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Laos 2013
Teil 7 ein Ende mit Schrecken

Guidos Reiseberichte
 

Von Luang Prabang nach Muang Sing

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 1

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 2

Muang Sing

2 Tage auf dem Mekong

Luang Prabang Ein Ende mit Schrecken

Wir sind bereit für unseren letzten Abend in Luang Prabang. Wir wollen noch ein paar Sachen auf dem Nachtmarkt einkaufen und dann ein feines Nachtessen einnehmen. Doch plötzlich bekomme ich starke kolikartige Schmerzen auf der rechten Seite. Dann musste ich auch noch erbrechen aber ich fühlte mich immer noch gut. Ich sagte zu Bernadette, sie solle mir eine halbe Stunde Zeit geben, bis dann sei sicher alles wieder gut. Denkste, es wurde immer schlimmer, da ich ja die Schmerzmittel nicht behalten konnte. Nach drei Stunden fuhren wir ins Spital. Dort wurde ich kurz untersucht und der Arzt meinte es könnte Nierenkolik sein. Möglichkeiten dies medizinisch abzuklären gibt es dort aber nicht. Ich wurde dann in einen Raum verlegt, wo die Nacht bleiben sollte. Die Liege dort war voller Blut und Sekret Flecken. Als ich darauf aufmerksam machte, legten sie ein Papier darüber, das sich dann bald wieder verschob. Ich bekam eine Spritze gegen die Schmerzen und eine Infusion, die allerdings nicht funktionierte. Bernadette fuhr dann mit dem Tuk-Tuk, das vor dem Spital wartete, zurück. Da die Tuk-Tuk Fahrer hier in Luang Prapang ziemlich schamlos sind, wollte dieser 20 US Dollar.
Bernadette sagt dem Fahrer dann sie haben nur 15 US Dollar, und so gab er sich damit zufrieden.
Als die Schmerzen nachliessen konnte ich etwas schlafen. Später lief auf den Flur um nach einem Pfleger Ausschau zu halten. Auf dem Weg zum Sprechzimmer musste ich durch einen Raum, in dem nun 3 Patienten mit schwerwiegenden Gesundheitlichen Problemen lagen. Bei mir gelang es dann nicht die Infusion zum laufen zu bringen. Diese wurde dann in den Unterarm verlegt, dabei entstand eine Blutvergiftung. Am Morgen um 7 konnte ich dann das Spital verlassen. Ich hatte keine Schmerzen mehr. Als ich durch den Raum mit den 3 Patienten ging, war nur noch einer dort, die andern nehme ich an sind verstorben.
" 20 Millionen Menschen sterben jährlich an armutsbedingten Krankheiten, jede und jeder Dritte. Der Yale-Philosoph Dr. Thomas Pogge spricht in diesem Zusammenhang von der „größten Menschenrechtsverletzung in der Geschichte der Menschheit“. Denn es sind genügend Ressourcen und es ist genügend Wissen vorhanden, allen Menschen einen gleichen und gerechten Zugang zu Gesundheit und Wohlbefinden zu sichern. Dass dies nicht geschieht, ist Ergebnis einer extrem ungleichen Verteilung der Reichtümer: 1.000 Milliardäre besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Menschheit."
Auch mein Tuk-Tuk Fahrer nützte meine Situation gnadenlos aus. Kaum im Hotel zurück, beginnt das selbe Spiel auf der anderen Seite. Um 9 Uhr fahre ich wieder zum Spital und verlange nach einer Schmerz-Spritze. Punkt 10.00 Uhr bin ich wieder beim Hotel. Von dort geht es sofort zum Flughafen und weiter nach Bangkok, wo noch ein stopover von 3 Nächten geplant ist. Vom Hotel in Luang Prabang bis zum Hotel in Bangkok verspüre ich keine Schmerzen mehr. Doch nach 2 Stunden kehren die Koliken zurück. Jetzt nehme ich mit der Notfallnummer meiner Krankenkasse Kontakt auf. Dort wird mir erklärt, es gebe viele sehr gut Spitäler in Bangkok. Es wird mir dann empfohlen ins Bangkok Hospital zu gehen. Draussen vor dem Hotel nehmen wir uns ein Taxi und fahren los. Kurze Zeit später fragt uns der Taxifahrer nach dem Weg. Meine Antwort ist Stopp und wir verlassen das Taxi fluchtartig. Der nächste Taxifahrer lachte und sagte „ Bangkok Hospital „ I know I know „ aber so ganz sicher sind wir uns nicht aber uns wirklich versteht. Hier wird dann festgestellt, dass der Nierenstein auf der rechten Seite bereits in der Blase liegt und dass sich links kurz vor dem Ende der Harn Röhre, zwei weitere Steine liegen. Als nach einem Tag und nach starken weitern Koliken sich diese Steine nicht mehr weiter bewegten, wurde mir zu einer Operation geraten. Jetzt musste geplant werden, das Spital stellte für Bernadette, die bei mir im Zimmer schlafen konnte, ein Auto mit Fahrer zur Verfügung. Der Fahrer fuhr mit ihr zu unserem Hotel, wo er draussen wartete, bis sie ausgecheckt hatte, und brachte sie wieder Spital zurück. Gleichzeitig telefonierte ich mit meiner Reiseversicherung um unseren Flug um zwei Tage zu verschieben. Während diesem Anruf wurde mir noch gleichzeitig ein EKG gemacht und schon ging es ab in den OP. Dort wurde ich wie ein Popstar empfangen und das nächste was ich Stunden später war nahm ist mein Zimmer. Die 2 kleinen Steine konnten wie geplant entfernt werden. 2 Tage später werden wir vom Spital direkt zum Flughafen gebracht.

 
 

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:21:29 

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