Die Demonstranten protestieren gegen die geplante Mine in der Region Cajamarca
Quelle: Keystone


Die unfairen und nicht nachhaltigen Geschäfte Schweizer
Grosskonzerne
wie
Glencore, Nestlé, Syngenta
Novartis, UBS, Credit Swiss, etc.

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier! Mahatma Gandhi


Foto: Peter Müller/ Kindernothilfe

 

Verbot der Spekulation mit Nahrungsmitteln scheitert.

Investoren können die Preise für Grundnahrungsmittel künstlich in die Höhe treiben. Darunter leiden müssen die Ärmsten. Trotzdem will der Nationalrat der reichen Schweiz dieses Geschäft weiterhin tolerieren.

Die neue Vorherrschaft ( Apartheid ? ) findet Nahrungsmittelspekulation unproblematisch: Die SVP-Nationalräte Ulrich Giezendanner (SVP-AG), Adrian Amstutz (SVP-BE), Max Binder (SVP-ZH), Pirmin Schwander (SVP-SZ), Verena Herzog (SVP-TG) und Jean-Francois Rime (SVP-FR) diskutieren nach der Rede von Ulrich Giezendanner im Nationalrat. (19. März 2015) Bild rechts: Peter Klaunzer/Keystone

Es gibt Leute in unserem Land, welche den Ärmsten dieser Welt mit einem Lachen im Gesicht die kalte Schulter zeigen. 

 

Die Ungleichheit in der Welt wächst immer schneller. Laut Hilfsorganisation Oxfam wird das reichste Prozent der Weltbevölkerung schon im kommenden Jahr mehr besitzen als die restlichen 99 Prozent.

Ein Prozent der Weltbevölkerung wird 2016 mehr Vermögen angehäuft haben, als die restlichen 99 Prozent zusammen. "Die soziale Ungleichheit wächst schockierend schnell", heißt es in einem Bericht der britischen Aktivistengruppe Oxfam zur Vermögensverteilung auf der Welt (PDF).

In Indien habe sich die Zahl der Milliardäre in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht, begünstigt durch ein höchst regressives Steuersystem. Außerdem würden die Reichen ihre Verbindungen in die Regierung ausnutzen. Die Ausgaben zur Armutsbekämpfung würden hingegen auf "bemerkenswert niedrigem Niveau verharren", kritisiert Oxfam.

Die 300 Reichsten der Schweiz 2014
Konjunkturelle Bremsspuren hin, Zinsängste her: Die 300 Reichsten der Schweiz waren noch nie so reich. Zusammen besitzen sie 589 Milliarden Franken - 25 Milliarden mehr als noch im Vorjahr.
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Syngenta


Syngenta ist der grösste Pestizid- und der drittgrösste Saatgutkonzern weltweit. Er hat seinen Hauptsitz in Basel/Schweiz. Seine Marktmacht und politische Einflussnahme machen ihn zu einem wichtigen Treiber der hochindustrialisierten Landwirtschaft. Er ist verantwortlich für Gesundheit- und Umweltschäden durch Pestizide, die unkontrollierte Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen, den negativen Einfluss geistiger Eigentumsrechte auf die Rechte von Bäuerinnen und Bauern, den züchterischen Fortschritt und dem Verlust von Agrobiodiversität.
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Banken und Menschenrechte

Die Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS gehören zu den grössten Banken der Welt. Weil sie rund um den Globus Unternehmen durch Kredite finanzieren oder ihnen helfen, sich auf dem Kapitalmarkt Mittel zu beschaffen, riskieren die Grossbanken, in Menschenrechtsverletzungen verwickelt zu werden.
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RocheKrebskrankes indisches Kind

