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Laos 2013
Teil 4 Muang Sing

Guidos Reiseberichte
 

Von Luang Prabang nach Muang Sing

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 1

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 2

Muang Sing

2 Tage auf dem Mekong

Luang Prabang Ein Ende mit Schrecken

Der geschäftige Morgenmarkt von Muang Sing beginnt schon in den frühen Morgenstunden. Hier trifft man auf viele verschieden ethnische Minderheiten, die schwer bebackt und teilweise nach langem Fussmarsch und mit grossen Körben zum Talat Sao Markt kommen um ihre Sachen zu Verkaufen und sich dort auch mit Waren einzudecken. Viele von den Frauen hier haben braunrötlich eingefärbte Lippen, das vom Betelnuss kauen stammt.

Diese schöne Geschichte aus der Mythologie der Akha Stämme, beschreibt uns die Symbolik der weiblichen und männlichen Figuren am Eingang eines Akha Dorfes.
Vor langer Zeit, als im Himmel und auf der Erde und die ersten Menschen entstanden, fragte der Akha Schöpfer Apoe Miyeh einen Akha Mann, ob er denn heiraten möchte. "Ja, ich möchte gerne heiraten, aber wie soll ich es anstellen?" antwortete der Akha Mann. Den Anweisungen Apoe Miyehs folgend, ging er in den Dschungel und rief drei Mal in den Wald. Daraufhin kam eine Vampir Frau zu ihm, die wie halb Tier, halb Mensch aussah. Sie trug keine Kleidung und keinen Kopfschmuck. Der Mann machte ihr aus einem Reissack einen Rock und bedeckte ihren Kopf mit seiner Tasche. Dann gingen sie zurück ins Dorf und heirateten. Gleich nach der Hochzeit tötete aber die Vampir Frau den Mann und aß ihn auf.
Die Vampir Frau begehrte bald einen anderen Mann im Dorf. Dieser aber weigerte sich, sie zu heiraten, da er fürchtete, dass ihm das gleiche Schicksal wie seinem Vorgänger zuteil würde. Die Vampir Frau beschwichtigte ihn und überzeugte ihn, dass sie ihn nicht fressen würde. Sie könnten friedlich zusammenleben, wenn er im Haus eine Trennwand einziehen würde, die den Raum in seinen und ihren Bereich teilt. Der Mann baute also die Trennwand und heiratete die Vampir Frau.
Nach einiger Zeit wurde das Paar von den Verwandten der Vampir Frau aufgesucht, die nach ihr sehen wollten. Die Geister kamen immer wieder und begannen Hühnereier und Gemüse zu stehlen. Um zu verhindern, dass die Geister wieder Unruhe in ihrem Leben stifteten, baute der Mann am Weg, der in das Dorf führte, ein Tor. Er schnitzte zwei Figuren, einen Mann und eine Frau, um die Geister Verwandten zu beschwichtigen, und um sie zu überzeugen dass ihre Tochter im Dorf wohlauf ist.
Als die Geister das nächste Mal auf Besuch kommen wollten, gingen sie nicht mehr weiter als bis zum Dorftor. Sie sahen die Holzfiguren und kamen zur Überzeugung, dass die Vampir Frau zufrieden mit ihrem Ehemann zusammenlebte und eine Akha Frau geworden ist. Von da an ließen sie das Paar und das Dorf in Ruhe
 

 

"Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet", Besuche von Dörfern ist so gesehen eine sehr heikle Angelegenheit. „Tu keinem andern an, was du nicht möchtest, das dir angetan wird“ – diese Formel der ethischen Grundhaltung ist gerade im Tourismus ein wichtiger Leitsatz für die Reisenden.
Unser Mittagessen haben wir in einem Gästehaus der Yao Minderheit eingenommen. Anschliessend treffen wir auf einen Vater mit seinem Sohn auf dem Arm. Der Kleine trägt eine wunderschöne Mütze. Diese ist bestickt, mit silberfarbenen Knöpfen besetzt und mit drei roten aufgesetzten Pon Pons. Diese Mütze soll den Jungen vor bösen Geistern beschützen.

Die Yao stammen ursprünglich aus dem Süden und Südwesten von China und siedeln neben Thailand (ca. 45.000) auch im Norden von Laos, in Vietnam und Burma (Myanmar). Die Yao nennen sich selbst Mien, was übersetzt so viel wie Individuum oder Wesen heißt. Ursprünglich wurzelt die Religion der Yao im chinesischen Taoismus. Heute sind jedoch viele Yao zum Buddhismus und Christentum konvertiert. Die Yao in Thailand leben von der Landwirtschaft und bauen neben Reis auch Gemüse an. Berühmt sind die Stickereien der Yao-Frauen. Ihre Tracht besteht meist aus einem schwarzen Turban und einer bunten Schärpe.

 
 

Die Chinesen haben sich hier im Norden von Laos schon sehr breit gemacht. Da es ausser in Vientiane in Laos keine Zuckerrohrfabrik gibt, wird alles Zuckerrohr nach China geliefert und natürlich diktieren die Chinesen die Preise. Doch der Hunger der Chinesen ist noch lange nicht gestillt, und so werden in den Bergen riesige Flächen Regenwald abgeholzt um neue Flächen für den Anbau von Zuckerrohr zu gewinnen.Wir besuchen noch einen Kleinbetrieb, der hier selber etwas Zucker gewinnt.

Wir sind sehr dankbar, dass wir hier in diesen zwei Tagen, mit Sowang einen Guide hatten, der die Sprachen dieser Völker versteht und sprechen kann und er diesen Menschen auf Augenhöhe und mit viel Respekt begegnet.

 

Von Luang Prabang nach Muang Sing

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:20:57 

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