G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e


 

M o n g o l e i  2 0 1 1
T e i l  3

   Ankunft in Ulan Bator bis zum Buren Khaan Tal

Guidos Reiseberichte
 

T e i l   1
Einleitung

T e i l   2
Reiseverlauf
T e i l   3
Ullan Bator, Terelji, Buren Khaan
T e i l   4
Amarbayasgalant, Uran Togoo
T e i l   5
Ogi Nuur, Karakorum,
T e i l   6
Zeltcamps Orkhon + Boorog Tal
T e i l   7
Wüste Gobi
T e i l   8
Lammergeyer- Tsaggan Canyon
T e i l   9
Infos
zur Reise
T e i l   10
Bücher + DVD Tipps

Unsere Mongolei Rundreise verlief nicht ohne einige negative Zwischenfälle. Unser Bericht soll unsere Erlebnisse ungeschminkt darstellen. Für uns überwiegt das Positive  bei Weitem, und wir würden diese Reise jederzeit wieder unternehmen. Wir hoffen dich mit unserem Reisebericht und den Bilder dazu  für dieses wunderbare Land zu begeistern und dich dazu zu animieren, vielleicht selber einmal in die Mongolei zu Reisen oder einfach dein Interesse an diesem Land zu wecken.

Wir flogen von Zürich via Frankfurt und via Peking nach Ulan Bator. Am Gepäckband im Flughafen mussten wir feststellen, dass alle unsere Koffer nicht angekommen waren. Nach der Verlustmeldung hiess es das alles Gepäck vom Flug aus Frankfurt nicht angekommen sei. Es werde Morgen mit dem gleichen Flug ankommen. Beim Ausgang wurden wir dann gleich von zwei verschiedenen Guides aus verschieden Agenturen empfangen, die auf uns einredeten, obwohl unsere Gedanken immer noch beim fehlenden Gepäck waren. Für uns war jedoch klar, wer der Richtige Guide war. Wir fragten uns aber schon, wie es möglich ist, dass eine andere Agentur zu unseren Namen kam.

Fast die Hälfte der Einwohner der Mongolei wohnen in der Hauptstadt, dies sind geschätzte 1.2 Millionen Menschen.
Ulan-Bator ist auch die kälteste Hauptstadt der Welt, keine Hauptstadt liegt ausserdem weiter vom Meer entfernt. Dadurch ergibt sich das extreme Kontinentalklima mit sehr kalten Wintern bis zu – 47 Grad, aber auch sehr heißen Sommertagen.
Wer eine Reise in die Mongolei unternimmt, kommt an Ulan-Bator nicht vorbei. Für viele ist es nur eine Durchgangsstation, um spannende Abenteuerausflüge in die Mongolische Steppe oder die Wüste Gobi zu unternehmen.

Nach einer kurzen Pause im Hotel begeben wir uns auf eine kurze Stadtbesichtigung. Wir besuchen das Naturkunde Museum und am Schluss besteigen wir noch einen bekannten Aussichtspunkt um einen überblick über die City von Ulan Bator zu bekommen. Bernadette trägt einen kleinen Rucksack mit ihrer Geldbörse und ihrem Handy darin. Als uns ein Mann darauf aufmerksam macht, dass jemand sich am Rucksack von Bernadette zu schaffen gemacht habe, dieser aber geschlossen war denken wir zuerst es sei einen Scherz. Doch als wir den Rucksack öffneten verging uns das Lachen, den tatsächlich fehlte die Geldbörse und das Handy. Es müssen zwei Personen beteiligt gewesen sein, einer lief ganz langsam vor ihr während sich der zweite am Rucksack zu schaffen machte. Wir fahren sofort zu unserem Hotel um die Credit Karte zu sperren und erfahren dabei, dass glücklicherweise noch keine Transaktionen stattgefunden haben. Der Schaden inkl. der Kosten für das ersetzen der Ausweise und Karten beträgt ungefähr 220 Euro. Ein ärgerlichen Schaden, der aber auf unsere weiter Reise keine Folgen hat.

Um 18.00 besuchen wir das Tumen Ech" Ensemble. Es befindet sich neben dem Kinderpark, der gegenüber des Bajangol-Hotels liegt. Hier werden jeden Abend traditionelle Tänze und Gesänge aufgeführt, u.a. der einmalige Kehlkopfgesang. Es ist ein sehr farbenfrohes und für Ohr und Auge beeindruckendes Erlebnis. Die Vorstellung dauert etwa eine Stunde.
Die Musikkultur der Mongolen ist auf ihr Hirtenbrauchtum gegründet. Träger der einheimischen Musikkultur waren immer die Epensänger (Rhapsoden). Sie kamen aus dem Volke, aus lamaistischen Klöstern oder aus dem Steppenadel, trugen ihre langgezogenen, reich ornamentierten Gesänge in Heerlagern und bei Volksfesten vor. Der stets einstimmige Gesang weist wie die chinesische Musik eine fünfstufige (pentatonische) Struktur auf. Nach Gründung der Volksrepublik kam es seit den zwanziger und dreißiger Jahren zu einer Neugestaltung des Musiklebens. Die staatliche Förderung galt nun auch der Oper, dem Ballett, der Sinfonie und anderen abendländischen Musikgattungen. Nach europäischem Vorbild wurden Volksmusikensembles, Chöre und Musikschulen geschaffen. Der für die Mongolen typische einstimmige Gesang wurde durch einen mehrstimmigen Chorstil ersetzt, die Pentatonik mit der westlichen Dur-Moll-Tonalität vermengt.

