G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e

Indien
Einleitung

 Südindien 2003  Indien 2005
Sikkim + Darjeelin
Indien 2007
Von Kerala nach Kalkutta
 Zentralindien 2004

Mensch und Umwelt

Indien 2008
Rajasthan

Indien 2009
Chhattisgarh + Orissa

Indien 2010
Gu
jarat, Varanasi 
Kalkutta mit Umgebung

Südindien 2011

 

I n d i e n  2003
S u e d i n d i e n
Guidos Reiseberichte
 
 
Um unsere ersten Begegnungen mit Indien etwas einfacher zu machen, wählten wir uns ganz bewusst zu erst den Süden Indiens aus. Unsere Reise von Tamil Nadu nach Kerala brachte uns viele Highlights. Doch wie auch immer man Indien erlebt, ob man sich in das Land verliebt oder es in Zukunft meidet, ob man zwischen Liebe und Hass schwankt, eines ist sicher: Nach einer Indienreise sieht man die Welt mit anderen Augen
 

Flug nach Cennai
In Mumbai wurden die ungefähr 10 Passagiere die nach Cennai weiterfolgen als Gruppe zum Flugfeld geführt, wo jeder persönlich sein Gepäck bezeichnen musste, bevor es in das Flugzeug nach Chennai verladen wurde. Die Sicherheitsleute auf dem Flughafen in Mumbai tragen alte Karabiner und auch sonst scheint noch alles sehr veraltet. Doch es klappt alles bestens und stressfrei.Morgens um 04.00 Ankunft in Chennai, Transfer zum Strandhotel an der Coromandle Küste in Mahabalipuram und Besichtigung der Strandtempel.Die Einreiseformalitäten hatten bestens geklappt. Zuerst gingen wir noch Geld wechseln. Ich hatte zu Hause einen Zettel vorbereitet, wieviel ich von welchen Noten wechseln wollte. Dies hatte sich bewährt, denn ich wechselte Bündelweise kleine Noten, damit hatte ich das Problem des Wechselgelds, Trinkgelds und das Kleingeld für die Bettler usw. bereits gelöst.

Mahabalipuram
Im Bundesstaat Tamil Nadu , an der Süd-Ostküste von Indien, etwa 65 km südlich von Chennai (Madras) liegt Mamallapuram. Der Ort ist vermutlich bekannter unter dem Namen Mahabalipuram. Er ist heute ein beliebter Badeort mit Palmenstrand und vielen Sehenswürdigkeiten. Seit 1984 gehört der Tempelbezirk Mahabalipuram zum Weltkulturerbe der UNESCO

Zu Gast bei der Familie eines Fischers
Am späteren Nachmittag machte ich einen Spaziergang am Strand in Richtung eines kleinen Fischerdorfs. Erstmals bemerkte ich dass die Leute ihre Verrichtungen am Strand erledigen, und diese auch nicht vergraben. Die Flut wird den Strand dann schon wieder säubern. Bei der Fahrt mit der Eisenbahn, wird einem dann erst so richtig klar, dass die meisten Menschen auf dem Lande, ihre Verrichtungen im Freien erledigen müssen. Ich wurde dann von einem Mann angesprochen, und schon bald lud er mich zu sich nach Hause ein. Gerne nahm ich die Einladung an und ich wurde sehr gastfreundlich von seiner Frau und den vier Töchtern, sowie anderen Verwandten empfangen. Sie organisierten schnell noch einen Stuhl für mich, damit ich nicht auf dem Boden sitzen musste, wie sie es taten. Sie wohnten sauber und nett in einem kleinen Haus, die Küche liegt ausserhalb und auch das Familienleben scheint sich vor allem im Vorhof abzuspielen. Das Haus verfügte über keine Elektrizität. Mir wurde Tee und Gepäck offeriert und die vier Mädchen wollten alles Mögliche von mir wissen. Der Vater konnte ein wenig Englisch und so übersetzte er es den Kindern, und sonst verständigten wir uns mit den Händen und vor allem mit einem Lächeln. Die Zeit verging wie im Flug, und als ich zum Hotel zurück ging war es bereits ganz dunkel. Der Vater begleitete mich dann mit der Taschenlampe bis zum Hotel.

