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Mietwagenrundreise
Schweden und Norwegen 2015

Teil 3 Rv 17 Bodo - Steinkjer

Guidos Reiseberichte
 

Teil 1: Lappland

Teil 2: Lofoten

Teil 3: Kystriksveien Rv 17

 

Die atemberaubende Panoramastraße Kystriksveien Rv 17 verläuft über 650 Kilometer durch eine herrliche Küstenlandschaft Norwegens von Bodo nach Steinkjer. Auf dieser alternative zur E 6 gibt es 6 Fährverbindungen, unzählige Brücken, Tunnels und Sehenswürdigkeiten. Wer auf dem Kystriksveien unterwegs ist, sollte etwas Zeit mitbringen. Zwar ist die Strecke in zwei Tagen zu bewältigen, um die Panoramastraße und ihre Sehenswürdigkeiten ohne Hektik zu erleben, sind aber mindestens drei bis vier Tage zu empfehlen.

Tag 11 230 km 7 h  Solvaer -
Moskenes (Fähre) - Bodo
Thon Hotel

 

Das Reisen per Schiff oder Fähre ist in Norwegen von grosser Bedeutung, insbesondere in den unzugänglichen Fjordlandschaften Westnorwegens, obgleich ein Trend zum Brückenbau besteht. Die Inselgruppe der Lofoten erreicht oder verlässt man vom Norden und vom Süden aus mit Fähren und Schnellbooten. Seit 2012 werden auf den Verbindung Bodø – Moskenesneue Erdgas-Fähren eingesetzt, die für eine größere Pkw-Kapazität und komfortablere Reise sorgen.

 

Bodø wird täglich in beiden Richtungen von den Schiffen der Hurtigruten angelaufen und verfügt zudem über tägliche Auto-Fährverbindungen zu den Inseln Røst und Værøy sowie nach Moskenes auf den Lofoten. Zu den der Stadt vorgelagerten Inseln besteht ein gut ausgebautes Liniennetz für den Schiffsverkehr. Bodø ist ein Endpunkt der Nordlandbahn nach Trondheim mit Anschluss nach Oslo und somit nördlichste Bahnstation der in Südnorwegen beginnenden Eisenbahnlinien der Norges Statsbaner.

 
Tag 12 310 km 6 h  Bodo - Nesna Havblikk Camping

Alle sechs Stunden drängen 400 Millionen Kubikmeter Salzwasser durch die nur 150 Meter breite Meerenge, die den Saltenfjord mit dem Skjerstadtfjord verbindet. Mächtige Strudel lassen die Wasserfläche brodeln wie einen Hexenkessel. Der Saltstraumen liegt bei Bodö, der nach Tromsö zweitgrössten Stadt Nordnorwegens. Die Landschaft am Polarkreis lebt mit krassen Gegensätzen: Das Sommerhalbjahr über flutet das Licht mit wochenlang scheinender Mitternachtssonne. Die andere Jahreshälfte über lebt man mehr oder weniger in bläulicher Dämmerung.

 

Mit einer Fläche von 375 km² ist der Svartisen der zweitgrößte Gletscher Norwegens, wobei kein anderer Festlandgletscher so dicht am Meeresspiegel liegt. Große Teile des Gebirgsgebietes sind sehr flach, andere bestehen aus Bergen und tiefen Tälern.  Der Namen “Svartisen” leitet sich von dem altnorwegischen Wort “svartis” ab, was zu deutsch “Schwarzeis” oder “schwarzes Eis” bedeutet, das die tiefblaue Farbe des Eises im Verhältnis zum weissen Schnee und neuerem Eis bezeichnet. Der Engenbreen ist einer der Ausläufer des Svartisen, welcher besonders gut zu erreichen ist und nur zwanzig Meter über dem Meer liegt. Mit einem Boot, das mehrmals täglich den Holandsfjord überquert, gelangt man auf die Gletscherseite, von wo aus ein drei Kilometer langer Kiesweg bis an den Gletscher heranführt. Ungefähr einen Kilometer vom Kai entfernt befindet sich das Brestua-Cafè, wo man eine Pause einlegen kann und bei Kaffee und Kuchen einen wunderbaren Blick auf den Engenbreen hat. Übernachtungen werden hier ebenfalls angeboten.

Die erst der 6 Fähren führt uns von Foroy in 20 Min. nach Ägskardet. Da alle 6 Fähren in der Hochsaison meistens ausgebucht sind, lohnt es sich jeweils mindestens eine halbe Stunde vor der Abfahrt beim Anleger anzustehen.

