G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e

 

Indien
Einleitung

 Südindien 2003  Indien 2005
Sikkim + Darjeelin
Indien 2007
Von Kerala nach Kalkutta
 Zentralindien 2004

Mensch und Umwelt

Indien 2008
Rajasthan

Indien 2009
Chhattisgarh + Orissa

Indien 2010
Gu
jarat, Varanasi 
Kalkutta mit Umgebung

Südindien 2011

I n d i e n  2 0 0 7
Von  Kerala nach Kalkutta

Guidos Reiseberichte
 

Von Zürich flog ich über Dubai nach Trivandrum .In Kerala besuchte ich Pater Thomas, den ich in der Schweiz kennen gelernt hatte. Von Trivandrum nach Kalkutta benutzte ich die Eisenbahn. Unterwegs besuchte ich eine Familie in den Nilgiri Hills und so hatte ich die Gelegenheit die Nilgiri Blue Mountain Railway Dampfbahn zu benutzen. Nachher gingen es Nonstop in 38 Stunden von Comiatore nach Kalkutta. Auf dieser Indien Reise hatte ich Gelegenheit vieles über die indische Gesellschaft zu erfahren, denn ich nahm mir viel Zeit um genauer hinzusehen.
 

Kurze Stadtbesichtigung in Dubai

In Dubai hatte ich 7 Stunden Zeit bis zu meinem weiter Flug. Dies Zeit reichte problemlos zu einer kleinen Stadtbesichtigung aus. Für die Einreise nach Dubai benötigen Bürger vieler Länder nur einen Reisepass, und die Einreise ist problem- und kostenlos. Da ab dem Flughafen ein rechter Zuschlag, auf den sonst sehr günstigen Taxitarif aufgerechnet wird, bin ich mit dem Bus in die Altstadt gefahren und nachher mit dem Taxi wieder zurück zum Flughafen.

Pater Thomas

Pater Thomas ist Mitglied des Bethany Ashrams in Trivandrum und ich kenne ihn aus der Schweiz. Er kommt seit Jahren im Sommer in die Schweiz um Geld für seinen Orden und deren vielen karikativen Werke zu sammeln.

Im Ashram

Ich bin 3 Nächte Gast im Ashram von Pater Thomas und er zeigt mir diverse Projekte die die Klostergemeinschaft aufgebaut hat und auch leitet. Der Orden hilft auf vielfältige Weise vielen Menschen aller Religionen in Kerala und auch im benachbarten Tamil Nadu. Pater Thomas ist dort persönlich für den Bau eines Waisenhauses, wo sich in unmittelbarer Nähe auch eine Schule für 600 Schüler und Schülerinnen befindet. Was ich dort gesehen habe ist einfach grossartig.

Von Trivandrum nach Mettupalayam

Für meinen Zug Nr. 1082 von Trivandrum TVC ab 08.10 nach Coimbatore CBE an 17.35 erhielt ich schon einen Monat im voraus nur noch ein Ticket mit dem Status, Warteliste. Man hat mir aber erklärt dies sein kein Problem. Ich erhielt dann beim Info Schalter vor der Abfahrt meine Wagen- und Sitzplatz-Nr. mitgeteilt. Von Coimbatore nach Mettupalayam verkehren nur 2 Züge täglich. ( Natürlich gibt es aber viele Busverbindungen ) Am Abend gibt es einen Regionalzug um 17.55 Uhr. Diesen Zug habe ich noch knapp erreicht, hatte aber keine Zeit mehr eine Fahrkarte zu lösen. . Es befanden sehr viele Jugendliche im diesem Zug die sehr interessiert waren mit mir ins Gespräch zu kommen.