Unsere erst Fahrt durch das ländliche Indien

Fahrt durch ländliches Gebiet zu den Tempelanlagen von Kanchipuram und nach Cennai. Diesen Tag vergesse ich nie mehr. Unsere erst Fahrt durch das ländliche Indien, so viele neue und unbeschreibliche Eindrücke stürzen auf uns herein. Dann die Fahrt in das Zentrum Chennais , der sechs Millionen Einwohner zählend Stadt, durch diesen grauenhaften, unvorstellbaren Verkehr. Heute wurde mir schlagartig klar: Wer noch nie in Indien war, kann sich das alles gar nicht vorstellen, ich jedenfalls konnte es vorher nicht. Wir waren ganz einfach nur hin und her gerissen zwischen Begeisterung und Entsetzen

Eisenbahnfahrt nach Bangalore und weiter nach Mysore
Frühmorgens des nächsten Tags, folgte die Eisenbahnfahrt nach Bangalore. Dort wurden wir abgeholt von unserem Chauffeur, der uns bis nach Cochin begleiten wird. Wir fuhren dann noch weiter bis nach Mysore, der Stadt der Düfte und des Sandelholzes. Wir besuchten ausserhalb Mysore den berühmten Keshava Tempel. Der Weg dorthin führt durch fantastische Landschaften. Später zurück in Mysore besuchten wir noch den gigantischen Maharajapalast und den farbenfrohen Basar

Nagarhole National Park
Weiter ging es zum Nagarhole National Park, einem der schönsten Parks Indiens, mit einer reichen Tierwelt. Der Park liegt nur 75 km von Mysore entfernt und er gilt als der sehenswerteste Südindiens. Die Landschaft besteht aus sanften Hügeln und flachen Talsohlen und zeichnet sich durch grosse Waldgebiete aus. Wir übernachteten in einem Bungalow am Rande des Parks, am Rande eines kleinen Sees. Dort unternahmen wir je zwei Nachmittags- und Abendsafaris mit dem Jeep oder mit dem Boot. Wir waren begeistert von der reichen Tierwelt und der wunderschönen Natur. Doch wir hatten auch Zeit und Gelegenheit für Begegnungen mit der hiesigen Landbevölkerung.

Wohnen in Baumhäusern in mitten des Regenwalds
Nun fuhren wir in den Norden Keralas, in die West Gath Berge, nach Vythiri. Dort wurden wir schon von 2 Leuten mit Ihrem Jeep erwartet und in 30 Minuten zu den zwei Baumhäusern in mitten des Regenwalds gebracht. Es gibt dort zwei Doppel Baumhäuser und ein Ressort. Das Baumhaus bei Ressort ist mit einem Lift zu erreichen, das andere etwa 10 Minuten entfernte, per Hängebrücke. Wir unternahmen Trekkings in die hügeligen Landschaften mit Tee-, Gummi- und Gewürzplantagen sowie dichtem Dschungel. Wir schützten uns mit spezial Strumpf und mit Salzsäckchen, die wir beim Personal des Ressorts beziehen konnten, erfolgreich gegen die Blutegel. Wir waren tagsüber meistens alleine, da die anderen Gäste nur eine Nacht blieben. Wir konnten im Baumhaus mit dem Lift, im oberen Stock wohnen und hatten so sogar ein zweistöckiges Appartement. Wir erlebten diese drei Tage als " Natur pur " und genossen dieses einmalige Erlebnis sehr. Das Personal war noch freundlicher als es in Indien sonst schon üblich, und das Essen, das auf Bananenblättern serviert wurde, war wirklich ausgezeichnet. Es war unbeschreiblich schön in den Wipfeln dieser Urwaldriesen zu Übernachten, umrahmt von Urwaldgeräuschen. Am Morgen von dem Gebrüll der Affen aufgeweckt zu werden, ist sicher etwas ganz exklusives. Die Fahrt in diesem Käfig Fahrstuhl funktioniert mit Wasser-Gegengewicht. Man brauchte aber immer auch noch jemand vom Personal zur Unterstützung mit einem Seil. Im Baumhaus gibt es eine Klingel und so konnten wir dem Personal klingeln, wenn wir runter wollten. Das ganze war schon ziemlich abenteuerlich, vor allem das Ein- und Aussteigen in luftiger Höhe, denn der Käfig schwenkte natürlich hin und her. Auch das Wohnen so Hoch oben brauchte etwas Angewöhnungszeit, doch schon nach kurzer Zeit, fühlten wir uns " affenwohl

