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Suedwest England 2017
Teil 3 Dartmoor

Guidos Reiseberichte
 

Cotswolds Devon Dartmoor ( Devon )
Cornwall Teil 1 Teil 2 Tintagle Exmoor

Unberührte Moor- und Heidelandschaften charakterisieren einen Grossteil des Dartmoors und verleihen den menschenleeren Weiten eine ganz eigentümliche Atmosphäre. Der Begriff „Moor“ bezeichnet in diesem Fall nicht die morastigen Feuchtgebiete, die in Mitteleuropa unter diesem Namen bekannt sind. Das Dartmoor ist vielmehr eines der weiten britischen Hochmoore, deren kahle Hügellandschaften dem Besucher das Gefühl vermitteln, in eine urzeitliche Umgebung versetzt worden zu sein. Wir übernachten 3 Nächte in Princetown.

Das Dartmoor ist bis heute nur sehr dünn besiedelt und lädt mit seinen sanften Hügellandschaften, kristallklaren Bächen und 740 km befestigten Wegen zu ausgedehnten Wanderungen ein. Der Nationalpark ist für Besucher frei zugänglich, und wer sich mit Karte und Kompass in der Einöde zurechtfindet, kann die Weiten des Moors auf tagelangen Streifzügen nach Lust und Laune durchqueren. Zugang zum Moor bieten die Ortschaften ebenso wie die Zugangspunkte des Nationalparks, die entlang der Hauptverkehrswege zumeist mit sanitären Einrichtungen, touristischen Informationen und einem Parkplatz ausgestattet sind.
Als die ersten Siedler in der Jungsteinzeit in die Gegend des heutigen Moorlandes kamen, gab es hier einen großen Wald. Die Siedler rodeten die Bäume und wurden sesshaft. Da der Boden jedoch für den Ackerbau kaum geeignet war, betrieben sie hier hauptsächlich Viehzucht. Ein plötzlicher Klimawandel führte dann dazu, dass die frühen Bauern das Dartmoor schon nach wenigen Jahrtausenden wieder verließen. Bis heute hat sich das Gesicht dieser Landschaft kaum mehr verändert, so dass es nicht einmal viel Phantasie braucht, um sich vorzustellen, wie das Land vor etwa 3.000 Jahren ausgesehen hat. Wer durch das Moorland wandert, kann auch noch überall die Zeugnisse der frühen Besiedlung des Dartmoors finden. Neben alten Wohnhäusern sind das auch Steinkreise und Steinreihen zu sehen.
Die wohl bekanntesten Bewohner des Dartmoors sind die Dartmoor-Ponys, die als älteste britische Ponyrasse und vom Aussterben bedrohte Art unter besonderem Schutz stehen. Die Dartmoor-Ponys wurden ursprünglich als Arbeits- und Lasttiere eingesetzt und leben bis heute halb wild. Beim Durchqueren des Dartmoors treffen Besucher mit etwas Glück auf das ein oder andere Exemplar dieser kleinwüchsigen Ponyrasse, die als charakteristische Bewohner des Dartmoors auch das Emblem des Nationalparks zieren.
Mit einer ganz anderen Attraktion kann Princetown im Zentrum des Nationalparks aufwarten: Hier wurde 1906 zu Zeiten der Napoleonischen Kriege ein Gefängnis errichtet, das lange Zeit für seinen harschen Umgang mit den Gefangenen berüchtigt war und heute unter anderem ein Gefängnismuseum beherbergt. Das HM Prison Dartmoor wird bis heute als Gefängnis genutzt und richtet alljährlich eine kuriose Veranstaltung aus, den Dartmoor Jailbreak, bei dem Teilnehmer in Sträflingskleidung aus dem Gefängnis „fliehen“ und versuchen, in vier Tagen möglichst weit zu entkommen.
Heute herrscht mieses Wetter im Dartmoor und so unternehmen wir einen Ausflug in die nahe Marktstadt Tavitstock. Von dort aus besuchen wir dann auch noch die beiden Küstenortschaften Looe und Polperro, die bereits in Cornwall liegen.
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 Letzte Aktualisierung am  08.12.2017 15:37:07 

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