G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e


M o n g o l e i  2 0 1 1
T e i l  7
 

Wüste Gobi

Guidos Reiseberichte
 

T e i l   1
Einleitung

T e i l   2
Reiseverlauf
T e i l   3
Ullan Bator, Terelji, Buren Khaan
T e i l   4
Amarbayasgalant, Uran Togoo
T e i l   5
Ogi Nuur, Karakorum, Tuvkhun
T e i l   6
Zeltcamps Orkhon + Boorog Tal
T e i l   7
Wüste Gobi
T e i l   8
Lammergeyer- Tsaggan Canyon
T e i l   9
Infos
zur Reise
T e i l   10
Bücher + DVD Tipps

Heute sieht die Welt schon wieder besser aus für uns. Ein Teil unserer Kleider sind schon trocken. so dass wir einen Koffer mit trockenen Kleider haben und der zweite noch mit feuchter Ware. Ogi und Amber lassen noch einen Service am Auto machen, so dass es dann um 11.30 Uhr weiter Richtung Mittel Gobi geht. Wir nützen die Zeit um uns in der Stadt Arvaikheer etwas genauer umzuschauen.

Weiter geht es dem Fluss Ongi Gol entlang zur Ongi Klosterruine. Wir fahren durch salzige und halbtrockene Steppe der Mittelgobi. Die Vegetation ist dünn und es gibt nur noch sehr wenige Nomaden die hier leben. Leider verfahren sich unsere beiden Helden um mindestens 50 km. Am späten Nachmittag erreichen wir das Ongi-Flusstal. Diese Landschaft gehört sicherlich zu den schönsten der Mongolei. Das Ger Camp liegt direkt am Fluss und bietet einiges an Luxus. Hier möchten wir mehr Zeit verbringen. Wir besprechen dies mit Ogi und er ist einverstanden hier ein Nacht länger zu bleiben. Wir werden dann anschliessend direkt in die Südgobi fahren. Wir lassen ein Ger Camp aus, aber die Besichtigungen sind alle wie geplant möglich.

Heute machen wir ausgiebige Wanderung durch diese wunderschöne Gebiergswüstenlandschaft. Da Ogi heute total abgetaucht ist und alle anderen Gäste weiterreisen sind  wir mutterseelenallein Unterwegs. Eine Reise in das Herz der Wüste, ist wie eine Reise zum eigenen Herzen.

Wir besuchen auch Ongiin Khiid,  eine historische buddhistische Klosteranlage. Bei den antibuddhistischen Ausschreitungen und Zerstörungen wurde das Kloster 1937 vollkommen zerstört. Noch heute finden sich zahlreiche Ruinen aus Lehmziegeln am Fluss und auf den umliegenden Hügeln. Überragt wird die Klosteranlage von der Ruine eines Stupas. In den 1990er Jahren wurde beschlossen, die Anlage wieder aufzubauen und wieder als Kloster zu nutzen. Der erste Tempel wurde 2004 fertig gestellt, zur Zeit leben 13 Mönche im Kloster.

Wir verlassen das Camp und fahren weiter Richtung Süden. Das Gelände wechselt in eine ausgedörrte , felsige Prärie, spärlich bedeck mit Büschen und dünnem Gras. Die Gegend ist fast unbewohnt mit einem einmaligen Anblick, wenn man eine einsame Jurte erblickt, dessen nächster Nachbar Meilen entfernt ist. Die Wüste Gobi ist ein Land der Kontraste.

Kurz vor den Flaming Cliffs besuchen wir einen Saxaul Wald mit bizarren verknöcherten Bäumen. Der Saxaul ist ein zwei bis vier Meter hoher Strauch bzw. niedriger Baum. Die Blätter sind sehr klein, sodass der Baum Blattlos wirkt. Das Holz ist grob und schwer, die Rinde ist schwammig und speichert Wasser.

Erste Funde von Dinosauriern in der mongolische Kreide gelangten 1922 der amerikanischen Zentralasien-Expedition unter Roy Chapman Andrews. Entdeckt wurden die Flaming Cliffs bei Bayanzag mit Funden, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Sensationell waren damals die ersten Funde von Dinosaurier-Eiern. Nun wusste man, dass Dinosaurier wie Vögel Eier gelegt haben. Die Mongolei gilt heute als das Land mit den beste Dinosaurier-Fundstellen weltweit. Die flammenden Felsen oder rote Kippen des Bayanzag  sind über tausende von Jahren durch die Erosion von Sand und Gestein entstanden. Wir gehen durch die ausgedörrten Felsen aus rotem Sand auf Endeckungstour, bei der es leicht regnet.

Nun geht es also weiter bis zum Ger Camp Juulchin Gobi 2 ganz in der Nähe der Sanddünen. Das Camp befindet sich an den südlichen Ausläufern des Altai Gebirges. Der Altai Gebierge erstreckt sich über rund 2100 km Länge von Südsibirien bis in die Mongolei. Er gliedert sich in drei Teile, den Russischen, den Mongolischen und den Gobi-Altai. Nach dem Essen besuchen wir noch eine Nomaden Familie ganz in der Nähe, welche auch Kamelreiten anbietet. Wir geniessen diese einstündigen Ritt sehr, durch diese abwechslungsreiche Landschaft in unmittelbarer Nähe der Sanddünnen.

 

Die Wüste Gobi liegt in Zentralasien und erstreckt sich über den südlichen Teil der Mongolei und die nördlichen Regionen der Volksrepublik China. Sie ist die nördlichste Wüste der Welt und liegt in einer kontinentalen Klimazone mit extremen Temperaturschwankungen von bis zu 80 Grad Celsius zwischen Sommer und Winter. In der Sprache der mongolischen Nomaden bedeutet Gobi "Wüste". Die Chinesen nennen die Wüste Gobi "Schamo", was übersetzt Sandwüste heißt. Streng genommen ist die Gobi jedoch gar keine Wüste, sondern eher eine Halbwüste oder Wüstensteppe. Nur drei Prozent der riesigen Gebiete bestehen aus Sand, der Rest aus überwiegend kahlen Felsformationen. Trotz der harten Lebensbedingungen haben sich zahlreiche Menschen und Tiere an die Bedingungen der Wüste angepasst, wie zum Beispiel Gazellen, Schneeleoparden oder Wölfe.
Heute besteigen wir die grösste Sanddüne der Gobi, sie ist fast 200 km lang bis 7 km breit und über 200 m hoch. Wie Ogi meint, erklimmen wir den Mount Everest der Sanddünen. Da es in letzter Zeit öfters geregnet hat ist der Sand an den meisten stellen Hart, was den Aufstieg einfacher macht. An einer Stelle jedoch ist die Düne so steil, dass wir diesen Abschnitt nur mit grosser Mühe und auf alle Vieren schaffen.

Am Nachmittag unternehmen wir ein kleine Wanderung im Altai Gebierge. Dort entdecken wir eine Stelle, an der jeweils Nomadenfamilien ihr Winterquartier haben. Bis zum September müssen ihre Tiere für die achtmonatige Kälte Fett angefressen haben. Dennoch verlieren die Altai-Nomaden in zyklischen Abständen ihre Tiere, in den Kältewintern 1999 bis 2001 waren es zwei Drittel des Bestandes. In den Wintercamps leben die Menschen in größeren Stammesgemeinschaften an geschützten Orten zusammen.

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:24:54 Webmaster Guido Moscatelli - Wetzikon Schweiz - gmzhch@gmail.com