Der Fahrstuhl ist aus Rattan, wird mit Muskel- und Wasserkraft betrieben und führt mitten im Dschungel hinauf in die Baumwipfel - bis ins Quartier mit Himmelbett, Veranda und dem besten Blick über den Urwald in diesem Winkel des südindischen Bundesstaates Kerala. Sogar Dusche und WC haben die Baumhäuser im „Green Magic Nature Resort”. Das Wasser wird nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren ganz ohne Pumpe in die luftige Höhe befördert. Abenteuer-Urlaub in den Baumkronen: Errichtet wurde das Resort auf dem Gelände einer seit fast fünfzig Jahren stillgelegten Plantage - heute u.a. Heimat von wild lebenden Elefanten.

 

Ein Beitrag zur Wiederbelebung eines der letzten Urwälder in Südindien: Auf einer ehemaligen, seit rund 40 Jahren ungenutzten, viele Quadratkilometer großen Plantage entstand mit dem Green Magic Nature Resort das erste nach internationalen Standards geführte Öko-Tourismus-Projekt in Indien. Mit Hilfe der lokalen Dschungelbewohner wurden in den Kronen uralter Urwaldriesen komfortable "Baumhäuser" gebaut, ohne dass die Bäume dadurch beschädigt wurden. Diesem Beispiel vom "Wohnen in luftiger Höhe" folgten in den Jahren nach der Eröffnung des Green Magic Nature Resorts weitere Resorts in der Region Wynad. Eine detaillierte Beschreibung dieser Baumhäusern findest du in der nachfolgenden Linktabelle.

Baumhausresorts
Green Magic Nature Resort
Tranquil Hideaway
Vythiri Resort

Fahrt in die Nilgiri Hills
Fahrt nach Ooty auf 2300 m und weiter mit dem Nilgiri Express, der Blue Mountain Railway, nach Coonoor auf 1800 m. Wir wohnten in einem Plantagenhaus, dem Caroline House, 2.5 km ausserhalb von Coonoor, inmitten von Teegärten, das von einer Engländerin und einem Inder geführt wird. Die Fahrt hätte eigentlich durch den Wildpark Mudumalai führen sollen, diese Strasse war aber leider wegen des meistgesuchten Verbrechers von der Polizei gesperrt worden. Der Bandit mit dem Namen Veerapan wird für mehr als hundert Morde, sowie Entführungen und Schmuggel verantwortlich gemacht und war seit mehr als 20 Jahren der meist gesuchte Verbrecher Indiens. Er wurde im Oktober 04 von der Polizei Tamil Nadus getötet. Die Fahrt führte dafür über mit Löchern übersäten Landstrassen, was auch seinen Reiz hatte.

In den Teegärten von Coonoor
Wir nutzten die zwei Tage, die wir inmitten von Teeplantagen und kleinen Dörfern wohnten, für Spaziergänge und für Kontakte mit den Einheimischen. Dort schlossen wir auch Freundschaft mit Phantom, dem Schäferhund von Anne und Doc, den Besitzern des Caroline Gasthauses. Während dieser Zeit Tage waren wir die einzigen Gäste, so kamen wir uns fast wie Freunde des Hauses vor. Wir wurden auch wieder zu zwei netten Familien nach Hause eingeladen. Die Frauen in den Teeplantagen verdienen für die sehr harte Handarbeit des Tee-Pflückens umgerechnet nur etwa 3 Franken pro Tag. Im Botanischen Garten suchten die Schülerinnen und Schüler zweier Schulklassen den Kontakt mit uns, doch es brauchte eine halbe Stunde bis sie sich trauten uns anzusprechen. Doch nachher war der Kontakt dafür umso herzlicher. Am Market in Coonoor wollten alle fotografiert werden, und sie gaben uns dann Ihre Adressen, damit wir ihnen die Fotos senden können, was wir dann auch gerne taten.

