G u i d o s  R e i s e b e r i c h t e

 Indien
Menschen und Umwelt
Indiens Gesellschaft

gehört zu Guidos Reiseberichte

 

Indien
Einleitung

 Südindien 2003  Indien 2005
Sikkim + Darjeelin
Indien 2007
Von Kerala nach Kalkutta
 Zentralindien 2004

Menschen und Umwelt

Indien 2008
Rajasthan

Indien 2009
Chhattisgarh + Orissa

Indien 2010
Gu
jarat, Varanasi 
Kalkutta mit Umgebung

Südindien 2011

 

Armut
Noch geht die wirtschaftliche Entwicklung an der Mehrheit der Bevölkerung weit gehend vorbei: Drei Viertel der Inder müssen mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen, ein Drittel lebt unter der Armutsgrenze.

Den Traum Gandhis erfüllen

«Gandhis Traum von einem freien Indien wird erst dann umfassend erfüllt sein, wenn wir die Armut aus unserer Mitte verbannt haben», sagte Singh.

Das Bettelmädchen

«10vor10» besuchte Dharavi, den grössten Slum Mumbais, und stellt  fünf Menschen vor. Pompöser Reichtum neben bitterer Armut: Das ist Mumbai, die reichste Stadt Indiens. In dieser Folge kämpft Murshida, ein Bettelmädchen, um das Überleben im Slum

 

Die Gulabi Gang

Inmitten dieser schwierigen Umstände finden sich ein paar Frauen zu einer Art Bürgerwehr namens Gulabi Gang (gulabi heißt pink) zusammen, die um Gleichberechtigung kämpft—das oft im wahrsten Sinne des Wortes. Die Gang besteht aus über 10.000 Frauen, welche alle die Uniform der Gulabis tragen, einen pinkfarbenen Sari. Sie haben sich auf lathi, eine traditionelle indische Stockkampfart spezialisiert. Klingt das jetzt alles zu gut, um wahr zu sein? Das dachten wir auch, bis wir hinfuhren und sie selber trafen. Diese tollen Frauen gibt es wirklich und sie könnten dir ohne Scheiß mit einem Schlag ihrer Kampfstöcke die Knie zerschmettern.
 

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„Schlagstock unterm Sari. Indiens Frauen wehren sich“

 

Kinderehe in Indien

In vielen indischen Bundesstaaten muss jedes zweite Mädchen heiraten, bevor es 18 Jahre alt ist. Die 15-jährige Rekha Kalindhi aus Kalkutta hat gegen ihre Eltern rebelliert. Trotz Anfeindungen wirbt sie auch in Dörfern gegen die längst verbotene Tradition.

 Rundschau vom 23.03.2011

 

Orissa (Indien) – Industrialisierung ohne Rücksicht auf Umwelt und Menschen

Stahlriese POSCO plant Eisenerzabbau an größtem Wasserfall und heiliger Stätte in Bonai im indischen Bundesstaat Orissa. Nach der Recherche zu diesem Thema, bleibt mir nur die Ernüchterung, dass dieser Artikel lediglich der Dokumentation der Vorgänge in unserer Zeit dienen wird. Was wollen Bauern gegen Milliarden schwere Deals machen? Ihr Widerstand wird niedergetrampelt und durch Propaganda gerechtfertigt.
                                                                                               
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Abgetrieben, ausgesetzt, umgebracht - Mädchen in Indien unerwünscht
Jedes Jahr werden in Indien Tausende Mädchen abgetrieben, ausgesetzt oder umgebracht. Sie sind unerwünscht, denn viele Eltern können die Mitgift nicht bezahlen. Zudem verlassen Mädchen die Familie, wenn sie heiraten, der Unterhalt der Eltern im Alter ist somit ungewiss. Glück haben jene Mädchen, die vor dem Tor des Kinderheims «Aarti Home» ausgesetzt werden.
«Aarti Home»