Die Erklärung von Bern kritisiert seit vielen Jahren das Geschäftsmodell von Roche, das die Interessen des Aktionariats über die Interessen der Patientinnen und Patienten auf der ganzen Welt stellt. Auf Profit orientierte pharmazeutische Forschung, hohe Medikamentenpreise in Märkten mit schwacher Konkurrenz, Lobbying für die Verschärfung von geistigen Eigentumsrechten über die internationale Standards der Welthandelsorganisation (WTO) hinaus – durch all diese verantwortungslosen Geschäftspraktiken beeinträchtigt der Basler Pharmamulti den Zugang der Bevölkerung südlicher Länder zu lebensnotwendigen Medikamenten.
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Novartis
Die Erklärung von Bern kritisiert seit vielen Jahren das Geschäftsmodell von Novartis, das die Interessen des Aktionariats über die Interessen der Patientinnen und Patienten auf der ganzen Welt stellt.
Auf Profit orientierte pharmazeutische Forschung, hohe Medikamentenpreise in Märkten mit schwacher Konkurrenz, Lobbying für die Verschärfung von geistigen Eigentumsrechten über die internationale Standards der Welthandelsorganisation (WTO) hinaus – durch all diese verantwortungslosen Geschäftspraktiken beeinträchtigt der Basler Pharmamulti den Zugang der Bevölkerung südlicher Länder zu lebensnotwendigen Medikamenten.
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Nestle
Weltweit sterben die Kleinen: Bauern, Läden, Firmen… Die grossen Konzerne übernehmen die Kontrolle und diktieren die Regeln. Die RohstoffproduzentInnen müssen ihre Produkte immer billiger verkaufen und können immer schlechter oder gar nicht mehr davon leben. Sie brauchen viel Chemie, um mehr produzieren zu können. Dies geht klar auf Kosten der Umwelt. Ausserdem gibt es immer mehr gentechnisch verändertes Saatgut, welches gegen gewisse Schädlinge resistent sein soll, sich aber nicht selbst fortpflanzen kann. Die Bauern geraten damit in die totale Abhängigkeit der großen Agrarfirmen, von denen sie alljährlich neues Saatgut beziehen müssen und dazu gleich die passenden Pestizide. 
Nestlé ist der grösste Nahrungsmittelkonzern der Welt. Seit der Liberalisierung des Welthandels durch Gründung der Welthandelsorganisation WTO im Jahre 1995 hat Nestlé seinen Gewinn auf aktuell 8 Milliarden Franken mehr als verdoppelt. Dem Konzern mit Sitz in der Schweiz gehören weltweit einige hundert Marken, welche laufend durch neu aufgekaufte Unternehmen ergänzt werden. Dadurch werden regionale Märkte zerstört und monopolisiert. Der hoch gelobte "freie Wettbewerb" ist in Wirklichkeit ein Gefressen Werden der Kleinen durch die Grossen.
Alle trinken Kaffee…? Alle? Nein, denn diejenigen, die Kaffee produzieren, können ihn sich nicht mehr leisten. Du glaubst es kaum, wie viel wir KonsumentInnen in der Schweiz für eine Packung Kaffee im Laden bezahlen müssen und wie wenig davon die KaffeeproduzentInnen bekommen. Gerade 50 US-Cents pro Pfund wird ihnen ausbezahlt. Sie bräuchten hingegen mindestens das Dreifache, damit sich der Aufwand für das Pflegen, Düngen, Pflücken, Schälen, Waschen, Verpacken und Transportieren überhaupt lohnt.

Rostoffkonzerne - Vitol, GlencoreXStrata, Trafigura und Mercuria Energy Trading.

Ausgerechnet die ressourcenarme Schweiz hat sich - dank tiefer Steuern und schwacher staatlicher Kontrolle - zu einer der weltgrössten Rohstoffdrehscheiben entwickelt, wo Handels- und Bergbaukonzerne unbehelligt Milliarden verdienen. Unter der Kehrseite des boomenden Geschäfts mit Rohstoffen leiden die Förderländer: Trotz Bodenschätzen bleiben sie arm und haben häufig mit Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zu kämpfen. 
Rohstoff-Dossier
 


Die Rohstoff-Firma Glencore plant auf den Philippinen eine riesige Kupfer- und Goldmine. Der Vorwurf von Hilfswerken: Das in der Region der Mine lebende Urvolk wurde nicht über die vollen Konsequenzen informiert. Glencore bestreitet dies.

