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Laos 2013
Teil 1 nach Muang Sing

Guidos Reiseberichte
 

Von Luang Prabang nach Muang Sing

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 1

4 x 4 Tour zu den Bergvölkern 2

Muang Sing

2 Tage auf dem Mekong

Luang Prabang Ein Ende mit Schrecken

Laos Land der Kinder und der Minderheiten

Die Lao sind friedfertig, lebenslustig, gastfreundlich und patriotisch. Doch auch ein gewisses Mass an Bequemlichkeit ist den Lao nicht abzusprechen. Das Lebensgefühlt vieler anderer Völker unterscheidet sich aber sehr. Die Hmong gelten als arbeitsam und ausdauernd. Den Yao wird ein ein reger Geschäftssinn nachgesagt und die Akha haben einef tiefe Glaubensvorstellung.

Luang Prabang

Tief in den Bergen von Laos, am Ufer des Mekong, im Grün des Dschungels versunken, liegt Luang Prabang. Luang Prabang war die Hauptstadt von Lane Xang, dem mächtigen Reich der 'ein Millionen Elefanten', und über Jahrhunderte Sitz der Könige von Laos.
Bis heute ist Luang Prabang Zentrum des laotischen Buddhismus. Noch immer bestimmt die Religion den Rhythmus der Stadt, sind die Pagoden das Herz der Nachbarschaften und machen sich jeden Morgen, noch vor Sonnenaufgang, die Mönche und Novizen auf den Weg, um von den Gläubigen das Essen für den Tag zu erbitten.
Seit sich Laos öffnet und Luang Prabang zum Weltkulturerbe erklärt wurde, wird mit ausländischer Hilfe restauriert. Immer mehr Touristen besuchen die Stadt. Doch noch lebt Luang Prabang, wie es immer gelebt hat - im sanften Rhythmus der Religion, ruhig, fast gemächlich fließt die Zeit, in der alten Königsstadt am Mekong.

nach Oudom Xay

Nachdem wir Luang Prabang verlassen biginnt unser Abenteuer Nord-Laos. Links und rechts befinden meist von Hmong bewohnte Dörfer. Beim Verkehrsknoten Punkt Pak Mong zweigt die Nationalstrasse 1 Richtung Vietnam und rechts geht es durch wilde Bergwelt Richtung Oudom Xay. Hier machen wir Mittagshalt.

 

Laos ist überwiegend gebirgig, nur etwa 10 % der Landesfläche bestehen aus Tiefland oder Beckenlandschaften. Im Norden finden sich dicht bewaldete Gebirgsketten mit Höhen bis zu 2 000 m, die durch tiefe Taleinschnitte und Schluchten sehr unwegsam sind. Laos gehört zu den ärmsten Ländern in Asien. Der jahrzehntelange Bürgerkrieg und das kommunistische Herrschaftssystem verhinderten eine Entwicklung der Wirtschaft. Der Lebensstandard in Laos ist niedrig, es gibt kein staatliches Sozialversicherungssystem und keine umfassende medizinische Versorgung; die mittlere Lebenserwartung beträgt daher nur 55 Jahre, das Bevölkerungswachstum beträgt 1,7 %. Im Durchschnitt bekommt jede Frau fünf Kinder.

 

Aufgrund der topographischen Gegebenheiten Oudomxays ist der Ausbau der Infrastruktur sehr aufwändig und wird daher nur langsam vorangetrieben. Viele Dörfer haben keinerlei Anschluss an eine Straße, was einen Zugang zu wichtigen Einrichtungen sozialer Infrastruktur wie Schulen oder Krankenhäusern verhindert. Die Bevölkerung dieser Dörfer ist ausserdem von einer Eingliederung in die regionalen Märkte, wo sie ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse verkaufen könnten, so gut wie abgeschnitten. In Oudomxay werden seit einigen Jahren Bemühungen unternommen, den aufkeimenden Tourismus zu fördern und als Möglichkeit zur Armutsminimierung der Bevölkerung zu nutzen.

Luang Nam Tha ist die größte Stadt in der nördlichsten Provinz von Laos. Die Stadt wird aus zwei Gründen immer populärer: Zum einen dient sie als beliebter Zwischenstopp für Backpacker auf dem Weg von China nach Laos (und umgekehrt), zum anderen ist Luang Nam Tha und das umliegende Gebiet in Laos bekannt für seinen Ökotourismus und den damit verbundenen Trekking-Touren in den Bergen.
Nach Auf- und Ab durch eine faszinierende Bergwelt gelangen wir wir in ein weites Hochtal und besuchen als erstes ein Dorf der Thai Dam. Der Name Thai Dam bedeutet schwarze Thai und leitet sich von der traditionellen schwarzen Kleidung ab. Die Thai Dam, welche zu den Lao Thai zählen, bilden 7,8 % der Bevölkerung von Laos

 
 

Nach dem Essen mieten wir uns ein Motorrad und besuchen das Dorf Ban Nam Di wo sich ein kleinerer Wasserfall befindet. Dort leben Lanten oder Lao Huay (Laoten der Flüsse) in Laos In der Region Luang Namtha, leben noch annähernd 4000 Lanten. Ein naturverbundenes Bergvolk, dass sich vorwiegend an Flüssen ansiedelt. Daher werden sie auch Lao Huay (Laoten der Flüsse) genannt. Die Menschen leben vom Fischfang, Gemüseanbau, sammeln in den Wäldern Bambussprossen und Kräuter, züchten Hängebauschweine, beherrschen die Papierherstellung und produzieren ihre Kleidung selbst. Auffallend sind die violetten Krawatten der Frauen und die weißen, eng anliegenden Gamaschen. Im Zeichen der Heiratsfähigkeit zupfen die heranwachsenden Mädchen ihre Augenbrauen ...
 

 

Spektakulär ist auch die knapp 60 km lange Fahrt entlang des Flusses Nam Leuang von Luang Nam Tha durch die wild bewachsene und zerfurchte Gebiergswelt. Unterwegs besuchen wir zuerst ein weiteres Dorf der Lanten oder Lao Huay.

Die Khmu sind nicht nur das zweit grösste Volk der Mon-Khmer Gruppe, sondern mit einer guten halben Million Menschen nach den Lao das zweit grösste Volk. In der Khmu Tradition werden Körbe, Tische, Tierfallen etc. aus Bambus geflochten. Auch die täglich genutzten Reisbehälter (Dip Khao) und die Kochkörbe für den Reis (Houad) werden von ihnen gefertigt und auf den Märkten angeboten.

Die Akha leben als Bauern, die Wechselwirtschaft mit Trockenreis, Weizen, Bohnen, Knoblauch und anderen Gemüsesorten betreiben sowie Schweine und Wasserbüffel halten. Die Akha treiben für gewöhnlich regen Handel mit den umliegenden Dörfern und Städten. Sie verkaufen ihre landwirtschaftlichen Produkte auf den örtlichen Märkten und decken sich dort mit Konsumgütern oder Kleidung ein.
Dieses Dorf scheint erst neu gebaut worden zu sein, ich nehme an, die Bewohner sind aus einen höherern Gebiet hier her umgezogen. Heute jedenfalls findet ein Einweihungsfeier für den Dorfbrunnen statt, der mit Unterstützung aus der EU gebaut wurde.
 

 

Von Luang Prabang nach Muang Sing

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:20:22 

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