gott ( Teufel ? ) Dougan

Vasella verdiente 2008, in mitten der Weltwirtschaftskrise, sage und schreibe
40.344 Millionen SFr. umgerechnet 26.5 Millionen Euro,
720 x mehr als der Mitarbeiter mit dem tiefsten Lohn bei Novartis.

Vasella  spielt Gott! oder sollte man eher sagen den Teufel?
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier!


Bei einem globalen Anstieg der Durchschnittstemperatur von 2 Grad gegenüber der Zeit vor der Industrialisierung haben schätzungsweise  400 Millionen mehr Menschen zu wenig zu essen. Und zwischen einer und zwei Milliarden Menschen zusätzlich hätten nicht mehr ausreichend Trinkwasser.
                                                                      

L e b e n  u n d  A r b e i t e n   i m   S l u m
mehr dazu hier

 

Betrachtet man Armut als die schwerste Menschenrechtskrise weltweit, dann sind Slums ihr sichtbarster Ausdruck: Heute leben Schätzungen zufolge mehr als eine Milliarde Menschen in rund 200.000 Slums.

Finanzkrise frisst Hungerhilfe auf

Fast eine Milliarde Menschen hat nicht genug zu essen - 70 Millionen mehr als vor einem Jahr. Und die Finanzkrise wird das weltweite Problem verschlimmern: Die Milliarden für die Rettung der Bankhäuser fehlen nun in der Entwicklungshilfe, die Wirtschaft in den betroffenen Staaten schrumpft und auch den Hilfsorganisationen geht das Geld aus. Viele Experten fürchten jedoch, dass die Finanzkrise die Entwicklungspolitik weiter in den Hintergrund drängen wird. Zumal die Hungerkrise viel schlimmer als die Finanzkrise sei, "denn sie bedroht millionenfach Menschenleben", wie Schäuble jetzt sagte. Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Entwicklungsexperte Jeffrey Sachs, der zum Beraterkreis von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gehört, fürchtet allerdings, dass die Betroffenen weiter vernachlässigt werden. Schließlich sei es selbst in den wirtschaftlichen Boom-Jahren nicht möglich gewesen, das Thema zur Priorität zu machen.

30 Milliarden Dollar werden pro Jahr gebraucht

Auf rund 30 Milliarden Dollar wird der Bedarf zur Bekämpfung des Hungers geschätzt. Ein Teil davon fließt in die Gewährung der so genannten Mikrokredite, mit deren Hilfe die Bewohner von Dritte-Welt-Staaten ihre Selbstständigkeit finanzieren. Das Modell, für das der Erfinder Muhammed Junus vorletztes Jahr den Friedensnobelpreis erhalten hatte, gilt als äußerst erfolgreiche Hilfe zur Selbsthilfe in Entwicklungsländern. Seine Bank ist eine der wenigen, die keine Spenden von Hilfsorganisationen annimmt, doch üblicherweise meidet ein Großteil der Banken diese Art von Darlehen, so dass deren Vergabe dann doch an den Hilfsorganisationen hängenbleibt. Aufgrund ihrer Finanzlöcher wird das Kreditvolumen aber vermutlich zurückgehen - und damit auch die Hoffnung der Betroffenen auf ein halbwegs würdiges Leben. Das bittere Resultat der globalen Finanzkrise: Der Zugang zum Kapital wird Reichen wie Armen erschwert, doch weil sich die Reichen selber Kredite geben, bleibt für die Armen nichts mehr über.