Nach Kerala an die Malabarküste
Ganztägige Fahrt zuerst ins Tiefland nach Coimbatore und weiter durch abwechslungsreiche Landschaften Südindiens, vorbei an Reisfeldern und Palmenwäldern nach Cochin an der Malabarküste. Die lange, enge Küstenebene im Südwesten Indiens, in den Bundesstaaten Kerala und Karnataka. Sie liegt am Arabischen Meer und wird im Landesinneren durch die Gebirgszüge der Westghats begrenzt. Die Malabarküste ist rund 845 Kilometer lang und zwischen 48 und 113 Kilometer breit. Sie erstreckt sich von Goa im Norden bis nach Kap Comorin im Süden. Das Küstengebiet ist ein fruchtbares Reisanbaugebiet.
In Cochin hiess es Abschied nehmen von unserem Fahrer Er war vor elf Tagen von Cochin losgefahren um uns in Bangalore abzuholen, und hat uns während den letzten 10 Tagen sehr zuverlässig befördert. Er hatte die ganze Zeit jeweils im Auto geschlafen, beziehungsweise auf uns gewartet. Zuerst hatten wir ein schlechtes Gewissen, doch er sagte uns, er sei glücklich und zufrieden mit seiner Arbeit und er sei froh, Touristen fahren zu können, da er so besser verdienen könne. Die Saison sei sowieso sehr kurz, und er erhalte nicht oft Gelegenheit, so weite Touren unternehmen zu können. Wir gaben Ihm dann ein rechtes Trinkgeld, so denke ich, war alle gut gedient.

Fort Cochin
Ein fantastischer Abend in Fort Cochin folgte. Es war ein Feiertag , und viele Inder machten einen Ausflug ans Meer.
Fort Kochi, auch Fort Cochin genannt, ist ein angenehmer Ort für Indienliebhaber. Von dieser ländlichen wirkenden Kleinstadt mit dem Flair der indischen Kolonialgeschichte, den chinesischen Fischernetzen und den riesigen "Raintrees" als Wahrzeichen, lassen sich Tagesausflüge und Reisen im Süden Indiens bestens planen und durchführen.

Chinesischen Fischernetze und der Kathakali Tanz
Heute genossen wir einen weiteren den Tag in Cochin und am Abend besuchten wir dann noch eine Aufführung mit südindischem Kathakali Tanz. Die chinesischen Fischernetze, die an der Spitze von Fort Cochin ausgebreitet sind, wurden einst von Händlern vom Hof des Kublai Khan mitgebracht. Sie sind immer noch im Einsatz. Vor den riesigen Fischernetzen kann man bei kleinen Ständen frischen Fisch bzw. Meeresfrüchte kaufen, die gleich vor Ort am Grill gebrutzelt werden. Kathakali aus Kerala ist ein klassisches Tanzdrama, das von den anderen klassischen Tanzformen sehr verschieden ist. Es ist eher dramatisch als erzählend in seiner Darstellungsform. Die Themen entstammen den Epen und Mythen, die Darstellungsweise suggeriert übernatürliche Erscheinungen. Die Kostüme und die maskenartig geschminkten Gesichter haben besondere Bedeutung. So haben Helden und Antihelden, Schurken, Dämonen, weise Männer und Könige, alle ihre ganz besondere Kostüme und Gesichtsfarben, wobei grün einen guten Charakter andeutet, rot auf Tapferkeit und Zorn hinweist, schwarz mit dem Bösen oderPrimitiven verbunden ist und weiß, die Reinheit anzeigt. Farbkombinationen reflektieren den jeweils besonderen Typ des Darstellers oder auch die Stimmung des Stückes.