 


Der im Mai 2014 veröffentlichte rechtsvergleichende Bericht anerkennt die schweren Auswirkungen von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung durch multinationale Unternehmen, das Reputationsrisiko und die “grosse Verantwortung der Schweiz” und schlägt verschiedene Handlungsoptionen vor. Der Bundesrat schiebt aber gleichzeitig die Verantwortung dafür an das Parlament.
Im Dezember 2012 hiess der Nationalrat ausserdem das Postulat Von Graffenried gut, welches vom Bundesrat bis 2014 die Ausarbeitung einer Strategie zur Umsetzung der von der UNO verabschiedeten Ruggie-Leitlinien verlangt

 

 


Ausbeutung" ist ein schweres Thema, bei dem wir
viel über Leid und Not sprechen

 

 

Mode
Fashion Victims machen immer die neuesten Mode–Trends mit, sie shoppen regelmässig Kleider, Schuhe & Accessoires, online oder offline. Die wahren Fashion Victims, weltweit rund 60 Millionen Menschen, sitzen jedoch an den Nähmaschinen der Schuh-, Bekleidungs- und Textilindustrie. Ihr Alltag ist gekennzeichnet von bis zu 80–stündigen Arbeitswochen, ihre Arbeitsplätze sind gefährlich, sie verdienen Löhne weit unter dem Existenzminimum und erfahren Repressionen und Gewalt, wenn sie für ihre Rechte als ArbeiterInnen kämpfen.
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Handys
Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung besitzen ein Handy. 2012 wurden weltweit schätzungsweise 1,7 Milliarden Mobiltelefone verkauft, fast drei Millionen davon in der Schweiz. Mobiltelefone sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch die Herstellung dieser Geräte ist höchst problematisch: Vom Abbau der kostbaren Metalle, die im Handy enthalten sind über das Zusammensetzen der Geräte bis zu ihrer Entsorgung sind Menschenrechtsverletzungen, Gesundheitsschäden und Umweltschäden an der Tagesordnung.
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Bangladesch -
Billiglöhne die Schattenseite der Textilindustrie

ArbeiterInnen in Bangladesch kämpfen um minimale Löhnerhöhung um ihr Überleben zu sichern und werden dafür von der Polizei niedergeknüppelt.

 

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Guidos Reiseberichte

Zweifle nie daran,
dass eine kleine
Gruppe engagierter BürgerInnen die Welt verändern kann - im Gegenteil: nur so sind jemals Veränderungen passiert.
Margaret Mead, Ethnologin

 

Ob Polizisten, Sanitäterinnen, SBB-Personal, Ärzte oder Pöstlerinnen - fast zwei Millionen SchweizerInnen tragen Berufskleider. Diese wird hauptsächlich im Ausland hergestellt - oft unter ausbeuterischen Bedingungen. Das ist das traurige Resultat einer Recherche der EvB. In Mazedonien, wo ein Grossteil der Berufskleidung produziert wird, verdienen NäherInnen bloss 70 Rappen pro Stunde. Das ist gar weniger als in China und reicht bloss um 20 % ihrer Haushaltsausgaben zu decken.
Auch wer selbst keine Uniform zur Arbeit anzieht, ist betroffen. Denn Berufskleider werden zu einem Grossteil von der öffentlichen Hand und damit von unseren Steuergeldern bezahlt.

 

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und neue Horrormeldung von Bush


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Fast jedes zweite Kind leidet an Hunger

Glencore erzielt zehn Milliarden Dollar

Börsengang eines umstrittenen Rohstoff-Giganten

Öl, Kohle, Metalle und landwirtschaftliche Produkte - am weltgrößten Rohstoffhändler Glencore kommt kaum jemand vorbei. Doch dies werde ausgenutzt, um Entwicklungsländer über den Tisch zu ziehen, so Kritiker. Nun geht der bislang verschwiegene Konzern an die Börse.

Donnerstag, 1. Dezember 2011 22:09

Glencore macht seine Manager zu Milliardären

Insgesamt haben die 300 Reichsten der Schweiz seit letztem Jahr nochmals um 11 Milliarden zugelegt. Das liegt in erster Linie an schwerreichen Neuzugängen, vor allem aus dem Hause Glencore. Denn die Schweizer Firma macht nicht nur Rohstoffe, sondern auch Milliardäre, wie der Beitrag von «10vor10» zeigt.

 

Wundersame Geldvermehrung beim Rohstoffgiganten aus Baar: Mindestens fünf Top-Manager werden dank des Börsengangs zu Milliardären. Ivan Glasberg, rechts, besitzt ein Vermögen von 6-7 Mrd. Der ehemalige Verwaltungsrats-Präsident von Glencore, Willy Strothotte links, ist 3 bis 4 Milliarden reich. Die Top-Manager Daniel Maté und Aristotelis Mistakidis besitzen je 2 bis 3 Milliarden.