Die Nilgiri Blue Mountain Railway

Die Nilgiri Blue Mountain Railway klettert von Mettupalayam im Flachland über Hilgrove ( 17 km ) und Coonoor 27 km nach Oooty. Die 46 km lange Strecke geht durch 16 Tunnels und über 19 Brücken. Es handelt sich um eine langsame, 4.5 Stunden lange Fahrt. Das Schweizer Zahnradsystem ermöglicht es die extreme Steigungen zu Bewältigen. Diese Strecke ist eine der letzten Dampflockstrecken Südasien

Der Dampfzug besteht aus 4 Wagons, zwei 1. Klasse Wagen mit reservierten Plätzen und zwei 2. Klasse Wagen. Die 1. Klasse ist jeweils schon sehr lange Zeit im Voraus ausgebucht. Die 2 Klasse ist meistens schon eine Stunde vor der Abfahrt um 07.15 Uhr, hoffnungslos überfüllt.
Mein Tipp:
Wenn man keinen reservierten Platz hat, sollte man in Mettupalayam übernachten und sich am Vorabend ein Ticket ( Warteticket, hat gereicht ) kaufen. Am Morgen sollte man dann vor dem eintreffen des Expresszugs aus Cennai um 06.00 Uhr, seinen Platz einnehmen. Sonst heisst es zuerst Kampf um ein Ticket und nachher Kampf um einen Stehplatz. Unterwegs gibt es zwei drei kleiner Stopps bei denen man aussteigen kann und einen längern Stopp bei dem die Gelegenheit besteht auf die Toilette zu gehen und sich auch etwas zu Verpflegen.

N i l g i r i - T e e

Von den blauen Bergen kommt er, der Nilgiri-Tee. Das höchstgelegene Teeanbaugebiet der Erde liegt im Süden von Indien, in den Blue Mountains. Rund 2000 Meter über dem Meeresspiegel in den Provinzen Karnataka, Kerala und Tamil Nadu reift Tee der besonderen Art. Die bekanntesten Hochlandplantagen des Nilgiri liegen im Gebiet Coonoor. Die Teegärten sind zwar vergleichsweise klein, aber trotzdem wird auf den rund 80 000 Hektar rund ein Viertel der gesamten indischen Tee-Ernte eingebracht. Seit 1840 gilt Nilgiri deshalb als ein wichtiges Tee-Anbaugebiet Südindiens.
Durch das feucht-warme Tropen-Klima kann hier ganzjährig geerntet werden, allerdings werden die hochwertigen Tees zu 2 Haupterntezeiten gepflückt: in der Zeit von Januar bis April (vor der Regenzeit) bzw. Dezember -März (andere Quelle) und von Juli bis August.

Wandern in den Teegärten um Coonoor

In Coonoor wandere ich vor allem durch die Teegärten und durch kleine Dörfer und geniesse so die gut 2 Tage hier. Mein Bekannter Ahamed, der Motor Ritschka Fahrer, denn ich von unserer ersten Reise her kenne, und mit dessen Familie wir seit her in Kontakt geblieben sind, begleitet mich auf meinen Wanderungen, und so habe ich einen Dolmetscher dabei, da in den Teegärten kaum englisch gesprochen wird. Unterwegs sehen wir auch zwei wilde Büffel und wir werden zu Tee eingeladen. Weiter sehen wir wie Backsteine hergestellt werden und wie einfach die Häuser hier gebaut werden. So treffen wir auch viele Einheimische Bewohner in den kleinen Dörfern in Mitten dieser Teegärten.

Mit der Motor Ritschka von Coonoor runter nach Mettupalayam

Auf halben Weg gibt es einen Rastplatz mit verschieden Ständen.  Die Zubereitung eines Chais ist eine Kunst!