Heute schlafen wir aus bis es um 10.30 zum Flughafen geht. Nachdem alle Gäste vom Flug aus Peking abgeholt haben, dürfen wir rein. Am Schalter für verlorenes Gepäck standen auch heute wieder gegen 10 Personen. Als wir ihnen ins Gesicht schauen, erkennen wir blankes entsetzten. In der Mongolei mit seinen extremen Wettersituationen und mit seinen einfachen Unterkünften ist man wirklich auf sein Gepäck angewiesen. Als wir das Band erreichen ist unser Gepäck nicht da. Nun sind wirklich geschockt doch wenig später erklärte man uns, dass unser Gepäck bereits gestern Abend eingetroffen sei. Tatsächlich, kurze Zeit später verlassen wir den Flughafen mit unseren 3 Koffern. Unsere Rundreise kann mit nur 2 Stunden Verspätung beginnen.

Bis morgen Mittag sind wir mit Ogi und seiner Frau in ihrem Privat Fahrzeug unterwegs. Unser Ziel ist das Mongolen Lager 2 Fahrstunden ausserhalb Ulan Bators, am Rande des Terelji National Parks liegt dieses Lagerkomplex aus dem 13.ten Jahrhundert.
Auf dem Weg dorthin besuchten wir ein Nomadenfamilie die gerade Umgezogen ist. Ihre erste Jurte ist fertig augestellt und die Grossmutter ist bereits am Kochen des traditionellem gesalzen Milchtees, von dem sie uns selbstverständlich, wie es sich für die mongolische Gastfreundschaft gehört, eine Tasse anbietet. Es schmeckt gar nicht mal so schlecht.
Das Lager besteht aus 5 weitverstreuten Jurtenlagern in denen im Postlager, das Kunsthandwerk Lager, das Hirtenlager, das Schamanenlager und der Königsjurtenpalast in denen einheimische in traditioneller Kleidung tragen und das leben des 13.ten Jahrhundert vorspielen.
Heute übernachten wir zum ersten Mal in einem traditionellen mongolische, kreisförmigem Zelt, der Jurte zu übernachten. Das Ger Camp liegt direkt beim neuerstellten 40 M hohen Reiterstandbild des Dschingis Khan in Zonjin Boldog, 54 km östlich von Ulan Bator.
Dschingis Khan wird von den Mongolen als National Held verehrt und bewundert obwohl er bei all seinen Eroberungen seine Krieger ganz besonders grausam vergehen liess, was im dem Ruf als Geissel der Menschheit einbrachte.

Heute fahren wir zurück nach Ulan Bator. Auf dem Weg dorthin besuchen wir noch ein wunderschönes neben Tal in dem sich zu hinderst ein buddhistisches Meditationszentrum befindet.
Das Mittagessen nehmen wir in Ulan Bator ein und anschliessend geht es mit dem sehr bequemen Geländewagen auf die grosse Rundreise mit Ogi als Guide und mit Amber als Fahrer. Unser erstes Ziel liegt im Norden auf halben Weg nach Darkhan. Auf der Höhe der Ortschaft Bornuur gehtes links in das Tal des Buren Khaan Gebirges. Doch zuerst müssen wir aus der Stadt kommen, denn der Verkehr ist kurz vor dem kollabieren. Auf einer chaotischen Umleitung erlebt Bernadette einen fürchterlichen Schock. Als Ogi und ich aussteigen um uns ein Bild von der Situation machen, fährt Amber los und fährt auf einer steilen Böschung so das Bernadette befürchtet das Auto kippe jeden Augenblick. That's Mongolei. Nach 3 Stunden erreichen wir dann das Dugama Khad Resort, wo wir die einzigen Gäste sind. Das Ressort liegt mitten in einer zauberhaften Gegend, was mich zu einer Wanderung antreibt.
Die Ger Camps haben im allgemeinen sauber Toiletten und Duschen mit mehr oder weniger warmen Wasser und mit wenig Druck. Ein grosse Jurte dient jeweils als Restaurant in dem es Wasser, Soft Drinks und Bier, manchmal auch Wein zu kaufen gibt. Soft Drinks kosten zwischen 1.5 und 2 Euro und Bier 2.5 Euro. Das Essen ist im allgemeinen gut und teilweise sogar abwechslungsreich.

Nach dem Frühstück unternehmen wir eine gut 3-stündige Wanderung auf einen bewaldeten Berg des Buren Khaan Gebirges und durch ein fantastische Landschaft mit einer einzigartigen Flora.
Nach dem Mittagessen geht es zunächst weiter Richtung Norden, parallel zum Trasse der transsibirischen Eisenbahn. Kurz vor Darkhan, etwa 150 km vor der Russischen Grenze, biegen wir links Richtung Erdenet ab. Hier treffen wir zum ersten mal auf den längsten Fluss der Mongolei, den Orkhon, dessen Wasser  später in den Baykal See fliesst. Später verlassen wir die Strasse rechts Richtung dem Amarbayasgalan Kloster, wo wir in dessen Umgebung übernachten. Auch hier zieht es mich sofort in die Natur und ich besteige den in der Nähe liegend Hausberg und benenne diesen kurzerhand, als Mount Guido.

 

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Ullan Bator, Terelji, Buren Khaan
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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:23:57 Webmaster Guido Moscatelli - Wetzikon Schweiz - gmzhch@gmail.com