G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e

 


I n d i e n  2 0 1 1
S ü d i  n d i e n

Chennai - Mysore - Mamallapruam
R e i s e b e r i c h t  T e i l   1

Guidos Reiseberichte
 

Indien
Einleitung

 Südindien 2003  Indien 2005
Sikkim + Darjeelin
Indien 2007
Von Kerala nach Kalkutta
 Zentralindien 2004

Mensch und Umwelt

Indien 2008
Rajasthan

Indien 2009
Chhattisgarh + Orissa

Indien 2010
Gu
jarat, Varanasi 
Kalkutta mit Umgebung

Südindien 2011

T e i l   1
Chennai + Umgebung
T e i l   2
Mysore und Umgebung
T e i l   3
Mamallapuram
T e i l   4
Infos und Tipps

Wärme tut gut - dem Körper und der Seele! Nach diesem Motto gestalteten wir unser 2-wöchiges Programm im Süden Indiens. Chennai, Mysore und Mamallapuram und deren Umgebungen waren unser Reiseziele im Februar 2011. Wärme vom Klima für den Körper sowie Wärme für die Seele von den vielen Begegnungen mit der indischen Bevölkerung und am Abend ein kühles Bier zu einem feinen indischen Abendessen, was will man mehr?

Chennai, britischer Name Madras, ist mit fast 7 Millionen Einwohnern die 4. grösste Stadt Indiens. Die Verkehrs Situation am Flughafen ist absolut chaotisch und ein richtiges Prepaid Taxi System gibt auch es nicht. Am besten man lässt sich abholen. Die verkehrsreiche und laute Metropole ist der Verkehrsknotenpunkt des Südens. Die Stadt selbst hat nur wenige Attraktionen zu bieten. Seit den 90er- Jahren boomt die Wirtschaft dafür steht die Infrastruktur kurz vor dem Zusammenbruch.

Unser Hotel www.hotelchandrapark.com liegt gegenüber der Railway Station Egmore. Wir können dieses einfachere Buissnes Hotel empfehlen wegen seiner guten Lage und wegen dem guten Preisleistungs-Verhältnis. Am ersten Tag unseres Chennai Aufenthalts unternahmen wir einen ausgiebigen Spaziergang durch Chennai, runter zur Beach. Alles was eine indische Grossstadt „ auszeichnet „ bekommen wir so hautnah zu Sehen, zu Spüren zu Riechen und zu Hören. Schon bald schlendern wir durch eine enge Wohngasse und spüren sofort die Wärme die von diesen einfachen Menschen ausgeht. Hier sieht man das Leben dieser Stadtbewohner hautnah, denn die Wohnungstüren stehen alle offen und das Alltags Leben spielt sich draussen in der Gasse ab. Kinder sind immer wieder das Bindungsglied zwischen uns und den Einheimischen, denn auch hier sind die kleinen Kinder der grosse Stolz ihrer Mütter. Weiter am River Cooum fallen uns auf der gegenüberliegenden Seite spielende Kinder auf Müllhalden vor Ihren Strohhütten ins Auge. Ein Problem, dass sehr schwer zu lösen ist, stellt das Bevölkerungswachstum dar. Es müsste eingeschränkt werden, weil es mit der Zeit zur Übernutzung der Ressourcen kommt. Jedoch lässt es sich nicht so einfach einschränken und die Indische Regierung will nicht solche Gesetze wie in China (z.B. nur ein Kind pro Familie) verabschieden

Zwischen den Flüssen Cooum und Adyar liegt Triplicane, das alte stimmungsvolle Moslemviertel Triplicane. Hier herrscht ein Gewirr aus Menschen, Frauen in bunten Saris, Männer in Lunghis ( Wickelröcken ), lebendige Kinder, Kühe, Gerüche, chaotischer Verkehr, Handkarren, Rischkas, Autos, Busse, Lastwagen. Ja wir als Fussgänger gehören zu der untersten Klasse. Gehwege gibt es, aber die sind von Ausstellungswaren, Obdachlosen, Motorrädern und offenen Kanalschächten besetzt. Man muss sich auf der Strasse seinen Weg suchen. Und wenn man die Strasse überqueren muss braucht es gut Nerven und viel Geschick.

Hier in Chennai verlief das stundenlange Anstehen um ein Ticket für das WM Ckriket Spiel Indien gegen Bangladesh noch friedlich. Ein paar Tage später ist es in Bangalore zu chaotischen Szenen zwischen wütenden Cricket-Fans und Polizeikräften gekommen. Viele der Fans haben sich bereits in der Nacht angestellt, um noch Tickets zu bekommen. Dabei bildeten die über 20.000 Menschen eine derart lange Schlange, dass sie umliegende Straßen völlig blockierten. Da viele Tickets an Sponsoren und Geschäftspartner vergeben worden sind, waren von den insgesamt 40.000 Tickets nur 8.000 zum freien Verkauf freigegeben. Diese waren schon nach zweieinhalb Stunden ausverkauft

In die neuen Bezirke strömen die Zuwanderer vom Land und bringen ihre Sprachen und Eigenheiten mit, halten fest an ihren Gewohnheiten und Kochkünsten. Den Stadtteil Sowkarpet bevorzugen Leute aus Rajasthan, Menschen aus Westbengalen finden in Besant Nagar zusammen, Mitglieder der Nadar-Kaste lassen sich um die Bahnhöfe nieder. Neuankömmlinge erleben eine Art "mechanische Solidarität".