Sonnenuntergangs Tour auf den Backwaters
Kurze Fahrt mit dem Auto nach Alleppy und mit dem Boot zum Kayaloram Ressort in den Backwaters. Diese kleine Anlage ist wunderschön gelegen in einem Palmenwald am Ufer der Backwaterskanäle. Der eigentliche Zugang der Anlage ist vom Bootssteg her, doch wenn man die Anlage bei Lieferantenzugang verlässt, kann man wunderbare Spaziergänge unternehmen und mit den aussergewöhnlichen freundlichen Bewohner der Backwaters, sehr schnell in Kontakt kommen. Ich verliess die Anlage um 13.00 und kam erst um 17 Uhr wieder zurück, weil ich immer wieder angesprochen wurde und auch zweimal zum Tee eingeladen wurde. Im Ressort wurde ich schon erwartet , weil wir uns für eine Bootsfahrt angemeldet hatten. Auf diesem grossen Boot waren wir die einzigen Gäste und wir genossen diese Sonnenuntergangs Tour auf den Backwaters so sehr. Dieser Tag weckte im mir unglaublich tiefe Gefühle , weil ebenso tiefe Träume in Erfüllung gegangen waren

Als Held gefeiert und Körper an Körper im Tempel
Heute war ich wieder den ganzen Tag unterwegs, teilweise kam Bernadette auch mit. Als ich in einem kleinen Restaurant etwas trinken ging, kamen immer mehr junge Männer, die mit mir in Kontakt treten wollten. Sie zeigten mir ihren Kricket Platz. Ich fragte sie weshalb sie nicht spielten. Sie sagten mir: Sie hätten keinen Ball und auch kein Geld damit sie einen kaufen könnten. Ich gab ihnen dann das Geld und nach einer halben Stunde kam ein Bursche mit einem neuen Ball zurück. Ich wurde wie ein Held gefeiert, so schnell kann man in Indien zum Helden werden. Am Abend waren wir noch an einem Tempelfest, als ein fürchterliches Gewitter hereinbrach. Wir mussten zusammen mit den Hindus , Körper an Körper unter dem Dach Schutz suchen . Uns beiden wurde aber nie nur geringsten das Gefühl gegeben, Fremde zu sein. Die Leute hier sind sehr Stolz, wenn sich Fremde für ihre Kultur und Religion interessieren

Auf dem Hausboot durch die Backwaters
Um 12.00 Uhr wurden wir von unserem Hausboot abgeholt , einem umgebauten Reisboot , und kreuzten durch die Kanäle der Backwaters. Wir übernachten an einer besonders schönen Stelle Die Boote bieten ein Doppelzimmer mit WC und ein Sitzplatz auf dem Vorderdeck. Die Crew kochte für uns ein leckeres Fischcurrie. Zwischen durch machten wir kleine Spaziergänge. Das Ganze war ein einzigartiges Erlebnis

Armut und Hoffungslosigkeit
Wir fuhren zu der Kovalan Beach, zu einem Resort inmitten von Kokospalmen. Dort gingen wir oft spazieren und kamen so vor allem mit vielen Einheimischen Jugendlichen in Kontakt. Hier lernten wir die fürchterliche Armut kennen, von denen viele dieser Fischerfamilien betroffen sind. Kerala ist als sehr fruchtbarer Staat bekannt, doch auch hier gibt es unterernährte Kinder. Was mich am meisten betroffen machte, ist die Hoffungslosigkeit der Jugendlichen, die zwar eine Schulbindung bekommen, aber nachher kaum einer von Ihnen, je eine Arbeitstelle finden wird. Auch machte mich die Gleichgültigkeit vieler Ayurveda Gäste betroffen, die in ihrer Traumwelt kaum etwas von den Sorgen und Nöten der Einheimischen erkennen, denn hier, unmittelbar neben dem Luxus, herrscht ein täglicher Kampf um das aller nötigste das man zum Leben braucht.

Im Gegenzug erwarten sie, aktiv am Tourismus teilzuhaben und daraus Nutzen zu ziehen.
Ferien im südindischen Kerala erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Der Tourismus boomt – dank der beeindruckenden Landschaft, aber auch der Kunst der Einheimischen, die es verstehen, jeden Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Im Gegenzug erwarten sie, aktiv am Tourismus teilzuhaben und daraus Nutzen zu ziehen. Dies gilt auch für Menschen, die weder das Geld noch die Macht besitzen, den Tourismus zu steuern: KleinunternehmerInnen ohne ausreichend Investitionskapital, die EinwohnerInnen von Tourismusregionen, die kaum profitieren, und die Menschen, die im Tourismus arbeiten und versuchen, damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen

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 Letzte Aktualisierung am  24.06.2016 14:58:44 

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