Unterwegs von Coimbatore nach Kalkutta

Mein Zug fährt um Montagmorgen 01.00 ab und er erricht Kalkutta am Dienstagnachmittag um 15.00 Ich reise 2. Klasse Sleeper, das heisst ohne AC aber mit Fan. In dieser Klasse gibt es keinen Bettwäsche oder Kissen, aber ich habe einen Leinen-Bettanzugsack dabei. Der Boden ist sehr schmutzig.Die Toiletten sind während den ganzen 38 Std. einigermassen sauber und brauchbar.Der grosse Vorteil gegenüber den Waggongs mit AC ist, dass man die Fenster öffnen kann, und so kann man die Umgebung viel besser beobachten.
Ich liebe das Eisenbahn fahren in Indien. Ausser wenn es draussen dunkel ist, schlafe ich nie und ich lese auch nicht. Mir ist es nie langweilig, es gibt immer etwas zu beobachten.Verpflegung gibt es jede Menge, in- oder ausserhalb des Zugs, und immer ist was gutes dabei.

Viele Bettler kommen und gehen.

Viele Bettler kommen und gehen. Traurig machen mich immer wieder die Kinder. Ich begegne Ihnen immer mit Achtung und Liebe, denn sie sind auf jeden fall immer Opfer ihrer Lebensumstände. Sie alle sind sehr dankbar für jede Minute Aufmerksamkeit die man ihnen schenkt und wenn man sie als ' menschliche Wesen ' behandelt

Bahnhof Howrah

Ich werde im Bahnhof Howrah abgeholt von Alok, Tara und Indurschi. Beim Ausgang werden unsere Tickets kontrolliert. Alok und Tara haben ein Plattform Ticket, für Indurschi haben Sie keines gekauft, da Ihnen die Person am Schalter gesagt, dass er keines braucht. So konnte ich mit eigenen Augen beobachten wie versucht wurde, armen Leuten auch noch die letzten Rupies abzuzocken. 200 Rupies verlangte die resolute Dame, die mich versuchte wegzujagen, von Alok und Tara, das ist der Verdienst von Alok für drei lange Arbeitstage. Als ich ebenfalls energisch wurde, gab die ' nette Dame ' auf

Zu Gast in Kalkutta

Tara besorgte mir ein Hotel ganz in der Nähe Ihrer neuen Wohnung. Sie kochte für mich und brachte mir das Essen in mein Zimmer. Nach dem Essen übergab Tara mir voller Stolz Geschenke für meine Familie und mich. Anschliessend werde ich in ihre neue Mietwohnung eingeladen. Die Wohnung hat einen Grundriss von ca. 2 x 3 m. Durch eine kleine Öffnung in der Decke kann man über eine Leiter in den 2. Stock. Der Zugang zu den Wohnungen ist sehr eng. 10 Familien haben ein gemeinsames WC mit einer Waschecke. Die Wäsche wir draussen gewaschen.im Moment wohnt noch die jüngere Schwester von Alok bei Ihnen. Für Sie wird jetzt ein Mann gesucht.

In Kalkuta leben geschätzte 1 Millionen Obdachlose

Während diesen 2 Tagen in Kalkutta bin ich wieder den grössten Teil zu Fuss unterwegs gewesen. Kalkutta ist sich nicht mehr das Armenhaus Indiens, verhungern muss niemand in Kalkutta. Doch dieses mal sehe die Tatsache, dass es in Kalkutta geschätzte 1 Millionen Obdachlose gibt, davon ein grosser Teil Kinder, mit anderen Augen. Jetzt weis ich, dass es viele Familien gibt die über ganze Generationen Obdachlos sind und nie die Möglichkeit bekamen die Schule zu besuchen und sicht trotz Pocken, Malaria und vielen anderen Krankheiten kaum Medikamente leisten können.
 

Indien
Einleitung

 Südindien 2003  Indien 2005
Sikkim + Darjeelin
Indien 2007
Von Kerala nach Kalkutta
 Zentralindien 2004

Mensch und Umwelt

Indien 2008
Rajasthan

Indien 2009
Chhattisgarh + Orissa

Indien 2010
Gu
jarat, Varanasi 
Kalkutta mit Umgebung

Südindien 2011

Guidos Reiseberichte

 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:12:36 

Webmaster Guido Moscatelli - Wetzikon Schweiz - gmzhch@gmail.com