Kindersklaven 
Vom skrupellosen Geschäft mit den Jüngsten

Der 10-jährige Junge sitzt auf dem Boden eines schmutzigen Kellers und stickt Perlen auf Stoff, 14 Stunden am Tag. „Los jetzt, arbeite weiter!“, blafft ihn sein Aufseher an. Der Junge duckt sich und macht weiter. Die Chancen, dass der Zehnjährige seine Eltern jemals wieder sieht, sind gering; er ist Hunderte von Kilometern von ihnen entfernt und wurde von ihnen für umgerechnet 20 Euro verkauft - als Kindersklave. Wenn Eltern nicht „freiwillig“ verkaufen, werden Kinder sogar entführt. Der kleine Junge heißt Sumit und produziert im indischen Neu Delhi Souvenirs, die dann in Deutschland verkauft werden. Das Geschäft mit Kindersklaven läuft erstklassig. Rebecca Gudisch studierte von 1999-2006 in Dortmund Journalistik, Politik und Foto-Design. Während des Studiums volontierte sie beim Westdeutschen Rundfunk in Köln. Seit 2002 arbeitet sie als freie Autorin und Reporterin im Bild vor allem für das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus und die WDR-Sendungen Markt und die story.
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Die Naxaliten
entstanden in den späten 1960er Jahren

Es ist die schmutzige Seite des Wirtschaftsmärchens: Seit Jahrzehnten leistet sich Indien einen Guerillakrieg gegen linke Rebellen. Durch Milizen eskaliert der Konflikt nun - die Bevölkerung gerät zwischen die Fronten.

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Wenn Indiens Wirtschaft wächst ... wächst auch der Hunger
Ein Blick auf die tatsächliche Lage Indiens zeigt, pauschale Urteile sind unhaltbar. Das UN-Welternährungsprogramm geht derzeit davon aus, dass 350 Millionen Inder unter prekären Verhältnissen leiden, und sagt zugleich: Fast die Hälfte der Menschen, die weltweit hungern, lebt in Indien. Wer sich dessen Wirtschaftsbilanzen seit 1990 anschaut, dem dürfte auffallen, dass der Konsum von Getreide und Gemüse, wovon sich die Ärmsten hauptsächlich ernähren, zwischen 1990 und 2007 zurückgegangen ist.
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Länder & Regionen

Indien

Kastenwesen und Mikrochip, Maharadschas und Tausend GöttInnen, Elend und Kinderarbeit: Indien ist das Land der grossen Gegensätze. Mit über einer Milliarde Menschen entwickelt es sich im dauernden Widerspruch, und zwar rasant.
Indien ist das Land, in dem nach wie vor Witwen verbrannt und Organe verscherbelt werden. Indien ist aber auch die bunte, fröhliche, tanzfreudige Welt der Bollywoodfilme, die auch hierzulande auf grosse Begeisterung stossen.

Dossier mit 29 Beiträgen über Indien  Neues FensterVideos

Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen Frauen geht in Indien weit über die alltäglichen sexuellen Übergriffe in und außerhalb des Hauses hinaus. Weibliche Föten werden gezielt abgetrieben und kleine Mädchen so sehr vernachlässigt, dass sie wesentlich öfter an heilbaren Krankheiten sterben als Jungen. In manchen ländlichen Regionen Indiens werden neugeborene Mädchen gleich nach der Geburt umgebracht. Solche Praxis hängt zum Teil damit zusammen, dass Familien sich hoch verschulden müssen, um die für die Verheiratung einer Tochter erforderliche Mitgift aufzubringen.
Außerdem haben alleinstehende oder geschiedene Frauen in Indien einen besonders schweren Stand. Eine Frau ohne Mann gilt nichts
und wird wie eine Prostituierte behandelt.

 

Benachteiligungen der Kastenlosen

Das System der sozialen und materiellen Benachteiligungen der Kastenlosen (die sich selbst Dalits, „Unterdrückte“ nennen) ist schon lange verboten. Indische Gesetze sehen für Dalits besondere Quoten in Schulen, Universitäten, im öffentlichen Dienst, in den Dorfverwaltungsräten sowie finanzielle Erleichterungen vor. Doch vor allem auf dem Land wissen die einflussreichen Eliten diese Maßnahmen immer wieder zu boykottieren.


 

Projektbericht 2006
»Meine Kinder sollen nicht so enden wie ich!«

Kinder von Prostituierten, die in Rotlichtvierteln geboren und aufgewachsen sind, haben in Indien keine Chance. Genau deshalb gibt es New Light!