Hungerkrise ist schlimmer als Finanzkrise

Berlin (dpa) - Die Welthungerhilfe hat eindringlich davor gewarnt, wegen der Finanzkrise das Schicksal der hungernden Menschen in der Welt zu vernachlässigen. «Fast eine Milliarde Hungernde sind eine Schande für die Menschheit. Im Gegensatz zu den Banken sind sie nicht selbst schuld an ihrer Misere.»
Dies sagte die scheidende Vorstandsvorsitzende der Organisation, Ingeborg Schäuble, am Dienstag in Berlin. Die Hungerkrise sei «viel schlimmer als die Finanzkrise, denn sie bedroht millionenfach Menschenleben». Um das Millenniums- Ziel der Halbierung des Hungers bis 2015 zu erreichen, seien jährlich zusätzliche Mittel in Höhe von zehn Milliarden Euro notwendig.
Schäuble, die im November aus dem Amt scheidet, stellte gemeinsam mit dem Washingtoner Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFPRI) anlässlich des Welternährungstages (16. Oktober) den Welthunger-Index (WHI) 2008 vor. Danach gibt es zwar in zahlreichen Länder eine positive Entwicklung bei der Hungerbekämpfung. Der «ärgerlich langsame Trend» des abnehmenden Hungers sei aber gebrochen, beklagte IFPRI-Direktor Joachim von Braun. «Wir erleben eine dramatische Trendwende.» Er verwies auf Zahlen der Welternährungsorganisation (FAO), wonach die Zahl der Hungernden 2007 um 75 Millionen auf 923 Millionen gestiegen sei. «Wir rechnen in diesem Jahr mit einer Zunahme um nochmals mindestens 75 Millionen Menschen», sagte Braun.
Zwar seien die Folgen der Spekulation auf die gestiegenen Nahrungsmittelpreise relativ gering. Aber durch die derzeitige Finanzkrise werde es sehr schwer, langfristige Investitionen für den dringend erforderlichen Ausbau der Landwirtschaft in Entwicklungsländern zu mobilisieren. «Der Zugang zum Kapital wird erschwert. Das ist ein sehr schlechte Nachricht für die Hungernden der Welt.»
Auf dem WHI-Index werden insgesamt 88 Länder geführt. Auf den untersten Rängen liegen afrikanische Länder, das Schlusslicht bildet die Republik Kongo. Der Index basiert auf der Auswertung von drei Hauptdatengruppen. Berücksichtigt werden unter anderem der Anteil der Unterernährten an der Bevölkerung, der Anteil der Kinder unter fünf Jahren mit Untergewicht sowie die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren.

Finanzkrise droht Hungerkrise zu verschärfen

Rasches Handeln gefragt

Die Welternährungskrise erfordert eine ebenso beherzte Rettungsaktion wie die Weltfinanzkrise. Die Finanzkrise zeigt: Regierungen sind durchaus fähig, zügig enorme Rettungsaktionen in die Wege zu leiten - wenn nur der politische Wille vorhanden ist. Dabei geht es nicht nur um eine moralische Pflicht zur Hilfe für die Hungernden, sondern um unser ureigenes Interesse an globaler Stabilität und Sicherheit. Denn eine hungrige Welt verschärft die nationalen und internationalen Krisen. Wenn die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft nicht sofort einen Paradigmenwechsel vollziehen, rückt das erste Millenniumsentwicklungsziel, die Halbierung des Anteils der Hungernden und Armen bis 2015, in sehr weite Ferne.

Nicht nur die Finanzkrise, sondern auch die Welternährungskrise hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch zugespitzt. Die Zahl der bedrohlich chronisch unterernährten Menschen ist mit 923 Millionen auf einen historischen Höchststand geklettert und wird nach Prognosen der neuen Hunger-Task-Force der Vereinten Nationen bald die Milliardengrenze überschreiten. Bereits jetzt kämpft jeder siebte Weltbürger Tag für Tag ums Überleben. In 33 Ländern hat die Ernährungskrise schon zu sozialen Unruhen und Hungeraufständen geführt. Das rücksichtslos profitorientierte Vorgehen von Investmentbanken und Spekulanten hat seinen Teil zu dieser Krise beigetragen: Skrupellose Spekulationen mit Agrarrohstoffen und Böden sind einer der Gründe für den enormen Anstieg der Nahrungsmittelpreise weltweit, der zu einer Verschärfung der Ernährungskrise geführt hat.