Die 300 Reichsten der Schweiz 2011

Die Schuldenkrise hat die 300 Reichsten der Schweiz noch nicht eingeholt. Ihre Vermögen sind 2011 um 11 Milliarden Franken gewachsen. Zusammen besitzen sie 481 Milliarden Franken. Damit nennt jeder der Superreichen im Durchschnitt 1604 Millionen Franken sein Eigen. In diesem Jahr werden 16 neue Reichste aufgeführt. Mit zwei Ausnahmen sind sie aus dem Ausland zugezogen.

Reichste 2011 – Zahlen und Fakten

Gesamtvermögen der 300 Reichsten: 481 Milliarden Franken. Jeder Reichste besitzt im Durchschnitt 1604 Millionen Franken.

Entwicklung der Vermögen: Die 300 Reichsten sind 2011 um 11 Milliarden Franken reicher geworden. Bereits 2010 gewannen sie 21 Milliarden an Vermögen, während die beiden Jahre davor ihren Besitzstand massiv schmälerten.

Schöner Weihnachtsbonus: Würde das Vermögen der 300 Reichsten von 481 Milliarden Franken auf die Bevölkerung aufgeteilt, erhielte jeder Bewohner der Schweiz 60’900 Franken ausbezahlt.

Schuldentilgung: Mit dem Vermögen der 300 Reichsten von 481 Milliarden Franken liessen sich die drückenden Schulden Griechenlands problemlos tilgen, ja es blieben noch einige Dutzend Milliarden übrig.

23 Jahre Reichste: Als BILANZ 1989 erstmals die Reichstenliste publizierte, besassen die damals erfassten 100 Allerreichsten zusammen 66 Milliarden Franken. Heute verfügen die 100 Reichsten über 385 Milliarden, was innert 23 Jahren einer Zunahme auf das 5,8fache entspricht.

Die zehn Reichsten: Die Top Ten in der Reichstenliste haben in diesem Jahr 1 Milliarde Franken dazu gewonnen, sie besitzen zusammen 120 Milliarden. Drei Prozent der Reichsten halten damit ein Viertel des Gesamtvermögens aller 300 Reichsten.

Der Reichste der Reichsten: Ikea-Möbelhändler Ingvar Kamprad hält seit zehn Jahren die Spitze der 300 Reichsten. 2011 hat ihm die Euroschwäche zwar 3 Milliarden Franken weggebrannt, und Kamprad ist damit der grösste Absteiger. Mit einem Vermögen von 35 bis 36 Milliarden hat er jedoch immer noch reichlich.

Der grösste Aufsteiger: Der Glencore-Emissionsprospekt hat es an den Tag gebracht: CEO Ivan Glasenberg hält mit 15,8 Prozent einen weitaus höheren Anteil als bisher geschätzt. Womit sein Vermögen um gegen 5 Milliarden auf 6 bis 7 Milliarden Franken angeschwollen ist.

Die jüngste Reichste: Athina Onassis ist gerade mal 26 Jahre alt. Europas Schuldenkrise hat ihr Vermögen – teilweise noch von Grossvater und Reeder Aristoteles Onassis in griechischen Heimathäfen an die Ankerkette gelegt – um ein Drittel auf 2 bis 3 Milliarden Franken geschmälert.

Der älteste Reichste: Am 13. September ist Walter Haefner, dank Autohandel und der Beteiligung an der US-Softwarefirma CA zu 6 bis 7 Milliarden Vermögen gekommen, 101 Jahre alt geworden.

Die neuen Reichsten: In diesem Jahr werden 16 neue Reichste in der Liste aufgeführt. Die Debütanten besitzen zusammen 26,1 Milliarden Franken.

Die Milliardäre unter den Reichsten: Von den 300 Reichsten besitzen deren 121 eine Milliarde Franken und mehr. Weltweit lebt jeder zehnte Milliardär in der Schweiz. Nur in den USA wohnen mehr Milliardäre.

Reichste Ausländer: Beinahe jeder zweite der 300 Reichsten ist ein Wahlschweizer. Vor allem den deutschen Superreichen behagt das (Steuer-)Klima in der Schweiz.

