G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e


M o n g o l e i  2 0 1 1
T e i l  4

   Amarbayasgalant, Uran Togoo

Guidos Reiseberichte
 

T e i l   1
Einleitung

T e i l   2
Reiseverlauf
T e i l   3
Ullan Bator, Terelji, Buren Khaan
T e i l   4
Amarbayasgalant, Uran Togoo
T e i l   5
Ogi Nuur, Karakorum, Tuvkhun
T e i l   6
Zeltcamps Orkhon + Boorog Tal
T e i l   7
Wüste Gobi
T e i l   8
Lammergeyer- Tsaggan Canyon
T e i l   9
Infos
zur Reise
T e i l   10
Bücher + DVD Tipps

Auf dem Weg zum Amarabayasgalant Kloster treffen wir bei der Ortschaft Orkhon auf den gleichnamigen Fluss. Er ist mit 1'124 km der längste Fluss der Mongolei. Hier Verkaufen die Frauen geräucherten Fisch am Strassenrand.

Nach Orkhon biegen wir links ab Richtung Amarabayasgalant Kloster mitten durch eine fantastische Landschaft. Unser Ger Camp liegt in der Nähe des Klosters. Nach Ankunft dort begebe ich mich auf einen Hügel in der Nähe um mir von hier aus einen Überblick auf die traumhafte Umgebung machen zu können.

Am nächsten Morgen verschläft unserer Guide Ogi und unser Fahrer Amber zum ersten Male.  Ich sage Bernadette dass ich mich schon mal zu Fuss auf dem Weg zu Kloster begebe. Hier in dieser Ebene hat es vielen Nomaden und es gibt deshalb sehr viel Interessantes zu entdecken.

Das Kloster Amarbayasgalant wird als das zweitbedeutenste der Mongolei angesehen, nach Erdene Zuu Khiid in Kharakhorum und ist der am meisten intakte Komplex dieser Art in der Mongolei, in einem Tal etwa 360km von Ulan Bator entfernt gelegen. Das Kloster wurde zwischen 1727 und 1737 vom Mandschukaiser Yongzheng errichtet und dem großen mongolischen Buddhisten und Skulptor Zanabazar gewidmet, dessen mumifizierter Körper 1779 hierhergebracht wurde. Das Tal ist komplett mit Gräbern aus der Zeit der Türken bedeckt, verschiedenen geometrischen Formen die bis ins 3. Jahrhundert zurückdatieren. Für das Volk gelten heilige Assosiationen für dieses Gebiet. 1996 wurde es von der UNESCO als Welterbestätte nominiert.
Als Lamaismus wird der mongolische Buddhismus bezeichnet. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gab es in der äußeren Mongolei hunderte von Klöstern und Tempelkomplexen mit überwältigendem Einfluss. Fast alle mongolischen Städte sind in der Nähe von Klöstern entstanden, welche das Monopol des Ausbildungs- und Gesundheitswesens inne hatten. Der Buddhismus war wichtigster Teil der mongolischen Kultur bis der Kommunismus das religiöse Leben der Bevölkerung fast zum Erliegen brachte. Nach der politischen Wende von 1991 erblüht der mongolische Buddhismus erneut und es wird tatkräftig am Wiederaufbau des religiösen Lebens in der Mongolei gearbeitet.

Am Nachmittag mache ich noch eine grössere Wanderung. Raubvögel und Kraniche begleiten mich dabei. Interessant zuzusehen war, wie ein Nomade auf dem Rücken eines Pferds zwei Herden von Ziegen und Schafen trennte. Zuerst trieb er alle zusammen und trennte die Herden dann im zwei Gruppen. Nachher suchte er die Herden nach Fremdlingen ab. In jeder Herde gab es noch zwei bis drei Fremde Tiere, doch in kurzer Zeit war auch diese Arbeit erledigt und er konnte seine Herde aus Schafen und Ziegen auf einen neuen Weideplatz treiben, der sich auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses befand.

Wir unternehmen nach dem Abendessen noch einen ausgiebigen Spaziergang in ein einsames Tal. Auf dem Rückweg im halbdunkeln kommen uns zweimal auf dem Fahrweg eine Herde Pferde entgegen. Beide, wir und die Herden, hatten ein wenig Angst voreinander, so wichen beide auf die Seiten aus. Es war ein wunderbarer Abschluss eines aufregenden Tages.

Weiter geht es in Richtung Erdenet, der zweit grössten Stadt der Mongolei. Die Stadt wurde erst 1975 gegründet, um die Arbeiter der zuvor eröffneten Kupfermine zu beherbergen. Sie ist zweitwichtigster Handelspunkt nach der Hauptstadt Ulan Bator und hat ca. 80'000 Einwohner. Sie ist zweitwichtigster Handelspunkt nach der Hauptstadt Ulan Bator. Kurz zuvor hatten wir einen Reifen schaden, der jetzt hier in der Stadt repariert werden muss. Diese Zeit nutze um mich in der Stadt umzusehen.

Weiter geht es zu unseren Tagesziel, zum Uran Togoo Naturreservat. Es besteht aus dem Uran uul (1631m) und dem Togoo Vulkan ( 1923 ), beide inaktiv. Es liegt westlich von Bulgan, auf dem Weg nach Kjuvsgul. Am Nachmittag werden wir den Uran Vulkan besteigen. Unser wunderschön gelegenes Ger Camp liegt etwa 8 km von diesem Vulkan entfernt. Ogi will uns mit dem Auto hinbringen, aber ohne mich. Sofort nach dem Mittagessen laufe ich los. Was mich erwarte ist eine fantastische und vielfältige Flora, wie sie nur am Fusse eines Vulkans möglich ist. Bernadette fährt mit Ogi von der West Seite zum Vulkan bis ca. 200 m unterhalb des Kraters. Ich laufe auf der Süd Seite hoch und komme dann am Parkplatz vorbei wo Amber sein Auto parkiert hat, Als ich ziemlich verschwitzt oben ankomme, kommen Bernadette, Ogi und Amber gerade von der Umrundung des Vulkankraters zurück. Ich mache mich dann ebenfalls auf die Umrundung die einem auf der Süd Seite eine wunderschöne Aussicht ermöglicht. Bernadette und ich laufen dann zusammen zum Camp zurück. Alle anderen Gäste des Camps lassen sich auch zum Vulkan und wieder zurück fahren, aber sie laufen von Fusse des Berges aus hoch. Wir lassen uns jedoch nicht aus dem Konzept bringen und verlassen uns immer mehr auf uns selber.

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:24:12 Webmaster Guido Moscatelli - Wetzikon Schweiz - gmzhch@gmail.com