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Laos 2013
Teil 2 zu den Bergvölker

Guidos Reiseberichte
 

Von Luang Prabang nach Muang Sing

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 1

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 2

Muang Sing

2 Tage auf dem Mekong

Luang Prabang Ein Ende mit Schrecken

Muang Sing oder Mueang Sing ist eine Stadt im Norden von Laos, etwa 14 Kilometer von der Grenze zu China entfernt. Der Ort liegt in einer etwa 700 Meter hohen Talebene inmitten von hohen Bergen am Fluss Nam Sing. Mueang Sing eist ein herrlicher Ort zu Verweilen und ein idealer Ausgangspunkg für Treking Touren zu den Dörfern der Begvölker.
Zuerst essen wir im Restaurant Thi Lu an feines Larp Gericht und dazu Mpura Fritters und ein kühles Lao Beer bevor es an die chinesische Grenz geht und dort in der Nähe ein Dorf der Tai Lue besuchen.
Die Tai Lue haben viel von ihrer traditionellen Lebensweise bewahrt, Die meisten sind Bauern in Flusstälern, wo sie Nassreis anbauen. Sie sind auch gute Fischer und clevere Silberschmiede. Einige Männer fabrizieren die berühmte Tai Lue Schwerte, und die Frauen weben und stricken.

 

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern

Wir überlegen lange, ob wir diese Tour buchen sollen oder nicht. Es kommt uns irgendwie arrogant vor, für eine Tagestour 300 USD auszugeben, angesichts der Tatsache, dass es hier Menschen gibt, die für ein ganzes Jahr nicht mehr zur Verfügung haben.
Aber jetzt sind wir hier in Muang Sing, wo nur sehr wenige Touristen hinfahren und haben die Möglichkeit in eine sehr abgelegene Gegend zu kommen und so viel Ursprüngliches zu sehn und zu erleben. In der Hoffnung dass wir nicht als Eindringlinge betrachtet werden entscheiden wir uns für dies Tour.
Am Morgen um sieben Uhr fahren wir in Richtung Nordwesten los. Schon bald verlassen wir die asphaltierte Strasse und es geht steil bergauf. Den ganzen Tag geht es auf und ab bis auf Höhen von 2000 m ü M

 

Als erstes machen wir mit einer Kui Familie Bekanntschaft, die weit Weg vom nächsten Dorf als Viehhüter arbeitet. Die Kui repräsentieren ein altes Volk, das vor den Tai und Khmer in dieses Gebiet eingewandert ist. Da unserer Guide die Sprachen verschiedner Minderheiten spricht kann er sich mit ihnen unterhalten und bei Bedarf unsere Fragen übersetzen. Obwohl diese Familie sehr arm ist, bietet uns die Hausherrin etwas von ihrem wenigen Essen an.
Das Geister-Tor am Eingang und Ausgang jedes Dorfes zeigte auf, dass die Akha gebunden sind durch Geisteranbetung und Ahnen-Verehrung. Die Angst, dass Geister Krankheiten schicken könnten, oder dass die Ahnen ihren Segen zurückhalten könnten, regierte das tägliche Leben der Akha.
Die Armut in diesem Dorf könnte ihren Grund darin haben, dass die meisten älteren Männer möglicherweise opiumsüchtig waren oder sogar noch sind.In vielen der abgelegenen Dörfern wird auch heute noch Opium angebaut, das insbesondere von den älteren Männern konsumiert wird und seit Jahrhunderten aus medizinischen und religiösen Gründen in Gebrauch ist
Die Akha leben traditionell in Bambushütten, die auf Holzpfählen gebaut sind. Ihre Dörfer liegen meist auf hohen Bergrücken in den Hochgebieten Sie leben als Bauern, die Wechselwirtschaft mit Trockenreis, Weizen, Bohnen, Knoblauch und anderen Gemüsesorten betreiben sowie Schweine und Wasserbüffel halten. Trocken Reis kann nur alle 5 Jahre auf demselben Feld gesät werden.

Unser Guide Sowang pflegt einen sehr sorgsamen Umgang mit den Menschen dieser Bergvölker. Zuerst sucht er das Gespräch in der betreffenden Sprache, hier in Akha. Oft wird er sogar gefragt aus welchem Akha Dorf er den stamme, man habe ihn hier noch nie gesehen, Dann stellt er uns jeweils vor und erklärt ihnen, das die Touristen interessiert sind an ihrer Kultur, Kleidung und ihrer Lebensweise und alle die er kenne, nur gutes wollen. Erst dann treten wir in Kontakt mit Ihnen. Wenn sie einverstanden dürfen wir dann sogar Fotos von Ihnen machen. Hier haben sie sogar das Kopftuch abgezogen, damit wir ihren Kopfschmuck bewundern können.
Das Dorf Chakhamleu liegt ungefähr 5 km von der Grenze zu Myanmar entfernt. Es scheint ein sehr ursprüngliches aber wohlhabendes Dorf zu sein. Das Leben spielt sich hier auf den Veranden ab und es geht sehr gemächlich und ruhig zu hier. Die Leute sind zwar neugierig doch auch sehr misstrauisch. Wenn wir in die Nähe ihres Haus kommen verstecken sich die meisten Frauen in der Wohnung. Trotzdem fühlen wir uns hier nicht als unerwünschte Eindringlinge den wir bekommen hier auch viele Lächeln geschenkt.
 

Dieser nette und freundliche Herr war uns sehr wohlgesinnt. Doch plötzlich kam eine Frau, wahrscheinlich seine Ehefrau oder eine Verwandte. Sie schrie auf ihn ein wie eine Verrückte. Er sagte die ganz Zeit kein Wort und sein lächelnder Gesichtsausdruck veränderte sich nicht im Geringsten. Die Akha sind Anhänger einer animistischen Religion, die Ahnenverehrung und Geisterverehrung umfasst. Sie verstehen sich selbst als Bindeglied zwischen der vorigen und der kommenden Generation. Die Ehrung der Toten und des allmächtigen Geistes durch Opfergaben ist somit der wichtigste Bestandteil ihrer Religion. Dieser Zwischenfall ist in diesem Zusammenhang zu sehen, denn für diese Frau stellten wir offensichtlich eine Gefahr dar.

 
Schädliche Einflüsse von 'Aussen' können als Krankheiten aus dem Tal ins Dorf einbrechen, als räuberische Dschungeltiere, als fremde Diebe oder durch sonstige Verhaltensweisen von Fremden. Solche Denkweisen sind auch heute noch weit verbreitet bei den Akha.
Unser Guide kommt mit einer Bewohnerin ins Gespräch, und fragt sie ob die Touristen von ihr ein Foto machen dürfen. Sie erklärt ihm, dass sie gehört habe, dass eine Akha Frau die von einem Touristen fotografiert wurde anschliessend schwer krank wurde. Sowang erklärt ihr, das solche Geschichten vom Hören sagen nicht richtig sind, er kenne viele Touristen, und alle seien gute Menschen. Sie liess sich dann mit ihrem Kind fotografieren und sie bekam sogar Freude daran.
 

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:20:35 

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