 

„Schmutzige Schokolade“

Die meisten Menschen lieben Schokolade, und die Hälfte aller Schokolade weltweit essen Europäer. 1,5 Millionen Tonnen im Jahr -- das sind 15 Milliarden Tafeln. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt etwa elf Kilo im Jahr. Jedoch ist Schokolade-Essen nicht so harmlos wie wir glauben -- vor allem nicht für Kinder in Afrika. Hilfsorganisationen verdächtigen die Schokoladen-Industrie, von Kinderhandel und Kinderarbeit in Afrika zu profitieren und damit Straftaten zu verschleiern. Der investigative Journalist und Filmemacher Miki Mistrati ist diesem Verdacht nachgegangen, er ist mit seinem Kameramann nach Westafrika gereist, nach Mali und von dort weiter an die Elfenbeinküste, dem weltgrößten Produzenten von Kakao-Bohnen. Eine gefährliche Reise, erst vor wenigen Jahren wurde dort ein Journalist bei einer ähnlichen Recherche entführt und ist bis heute verschwunden.
70 Prozent des weltweit gehandelten Kakaos kommt aus Westafrika. Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen – dazu gehört auch Kinderarbeit – sind auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste und Ghana üblich und werden von den Schokoladeherstellern seit Jahren bewusst in Kauf genommen. Die jahrelange Weigerung der Schokoladeindustrie, ihre Finanzflüsse offenzulegen, trägt zudem zur aktuellen Krise in der Elfenbeinküste seit den Präsidentschaftswahlen Ende 2010 bei

     link zu  Firmenengagement für Menschenrechte im Kakaoanbau

Der Nestlé-Konzern erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 107,6 Milliarden Schweizer Franken und erzielte einen Reingewinn von 11,8 Milliarden Schweizer Franken. Nestlé betreibt 449 Produktionsstätten in 83 Ländern und beschäftigt insgesamt rund 278.000 Mitarbeiter.

Der Geschäftsführer (CEO) ist Paul Bulcke


Barry Callebaut AG
ist der weltweit grösste Schokoladenproduzent mit Sitz in Zürich, Schweiz. Es erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2007/2008, das am 31. August 2008 endete, einen Umsatz von 4,815 Milliarden SFr.  und gehört zu 50,5 % der Jacobs Holding AG

 

Jürgen Steinemann, Chef von Barry Callebaut

Syngenta missachtet Menschenrechte

 


Mit dem Verkauf seines Herbizids Paraquat in Entwicklungsländern missachtet Syngenta elementare Menschenrechte. Zu diesem Schluss kommt ein juristisches Gutachten, welches im Auftrag des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und der Erklärung von Bern (EvB) erstellt wurde. Grundlage für die brisante Beurteilung waren die UNO-Leitprinzipien für Unternehmen und Menschenrechte, welche im Juni 2011 vom Menschenrechtsrat in Genf einstimmig verabschiedet wurden. Das Verdikt ist klar: Insbesondere in Ländern, in denen Bestimmungen zum Schutz der Pestizidanwender nicht durchgesetzt werden und in welchen der Zugang zu adäquater Schutzkleidung für die Mehrheit unrealistisch ist, nimmt Syngenta seine Pflicht die Menschenrechte zu respektieren nicht wahr. Die einzig wirksame Gegenmassnahme wäre auf den Verkauf des hochtoxischen Pestizids zu verzichten. Auch der Verantwortung den Opfern Wiedergutmachung zu leisten ist Syngenta bis heute nicht nachgekommen.
 

Demo gegen Novartis
 

In der Pharmaindustrie sei der Arbeitsfrieden bisher tabu gewesen, sagte Unia-Geschäftsleitungsmitglied und SP-Nationalrat Corrado Pardini an der Kundgebung auf dem Basler Theaterplatz. Der von Novartis am Dienstag angekündigte Stellenabbau sei jedoch ein «inakzeptabler Skandal», weshalb dieses Tabu nun gebrochen werde. Novartis will in Basel 760 und in Nyon 320 Stellen streichen. Schon nächste Woche wolle man in Nyon versuchen, die Konzernleitung mit Protestpausen während der Arbeitszeit unter Druck zu setzen, sagte Pardini. Kampfmassnahmen werden auch in Basel geprüft. Dass Novartis trotz Milliardengewinnen und Millionen-Boni der Manager tausende von Arbeitsplätzen abbauen will, wurde in diversen Voten scharf kritisiert. Dafür habe kein Mensch Verständnis, sagte Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB).