Marina Beach, der Stadtstrand von Chennai, eignet sich weder zum Schwimmen noch zum Sonnenbaden. Der Spaziergang hier ähnelt mehr einem Besuch auf dem Jahrmarkt. Man kauft Haarschmuck aus Jasmin und stärkt sich mit shundhal (gekochten Linsen und Erdnüssen mit Salat) und Ingwerkaffee, während die Kinder Karussell fahren. Wir liefen bis zu Leuchtturm weiter von wo aus wir uns per Ritschka zu einem Restaurant fahren lissen und anschliessend durch die Einkaufsmeile, die Anna Salai, zu unserem Hotel in Egmore zurück. Hier um die Station Egmore scheint irgendwie das Zentrum des Alkohols Chennais zu sein. Es gibt einen grossen Biergarten, aber dort gibt es nur mit Eis gekühltem Bier, was für Touristen „ Scheisse „ enden kann. Überall gibt es aber harte Waren zu kaufen, davor stehen die Männer Schlange. Wir genehmigen uns unser Bier an der Hotel Bar, die auch von vielen Gästen von ausserhalb besucht wird.

Tagesausflug zum Pulikat Lake

Das Dorf Pulicat liegt auf einer schmalen Insel zwischen dem Pulicatlake und dem Golf von Bengalen. Es wurde im Jahre 2004 vom Tsunami völlig zerstört, Wir besuchten den See und das Dorf mit einem Taxi, für umgerechnet 20 Euro, von Channai aus ( 60 Km ) Ich habe diesen See und den Ort Pulicat auf der Landkarte gefunden, denn im Reiseführer war nichts darüber zu finden. Als ich dem Hotel Travel Agent sagte, wir möchten dort hin, lachte er mich aus und sagte mir, dort sei nichts und es gäbe auch keine Bootsvermietung. Wo es " nichts " gibt ist es aber meistens am interessantesten.

 

Die Lagune bietet Lebensraum für 160 Fischarten, die 26 Familien angehören, über 100 verschiedenen Land- und Wasservögeln sowie einer Vielzahl von kleineren Säugetieren und Reptilien. Bis zu 15.000 Flamingos besuchen den Pulicat See jährlich auf ihrem Vogelzug.
Verschmutzungen durch Pestizideintrag, unzureichend geklärte Abwässer, landwirtschaftliche Chemikalien und industrielle Einflüsse sind die gravierendsten Gefährdungen für die Wasserqualität der Lagune. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf den Fischfang und somit indirekt auf den Lebensstandard der etwa 50.000 Fischer am See.

 

Ein Fischer bietet uns an, mit ihm eine 2.5 stündige Bootstour ,für 9 Euro, zu unternehmen. Wir nehmen dieses Angebot dankend an und sind froh, dass sich unserer Fahrer anbietet, mitzukommen, das unser Bootsfüher kein Wort Englisch spricht

 

Der Pulicat See ist ein flacher See mit einer durchschnittlichen Tiefe von einem Meter, er ist über eine ca. 200 Meter breite Mündung mit dem Meer verbunden. Der See wird von drei Hauptflüssen und mehreren kleinern Flüssen gespeist. Pulicat war einst eine historische Stadt und ein bedeutender Hafen für den Handel mit Europa und dem Fernen Osten.

 

Holländischer Friedhof
Die Niederlande können auf eine lange Handelstradition als eine ehemals mächtige Kolonialmacht, aufgrund ihrer herausragenden Seemacht, zurückblicken. Als erste Siedlung des V.O.C. auf indischem Boden wurde eine Fabrik in Pulicat an der Coromandelküste 1610 errichtet. Diese Fabrik übernahm später eine überaus wichtige Funktion, da sie hohe Profite abwarf

 

Der Höhepunkt - Kinder, Wärme für die Seele
Spaziergang durch Pulicat. Kinder sind Augen, die sehen, wofür wir längst schon blind sind. Kinder sind Ohren, die hören, wofür wir längst schon taub sind. Kinder sind Seelen, die spüren, wofür wir längst schon stumpf sind. Kinder sind Spiegel, sie zeigen, was wir gerne verbergen.

 

Tagesausflug nach Kanchipuran

Der folgende Tag war einem Ausflug nach Kanchipuram gewidmet, einer Pilgerstadt etwa 75 km entfernt. Dort gibt es zahlreiche gut besuchte Tempel zu bewundern, die mit ihren hohen und verzierten Tortürmen, den Gopurams, die Stadt überragen. Diese Stadt ist mit vielen Namen, auch unter der Bezeichnung Siva Vishnu Kanchi, bekannt. Sie ist eine der sieben heiligen Städte Indiens. Das ganze Jahr über strömen Pilger zu einem kurzen puja ( Ritual der Götterverehrung ) und falls sie es sich leisten können, einer Einkaufstour durch die Sari-Läden nach Kanchi.

 

In den Tempeln dienen Priester verschiedenen Ranges. In den großen Heiligtümern überlässt man die technischen Handlungen den Assistenten des Hauptpriesters – oft Personen geringen Ansehens. Bade- und Feuerzeremonien werden von Veda-kundigen Priestern ausgeführt.

 

Im Gegensatz zu den anderen Weltreligionen gibt es im Hinduismus keinen gemeinsamen Gottesdienst. Der religiöse Alltag eines Hindus wird vielmehr von persönlichen Gebeten, Meditationen, Anbetung von Götterbildern und vereinzelten Opferungen von Naturprodukten. Hinzu kommt dass jeder Hindu während seines Lebens mehrmals an den Ganges oder an Wallfahrtsorte mit großen bekannten Tempeln pilgert. Außerdem gibt es im Hinduismus ausgeprägte religiöse Feste und eine andere Bestattungszeremonie als in unserer Kultur. Als Hindu wird man geboren, man kann die Zugehörigkeit nicht erwerben.

 

 Mehr Tipps und Infos über Chennai und Umgebung gibt es im Teil 4

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:12:59 

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