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Laos 2013
Teil 1 bei den Bergvölkern

Guidos Reiseberichte
 

Von Luang Prabang nach Muang Sing

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 1

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 2

Muang Sing

2 Tage auf dem Mekong

Luang Prabang Ein Ende mit Schrecken

Vor dem Eingangstor des Akah Dorf Sopane Kao thront eine Hundekopf. Mit diesem Opfer bitte diese Dorfgemeinschaft der Akha um reiche Ernte und Gesundheit für Mensch und Haustier. Wir überall vorher, weben sich Frauen auch hier wunderschöne Stoffe mit traditionellen Mustern die dann zu Kleidungsstücken verarbeitet werden. Die Webestühle befinden sich jeweils unter dem Stelzenhäusern, denn dort ist es schattig und kühl. Auch in diesem Dorf herrscht eine wunderbar friedliche Stimmung und alles schein so idyllisch zu sein.
Die Basis jeder Mahlzeit ist Reis. Dazu werden Eintöpfe, Gemüsebeilagen, Bambus und selbstgemachte Soßen aus Chili serviert. Ab und zu gibt es auch Huhn, Schwein, Fisch und auch Käfer. Dabei werden nach Möglichkeit alle Körperteile der Tiere verzehrt, samt Kopf und Knochen

An einem Fluss wird uns ein rechhaltiger und lecker Lunch bereitgestellt. Nach dem Essen mache mich sofort auf den Weg, um diesen wunderbaren Regenwald noch mehr geniessen. Nach einer halben Stunde werde ich dann wieder eingeholt. Kurze Zeit ist dann der Weg mit Ästen versperrt. Sowang muss für uns zuerst den Weg frei mache. Wenig später sehen wir dann überall riesige gerodete Flächen. Es macht uns sehr nachdenklich, denn die Rodunge des Regenwaldes ist auch in Laos ein grosses Problem.
Als nächstes besuchen wir das Dorf Hoy thu Kao. Wie so oft, treffen wir auch hier auf Frauen mit nackten Brüsten. Bei den Akha ist der Busen der Frauen nicht sexualisiert aber er gehört zum gesamt Bild der Frauen zusammen mit ihrer Tracht und dem Kopfschmuck.

Ja Mai und Hoy Thu sind zwei weitere Akha Dörfer die wir besuchen können. Sie liegen im Bezirk Muang Sing.
Die Akha sind in Abstammungsgruppen und Klane unterteilt, die immer in der Linie des Vaters verlaufen. Die wichtigste Entscheidungsebene bei ihnen ist der Haushalt. Sein Oberhaupt fällt alle anstehenden wirtschaftlichen, politischen und religiösen Entscheidungen. Er vertritt seine Angehörigen auch im Dorfrat, dessen wichtigste Aufgabe die Wahl des Dorfvorstehers sowie auch des Priesters ist. Die Position des politischen Repräsentanten als Vermittler nach außen hin, war in der Machtstruktur eines Akha-Dorfes ursprünglich wohl nicht vorgesehen und ist somit mit nur sehr geringer Autorität ausgestattet. Hingegen wird der Priester auch in jene Krisensituationen umgehend eingeschaltet, die nicht unbedingt mit dem spirituellen Bereich in Verbindung zu bringen sind. In seine Zuständigkeit fallen eigentlich alle Aktivitäten, die den Zusammenhalt innerhalb des Dorfes symbolisieren und fördern, insbesondere alle Riten, die den Jahresablauf bestimmen. Die das Individuum betreffende Zeremonien werden hingegen vornehmlich von spezialisierten Heilern und Exorzisten durchgeführt. Die Akha gelten selbst bei den anderen Bergstämmen ihrer Gegend als das urtümlichste Volk

Die Kui betrieben ursprünglich Hackbau. Beim Hackbau wird der Boden mit einem Grabstock gelockert und anschliessend werden die Samen in das entstandene Loch gegeben. Dann wird das Loch wieder verschlossen. Jetzt haben sie vielfach die landwirtschaftlichen Methoden ihrer Nachbarn übernommen.
Bei den Kui musste früher die Frau zur Entbindung alleine in den Wald gehen. So gab es eine Art natürliche Auslese. Heute, wenn überhaupt noch, gebären die Kui Frauen ihre Kinder am Dorfrand. Kinder sind sehr wichtig für die Familien sei es als Altersvorsorge oder als Arbeitskräfte.

Unsere letzte Etappe unserer heutigen Tour ist das Dorf Hoy Luang. Hier wohnen Menschen der Minderheit Hmong. Sie leben hauptsächlich in den bewaldeten Berggebieten von Laos, Vietnam und Thailand. „Eine Familie zu haben bedeutet glücklich zu sein. Keine zu haben, bedeutet verloren zu sein.“ Dieses Sprichwort der Hmong verdeutlicht die Rolle der Familie und das Familienleben in der Kultur der Hmong. Sozial- und Familienzusammenhalt sind das Wichtigste in der Kultur der Hmong und nehmen daher eine wesentlich höhere Bedeutung als in westlichen Kulturen ein. Das ist auch der Grund, warum jeder Hmong einem Volksstamm angehört. Der Stamm ist ein Zusammenschluss aus mehreren Familien, der dafür sorgen soll, dass soziale Bindungen, Sicherheit, Wohlergehen und nicht zuletzt Machtpositionen der Gruppe gefestigt werden. Die Zugehörigkeit zu einem Stamm wird mit der Geburt festgelegt. Lediglich weibliche Hmong können die Zugehörigkeit zu einem Stamm durch Einheiraten wechseln.

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:20:46 

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