»Es gilt vor allem die Mädchen zu schützen. Sobald diese älter werden, sind sie enorm gefährdet. Immer wieder kommt es vor, dass Freier offen und skrupellos auch nach den Töchtern der Frauen fragen. Viele Mädchen sind bereits sexuell missbraucht worden,« berichtet Urmi Basu.
»Ein junges Mädchen sexuell zu missbrauchen, ist das Schlimmste, was es gibt!«

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In Kalkutta leben und schlafen schätzungsweise 1 Millionen Menschen auf der Strasse

Die Story von Tara und Ihrer Familie

Das Beispiel von Tara und Ihrer Familie aus Kalkutta erfüllt mich mit Wut!
Wie kann es sein, dass ganze Generation nichts anderes kennen als auf der Strasse leben zu müssen, und nur bei der Geburt Ihrer Kinder, ganze drei Tage  Spitalaufenthalt erhalten.
Anstatt vom Staat Hilfe zu erhalten werden Sie von der Polizei und den Behörden noch schikaniert und manchmal auch geschlagen, und  korrupte Beamte versuchen sich noch zu bereichern am Ihnen.

Auf unser Indien Reise 2004 begegneten wir Tara und Induschi zum ersten mal.
Wie abgemacht traf ich Tara am Nachmittag wieder, und sie und ihr Sohn begleiteten mich dann zum Hotel zurück. Am Schluss sagte ich ihr, dass Bernadette und ich heute Abend ins Kino gehen würden. Als ihre Augen zu leuchten begannen fragte ich sie spontan, ob sie mitkommen wolle. Sie sagte sofort ja. Tara konnte so herzhaft lachen und auch ihr Boy genoss diesen Abend sehr. Wir verabredeten uns für den morgigen letzten Tag in Indien noch einmal.
Bernadette und mir war sofort klar, wenn man jemanden so persönlich kennen gelernt hat, kann man nicht einfach zur Tagesordnung  wechseln. Wir gingen mit Ihr und dem Jungen essen, und versuchten einiges in die Wege zu leiten, damit wir ihre Familie von zu Hause aus finanziell ein wenig unterstützen  können. Nach vielen Problemen klappt es dann.

Auf unserer Indienreise 2005 treffen wir Tara und Ihre Familie wieder.
Wir treffen uns mit unseren Freunden Alok, Tara, und Induschi.
Ihre Lebenssituation hat sich sichtlich verbessert. Wir besuchen zusammen Induschi's Nursery School und einen Freizeitpark.   Sie müssen aber leider, wie mehr als eine Million anderer Menschen in Kolkata auch, immer noch auf der Strasse leben und schlafen.
Am Ende unserer Reise Treffen wir unsere Freunde noch einmal. Wir besuchen zusammen einen Tempel am Stadtrand und wir erleben den fürchterlichen Verkehr von Kolkata hautnah. Anschliessend essen wir zusammen in unserem Zimmer und besprechen zusammen, wie wir Ihnen zu einer Mietwohnung verhelfen können.

Auf meiner Indienreise 2007 treffe ich Tara und Ihre Familie wieder.
Zum ersten mal im Ihrem Leben eine Dach über dem Kopf 
Ich werden in Ihre neuen Mietwohnung eingeladen. Die Wohnung hat einen Grundriss von ca. 2 x 3 m. Durch eine kleine Öffnung in der Decke kann man über ein Leiter in den
2. Stock.
Der Zugang zu den Wohnungen ist sehr eng.
 10 Familien haben ein gemeinsames WC mit einer Waschecke.
Die Wäsche wir draussen gewaschen.
Im Moment wohnt noch die jüngere Schwester von Alok bei Ihnen.

 


über 70 Prozent unserer Patienten in Howrah, einem der vielen großen Slumgebiete Kalkuttas, sind Kinder. Zwei von drei Kindern, die unter fünf Jahre alt sind und in unsere Ambulanz gebracht werden, sind schwer unterernährt. So muß neben der medizinischen Versorgung oft zunächst einmal mit Zusatznahrung geholfen werden. Häufig führen Mangelerscheinungen in Verbindung mit einer Infektionskrankheit - wie beispielsweise den Masern - zur Erblindung der Kinder. Die allermeisten von ihnen haben Würmer oder andere Parasiten. Unsere Ärzte leben mitten im Slum bei ihren Patienten - wenn auch vergleichsweise fürstlich untergebracht: Wir haben eine Dusche und zwei eigene Toiletten - für unsere Nachbarn ein unerreichbarer Luxus. Und jede Ärztin und jeder Arzt hat ein kleines Zimmerchen, während unsere Patienten in vergleichbaren Räumen oft mit sechs oder acht Personen wohnen.


 

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 16:06:59 

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