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Laos 2013
Teil 5 zwei Tage Mekong

Guidos Reiseberichte
 

Von Luang Prabang nach Muang Sing

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 1

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 2

Muang Sing

2 Tage auf dem Mekong

Luang Prabang Ein Ende mit Schrecken

6 Auto-Stunden dauert die Fahrt nach HoueiSay. Die kleine Grenzstadt zu Thailand lieg direkt am Mekong. Huay Xai ist für trekkingbegeisterte Reisende ein beliebter Anlaufspunkt. Für die meisten Backpacker ist es ein Durchgangsort zwischen Thailand und Laos. Hier bucht man sich ein Platz auf einem der Boote nach Luang Prabang.
Für uns war der Aufenthalt hier eher unerfreulich. Bernadette bekam innerhalb einer Stunde 40.2 Grad Fieber. Für uns gabe es keine andere Möglichkeit, als das lokale Spital aufzusuchen. Dort gibt es ein Untersuchungsraum in dem gleichzeitig 4 bis 6 Patienten untersucht werden. Bevor Bernadette untersucht werden konnte, musste zuerst eine Leiche weggeschafft werden. Die blutigen Sachen wurden dann vor dem Zimmer auf den Boden geschmissen. Eine Stunde später verliessen wir, mit Medikamenten eingedeckt, das wieder Spital.

Kein anderer Fluss Asiens vermag so sehr zu faszinieren wie die "Mutter des Wassers": Der Mekong hat viele Gesichter – hier tobt er durch steile, felsige Schluchten, dort bewegt er sich träge in flacher, grüner Landschaft voran. Der Fluss gehört zu den wenigen Strömen weltweit, die noch weitgehend intakt sind. Seine Quelle liegt im schwer zugänglichen tibetischen Hochland, und der Fluss entsteht aus mehreren Zusammenflüssen. Darum gibt es verschiedene Anaben zur genauen Länge, die zwischen 4300 und 4900 Kilometern angegeben wird.Den rund 90 Millionen Menschen der Region ist es sicher relativ gleichgültig, wo ihr Fluss genau entspringt und wie lang er ist. Für sie ist der Mekong schlicht lebensnotwendig: Er ist ihre wichtigste Nahrungs- und Energiequelle.

 
 

Am Ende der Grenze zwischen Laos und Myanmar mündet der Ruak in den Mekong. Dort bilden Laos und Myanmar mit Thailand ein Dreiländereck: das Goldene Dreieck. Früher berühmt-berüchtigt für Drogen, Schmuggel und Kriminalität. Ein kurzes Stück ist der Mekong die Grenze zwischen Laos und Thailand, bevor er in gebirgigen Schluchten und mit vielen Stromschnellen das nordwestliche Laos durchquert.
Zum Glück für Bernadette haben wir zwei sehr erholsame Tage für uns. Wir haben ein Boot für uns alleine und erst noch mit Liegebetten. Unsere Crew besteht aus dem Kapitän und dessen Frau, die für uns 2 superlecker Mittagessen zubereiten wird. Wir besuchen unterwegs noch zwei Dörfer und auch sonst ist diese 7-stündige Flussfahrt unserer ersten Etappe zwischen HoueiSay und Pakbeng sehr spannend für mich, denn immer wieder gibt es was Interessantes zu sehen.

 
 

In Pak Beng, am Zusammenfluss von Mekong und Nam Beng schmiegen sich die Holzhäuser an die steilen Berge. Am frühen Morgen kommen die Frauen aus den umliegenden Bergdörfer zum Markt. Wenig später verwandelt sich das Dorf in ein Schlarafenland, denn es gibt überall frische Backwaren zu kaufen. Um 8 geht es für uns dann weiter mit dem Boot und der Crew Richtung Luang Prabang.

 
 

Jetzt fahren wir stundenlang durch eine scheinbar unberührte Urwaldlandschaft. Immer wieder säumen steile Karstenmassive den Fluss. Geschickt muss unser Bootsführer Untiefen und verborgene scharfe Kippen umschiffen. Wir besuchen nun ein Dorf in den noch Schnaps gebrannt wird und von dem ich reichlich teste. Da dieses Dorf täglich von Touristen besucht wird, sind die Bewohner nicht mehr so scheu. Die Frauen haben Verkaufsflächen eingerichtet, wo sie ihre Stickereien verkaufen. Bis jetzt jedoch scheint sich das Leben hier durch die Besucher kaum verändert zu haben und die Bewohner sind absolut unaufdringlich. Hoffentlich bleibt dies auch in Zukunft so. Ich wünsche es den Bewohner jedenfalls.

 

Als letztes besuchen wir die Pak Ou-Kalksteinhöhlen – direkt an den Uferklippen des Mekong, etwa 25 Kilometer nördlich von Luang Prabang, sind einer der bedeutendsten buddhistischen Wallfahrtsorte in Laos. Es handelt sich um zwei Höhlentempel mit atemberaubender Aussicht, die sich an der Mündung des Nam Ou in den Mekong befinden und nur mit dem Boot erreichbar sind. Hier wurden während des Indochina-Krieges private Buddhastatuen der Bevölkerung vor Plünderungen in Sicherheit gebracht. Zeitweise sollen in den beiden Höhlentempeln über 5000 Statuen gestanden haben. Hunderte davon, in verschiedensten Größen, sind heute noch in den beiden Höhlen zu besichtigen, sie wurden auch als Opfergaben von Pilgern hierher gebracht. Der Sage nach wurden die beiden Höhlen seit 1547 als Tempel genutzt. Die gesamte Anlage wird auch Tham Ting („Ting-Höhle“) genannt. In der unteren Höhle, Tham Loum, ist außer zahlreichen bis zu einem Meter großen Buddhastatuen aus Holz, Bronze, Eisen oder Ton eine Wasserstelle zur rituellen Reinigung der Statuen zu sehen. Zur oberen und tieferen Höhle, Tham Theung, muss man weitere 200 Meter nach oben steigen. In dieser dunkleren der beiden Höhlen lebten zeitweise Einsiedlermönche.

 
 

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:21:08 

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