 

Nach 30 km Autofahrt erreichen wir den Fähranleger bei Jektvik. Auf der Fähre  nach Kilboghamm überkehren wir den Polarkreis. Eine Reise zum Polarkreis bleibt auch im 21. Jahrhundert eine ungewöhnliche Unternehmung – nicht nur für Mitteleuropäer: Den Polarkreis aufzusuchen, mit dem Auto darüber zu fahren oder zu Fuss über seinen markierten Verlauf zu springen, ist nämlich nur auf der nördlichen Halbkugel möglich. Sein südlicher Bruder verläuft beinahe komplett durch Weltmeere und seine einzigen Landkilometer liegen auf der antarktischen Halbinsel. Die Polarkreise begrenzen die Polargebiete. Ihre Lage ergibt sich aus der Neigung der Erdachse gegenüber der Ekliptik von derzeit 23,43°. Der Polabstand der Polarkreise beträgt 2602 km und der Äquatorabstand 7383 km. Ihre Länge beträgt 15.996,3 km.

 

Die restlichen 90 km bis nach Nesna fahren wir durch wildromantische Waldschluchten und durch einen langen Tunnel zum Sjonfjell Fjord. Auf der Gegenüberliegenden Seite steigt die Strasse bis auf 365 m über Meer an, von wo aus man eine prächtige Aussicht geniesst. Über ein paar Serpentinen geht es weiter runter bis nach Nesna.

Tag 13 140 km 4 h  Nesna - Broonoysund
am Abend mit dem Hurtigen
Hotel Geleasen

Am Morgen kurz nach 8 Uhr verlassen wir Nesna mit der Fähre nach Levang. Kurz vor Sandnessjoen überqueren wir den Leir Fjord über die Helgelandbrücke die insgesamt 1065 m lang ist und eine Durchfahrtshöhe von 45 m hat. Diese Schrägseilbrücke wurde 2010 zur schönsten Brücke Norwegens gewählt.  

2 weitere Fähren erwarten uns, zuerst von Tjotta nach Forvika mit einer Dauer von 60 Min. und später von Annedalsvägen nach Horn mit einer Fahrt von 15 Min. Von Horn aus sind es dann nur noch 11 km bis zu unserem Etappenziel in Broonoysund.
 

Der kleine Küstenort Brønnøysund ist Hauptsitz der Gemeinde Brønnøy und seit 1893 regelmäßige Anlaufstelle für die Hurtigruten Schiffe. Seit dieser Zeit stieg die Bevölkerungszahl stetig an. Um 1900 wurden mehrere Geschäfte in dem kleinen Ort eröffnet. Zwei Hotels und ein kleiner Laden für den Verkauf von Bier und Wein wurden gebaut, Ärzte und Rechtsanwälte ließen sich nieder. Das Baugewerbe erblühte und 1915 bekam der Ort ein Postamt, eine Zollstation, ein Hafenkontor und einen Amtsrichter. In den folgenden 30 Jahren vervierfachte sich die Bevölkerungszahl.
Um 17.00 fahren wie mit dem Hurtigen Postschiff südwärts bis nach Rorvik wo das Schiff um 21.00 anlegt. Um 21.15 steigen wir mit dem nordwärts fahrend Postschiff zurück nach Broonoysund, wo wir um 0.30 eintreffen werden.
Südlich von Brønnøysund steht eine atemberaubende 550 Meter lange Brücke, die sich über den schmalen Brønnøysund erhebt. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf die kleine Küstenstadt.

 

Torghatten ist ein Berg in der Nähe von Brønnøysund in Norwegen mit einer besonderen geologischen Form. In seiner Mitte hat er ein etwa 35 Meter hohes und rund 160 Meter langes Loch. Entstanden ist es vermutlich durch Ausspülungen der Meeresbrandung, nachdem sich der Erdboden nach Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher angehoben hat.
Am Abend des 6. Mai 1988 verunglückte eine Dash 7 der norwegischen Fluggesellschaft Widerøe mit der Kennung LN-WFN auf ihrem Inlandsflug von Namsos nach Brønnøysund im dichten Nebel und schlechter Sicht an der Flanke des Berges. Alle 36 Menschen an Bord, 33 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder, kamen ums Leben.

 

Weiter geht es vorbei an der Mündung des Bindalsfjord, an der Insel Leka und am Schärengarten der Vikna-Kommune mit insgesamt 6000 Inselchen.

 
Um nach Rørvik, dem Handelszentrum und dem Verkehrsknotenpunkt zu gelangen muss man in den Nærøysund einfahren. Der Sund gilt als das Tor zum Nordland und ist sehr schmal und stark befahren.

Begeben Sie sich mit unseren Kreuzfahrtschiffen auf neue Wege zu unvergleichlich schönen Reisezielen. Entspannen Sie während Sie reisen, und genießen Sie das unbeschwerte Leben auf einem unserer luxuriösen Schiffe mit vielen komfortablen Vorzügen moderner Luxusliner. Erleben Sie Wellness, kulinarische Genüsse und Service auf höchstem Niveau, während sich Ihnen die faszinierenden Landschaften Nordeuropas auf ganz besondere Art offenbaren. Entdecken Sie gemütliche Ortschaften und Häfen, wunderschöne Küsten und Grünflächen von Bord aus oder während eines Landgangs. So steht es auf der Homepage der Hurtigen und so geniessen wir auch die Rückfahrt zurück nach Broonoysund.