 

Hunderttausende Menschen werden hungern müssen
Chef des Währungsfonds warnt vor verheerenden Folgen durch teure Lebensmittel

 

Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, hat vor verheerenden Folgen durch die weltweite Explosion der Lebensmittelpreise gewarnt. Sollte Nahrung so teuer bleiben wie bisher, "könnte die Bevölkerung einer sehr großen Zahl von Ländern mit furchterregenden Konsequenzen konfrontiert werden", sagte er während der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank. "Hunderttausende Menschen werden hungern müssen, Kinder werden an Mangelernährung leiden
 

Innert des ersten Tages tot



Pro Jahr überleben bis zu zwei Millionen Neugeborene die ersten 24 Stunden nach ihrer Geburt nicht. Das ergab eine Studie zur weltweiten Kindersterblichkeit. Die meisten Todesfälle in den Entwicklungsländern (im Bild eine Szene aus dem Sudan) liessen sich mit einfachen Mitteln wie genügend Nahrung, Kleidung zum Warmhalten des Neugeborenen oder sauberen Scheren für das Durchtrennen der Nabelschnur verhindern. Der Bericht wurde von der amerikanischen Hilfsorganisation «Save the Children» veröffentlicht.
 

 

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,
aber nicht für jedermanns Gier!
Mahatma Gandhi
02.10.1869 - 30.01.1948
indischer Freiheitskämpfer

-
D
ie Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier!
Das sind die Topverdiener 2006 Europas
gemäss der vom «Manager Magazin» in Zusammenarbeit mit der Universität Halle Wittenberg erstellten Rangliste.

Novartis-Chef
Vasella
Jahresgehalt 2006
22,255 Millionen Euro

 BP-Konzernchef
Lord Browne of Maddingley
Jahresgehalt 2006
20,468 Millionen Euro

 Credit-Suisse-Konzernchef Oswald Grübel
Jahresgehalt 2006
19,309 Millionen Euro

UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel
Jahresgehalt 2006
16,672 Millionen Euro


Lehrerin in Indien
Jahresgehalt 500 Euro
44'510 x weniger
44'510 Lehrerînnen
arbeiten für den gleichen
Lohn wie Vasella


Teepflückerin in Indien
Jahresgehalt 400 Euro
51'170 x weniger
51'170 Teepflückerinnen arbeiten für den gleichen Lohn wie Browne


"Laufbursche" Alok aus Indien
Jahresgehalt 300 Euro
64'363 x weniger
64'363 Laufburschen arbeiten für den gleichen Lohn wie Grübel


1.7 Milliarden Menschen
leben mit weniger
als 300 Euro im Jahr
60'000 Kinder wären nicht gestorben 2006, hätten sie über diesen Betrag verfügt!

Mehr geben oder weniger nehmen!

„Es kommt nicht darauf an, den Menschen der Dritten Welt
mehr zu geben, sondern ihnen
weniger zu stehlen“,

sagte Jean Ziegler,
vehementer Vertreter für das Recht auf Nahrung, im Zusammenhang mit
dem „menschengemachten Hunger“ in der Welt.
 


Geld oder Blut:
Welche Medizin für die Armen dieser Welt?
  Die WHO und die Unicef vertreten sowohl in Kambodscha wie auch in allen anderen armen Làndern seit 25 Jahren eine ärztliche Betreuung auf der Grundlage der Basisversorgungsmedizin". Der Schweizer Kinderarzt Beat Richner, alias Beatocello, setzt sich hingegen seit 11 Jahren für eine ganz andere Vision der humanitären Medizin ein. Die drei Spitäler, die er in Kambodscha bauen ließ, entsprechen dem europäischen Standard und betreuen heute 80% der kranken Kinder des Landes. 4,5 Millionen Kinder sind hier bereits gepflegt worden. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung vor Ort entrüstet sich Dr. Richner über die Passivität der internationalen Organisationen: sie vertreten in diesem von Korruption geplagten Land eine Politik, die zu oft wirkungslos bleibt. Der Film "Geld oder Blut" führt uns das Aufeinanderprallen zweier Gesundheitssysteme vor Augen, die auf gegensätzlichen Philosophien beruhen. Zum ersten Mal öffnen sich der Kamera die Türen des staatlichen Gesundheitswesens von Kambodscha (das von den internationalen Organisationen unterstützt wird), die auf diese Weise konkrete Vergleiche anstellt.
Die Berichte sind ernüchternd und oft auch erschütternd.

Homepage von Dr. Beat Richner

 

 
Webmaster Guido Moscatelli - Wetzikon Schweiz - gmzhch@gmail.com