Vasella verdiente 2008, in mitten der Weltwirtschaftskrise, sage und schreibe
40.344 Millionen SFr. umgerechnet 26.5 Millionen Euro,
720 x mehr als der Mitarbeiter mit dem tiefsten Lohn bei Novartis.
Vasella  spielt Gott! oder sollte man eher sagen den Teufel?
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier!

Vasella an Novartis-GV mit Image-Desaster in Indien konfrontiert

MEDIENMITTEILUNG DER ERKLÄRUNG VON BERN (EvB)
 

Nach der Ablehnung des Patentantrags für sein Krebsmedikament Glivec hat Novartis eine Klage gegen die indische Regierung angestrengt, um einen Artikel des indischen Patentgesetzes, der ihrem Geschäftsinteresse entgegen steht, ausser Kraft zu setzen (Hintergrundinfos dazu siehe unten). Die EvB und Oxfam International werden an der heutigen Generalversammlung das Thema direkt an Daniel Vasella herantragen und den Aktionären Faltblätter verteilen, in denen sie dazu aufgerufen werden, im eigenen Interesse alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Novartis zum Rückzug der Klage zu bewegen.
Denn durch den Rechtsstreit in Indien zeigen sich nicht nur Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt, sondern zunehmend auch Grossinvestoren beunruhigt. Das in den USA ansässige “Interfaith Center on Corporate Responsibility³ (ICCR) etwa vertritt 275 religiös ausgerichtete institutionelle Anleger und urteilt: ³Seine verantwortungsvolle Geschäftspolitik und das gesellschaftliche Engagement unterscheiden Novartis von anderen pharmazeutischen Unternehmen. Doch der Rechtsstreit in Indien untergräbt diese Bemühungen. Novartis¹ juristische Winkelzüge treffen nicht nur einige Tausende indischer Patienten, die von Glivec abhängig sind, sondern Millionen Menschen, die nur dank der indischen Generika-Medikamente gegen AIDS überleben können.

Credit Suisse, UBS und der Palmöl-Boom in Indonesien 

Die Zerstörung der indonesischen Regenwälder

Der grösste Teil der Tieflandregenwälder von Kalimantan und Sumatra wurde bereits zerstört. In den letzten 50 Jahren wurden in Indonesien etwa 74 Millionen Hektar Regenwald gerodet, degradiert oder abgebrannt. Allein für Ölpalmen wurden bereits 7 Millionen Hektar Regenwald und Torfmoore geopfert. Weitere Millionen Hektar wurden bereits für zukünftig geplante Erweiterungen von Ölpalmplantagen gerodet und niedergebrannt. Die indonesische Regierung will bis 2025 die mit Ölpalmen bepflanzte Fläche um 20 Millionen Hektaren vergrössern. Das entspricht der Fläche von Grossbritannien, den Niederlanden und der Schweiz zusammen. Die treibende Kraft hinter dem zerstörerischen Vormarsch der Ölpalme ist der weltweite Boom der Agrotreibstoffe. Hält die derzeitige Entwicklung an, werden in den kommenden Jahren auch die verbliebenen Waldflächen zerstört werden.
 

Nachhaltiger Anbau wäre möglich

«Grundsätzlich ist ein nachhaltiger Anbau von Palmöl möglich – wenn dafür nicht noch mehr Wald zerstört wird», sagt Bustar Maitar von Greenpeace Indonesien. «Die Produktion muss sich auf bereits vorhandene Plantagen konzentrieren und dort ökologisch und sozial verträgliche Arbeitsbedingungen schaffen. Sobald dafür allerdings erneut Bäume gefällt werden, ist ein Zertifikat unglaubwürdig.» Ökologisch intelligente Intensivierung bestehender Plantagen also wäre nachhaltig. Die Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS finanzieren stattdessen eine Firma, die auf die massive Flächenexpansion setzt.
 

 


 

zu Guidos Reiseberichte

 Letzte Aktualisierung am  16.08.2017 16:30:30 

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