 
Tag 14 30 km 1 h   Broonoysund Hotel Geleasen

Der Berg durch den ein Loch geht ist nicht nur ein schöner Berg und ein bekanntes Wahrzeichen! Dorthin geht auch eine einfache Wanderung, an deren Ziel Sie mit einem weiten Ausblick über die Küstenlandschaft belohnt werden. Unglaublich, dass etwas so Schönes durch rasende Eifersucht entstand!
Das 160 Meter lange, 35 m hohe und 20 m breite Loch entstand in der Eiszeit. Eis und Wasser gruben geduldig die weichen Steinarten heraus, während die härteren auf der Spitze des Berges stehen blieben. Das Ergebnis war ein Loch, groß wie eine Kathedrale.
Der Sage über die Helgelandsberge nach entstand der Torghatten als der Pferdemann aus verschmähter Liebe einen Pfeil nach seiner Abgebeteten ( der Lekamøya) schoss, die vor ihm floh. Der König des Sømnafjellet sah dies und warf seinen Hut dazwischen. Der Pfeil durchbohrte den Hut und es entstand ein Loch. Dann ging die Sonne auf und alle wurden zu Stein.
Die gängigste Route zum Loch geht an der Ostseite entlang. Die 30-minütige gemütliche Wanderung führt über einen oft begangenen Pfad. Die ältesten Treppenstufen des Pfades sind übrigens aus den 1870-iger Jahren. Weiter oben geht der Pfad mehr und mehr in eine Kluft mit steilen Wänden über. Ganz oben im Gesteinsfeld hat man die beste Sicht durch das Loch.
Wendet man sich nach Norden sieht man den Brønnøysund und die sieben Schwestern in der Ferne. Die Aussicht ist fantastisch. Hier kann man die Helgelandsküste mit ihren tausenden kleinen Inseln in voller Schönheit bewundern. Das allein ist schon die Wanderung zum Loch hinauf wert.
Das Loch an sich ist ziemlich groß. Zwischen den Felsblöcken führt der Pfad durch das Loch. Von hier kann man nach Süden auf den langen Strand und über die kleinen Inseln nach Leka schauen, wohin der Sage nach die Lekamøya geflohen war. Zum Land hin sieht man das 1058 m hohe Heilhorn, den höchsten Berg der Gegend. Nachmittags kann man die nach Süden fahrende Hurtigrute eine Schleife fahren sehen, damit die Gäste auf dem Schiff das Loch im richtigen Winkel erblicken können.

 
Tag 15 250 km 4 h   Broonoysund - Steinkjer Best Western
Unser letztes Teilstück auf der Rv 17 führt uns nach Steinkjer. Bis zum Fähranleger nach Vennesund sind es 50 km. Vom Anleger aus geniesst man einen herrlichen Blick auf den Schärengarten von Vikna.

Jetzt fahren wir weiter nach Namsos. Zuerst über die Brücke die den Innerfoldafjord überspannt und nachher entlang dieses Fjords.  Später geht es an vielen Seen vorbei durch immer mehr werdende grüne Wiesen und Wälder.

Von Namsos aus fahren wir jetzt nach Steinkjer. Fast hatte ich dich Hoffnung schon  aufgeben einen Elch zu sehen, den es braucht viel Glück dazu. Besonders wenn die Nahrung knapp wird, also im Winter, wagt er sich aus der Deckung. Aber auch im Sommer kann man ihn auf Wiesen am Waldesrand zuweilen entdecken. Es ist schon ein unvergessliches Erlebnis, wenn man diese bis zu 2 m großen Tieren einmal beobachten konnte.
Elche sind Paarhufer und gehören zur Familie der Hirsche. Sie sind die größte lebende Hirschart und Norwegens größtes Landsäugetier. Die Elchbullen erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 2,3 m. Das Gewicht einer ausgewachsenen Elchkuh beträgt zwischen 240 und 450 kg, das eines Bullen zwischen 240 und 800 kg. Der Körper der Elche ist kurz und kräftig mit hohen Beinen. Die Oberlippe ist lang, breit und beweglich. Das Fell besteht aus dichtem, kurzem Wollhaar mit langem, grauen Deckhaar. Die Männchen tragen Geweihe, welche in zwei Arten vorkommen: Schaufel- und Stangengeweih.
Elche leben hauptsächlich im Wald. Im Winter ernähren sie sich von den Trieben und kleinen Ästen der Laubbäume, des Wachholders, der Kiefern und Fichten. Im Sommer fressen sie Gras, Kräuter, Blätter und mit Vorliebe Sumpf-und Wasserpflanzen. Oft klagen die norwegischen Bauern auch über Schäden auf Äckern, Weiden und an Heuvorräten, die von Elchen hinterlassen wurden

 
Tag 16 150 km 2.5 h   Steinkjer -
Trontheim Flughafen
 
 

Teil 1: Lappland

Teil 2: Lofoten

Teil 3: Kystriksveien Rv 17

Guidos Reiseberichte

 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:26:53

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