G u i d o s   R e i s e b e r i c h t e

Bangladesch 2012
Reisebericht  der   Norden Teil 1

Guidos Reiseberichte
 

Einleitung/Videos

Land und Leute

Infos zur Reise

Reisebericht
Dhaka

Reisebericht
Sundarbans

Reisebericht
der Norden

zum Teil 2 der Norden

"Geschätzte 13'000 Tote und 400'00 Verletzte pro Jahr auf Bangladeschs Strassen." Nach dem es gestern laut Zeitung 12 Tote bei zwei Verkehrsunfällen in Dhaka gegeben hat, bei einen von beiden standen wir auch im Stau, bis ein Kranwagen einen Bus weg schleppte. Heute Morgen nun ist der Stadtteil Uttra von Unfällen betroffen, so dass der Verkehr teilweise zum erliegen kommt. So geht es mit einer Stunde Verspätung, auf einer sehr holperigen Nebenstrasse, Richtung Norden. Nach einer Stunde biegen wir in die Hauptstrasse ein und erkennen in kurzer Zeit warum es so viel Verkehrstote gibt und weshalb es in Dhaka so viele verkrüppelte   Menschen zu sehen gibt.   Rund 200 Kilometer von der Hauptstadt Dhaka entfernt befindet sich eine landschaftliches Highlight: Sylhet und das malerische „Surma Valley“.

.
 

Grosse historische Bedeutung hat ein Pilgerort für Muslime: der Schrein von „Hazrat Shah Jalal Saint“, den wir nach dem Mittagessen als erstes besuchen. Noch heute, mehr als 600 Jahre nach seinem Tod des muslimischen Heiligen „Hazrat Shah Jalal“, kommen Gläubige zum Gebet von weit her zu seinem Schrein nach Sylhet. Direkt neben dem Schrein kann man noch seine Schwerter und die heiligen Gewänder von „Hazrat Shah Jalal“ sehen. "Kommen Sie nach Bangladesch bevor die Touristen kommen", lautet ein Werbespruch.   Ein wahres Wort. Es gibt keine Touristen-Basars, keine Ansichtskarten, keine aufdringlichen Bettler, kein Nepp, statt dessen werden wir Ausländer mit Kamera neugierig angesehen und vielleicht schüchtern gefragt: Aus welchem Land kommst du?

.

Anschliessend besuchen wir einen Teegarten. In keiner anderen Region von Bangladesch kommen mehr Touristen als in die Traumlandschaften rund um Sylhet, das Herz des Teeanbaus von Bangladesch. Ein Besuch auf einer der Teeplantagen der Region Sylhet ist ein unvergessliches Erlebnis. Es sind die berühmten Terrassen des Teeanbaus, die üppigen grünen Tropenwälder und die exotische Flora und Fauna, die den Besucher begeistern und zu vielen Fotos verleitet. Es ist das Gebiet zwischen den Hügeln „Khasia“ und „Jaintia“ im Norden und den Tripura-Hügeln im Süden.

.

Die einmalige Freundlichkeit und Herzlichkeit der Einwohner alleine ist eine Reise nach Sylhet wert. Es sind aber auch die vielen kleinen Dörfer mit ausgesprochen freundlichen, herzlichen und charmanten Bewohnern. Wir besuchen noch eine Mainpuri Siedlung am Stadtrand. Ein Bangladescher der in London lebt, führt uns durch die Siedlung. So erfahren, dass sehr viele Menschen aus Sylhet nach London ausgewandert sind. Wir beobachten unter anderem, ein Gruppe älterer Menschen die ganz verbissen mit einem Spiel beschäftigt sind und uns kaum war nehmen. Später zeigt uns eine Mainpuri Frau ihr Geschicklichkeit, bei traditionelles Handwerksarbeiten. Anschliessend unternehme ich noch ein Spaziergang durch Sylhet. Für mich ist Sylhet eine der schönsten und aufregendsten asiatische Kleinstädte die wir bis jetzt besucht haben. Sie besitzt eine ganz besondere Ausstrahlung. Exotisch, übersichtlich, lebendig, unverfälscht, bunt, liebenswert sind nur einige der Attribute die für diese Stadt und ihre Menschen zutreffen.

.

Am Morgen früh fahren wir los Richtung Jaflong an der indischen Grenze. Schon bald entdeckt Nannu diese Schlammfischer. Hier an diesem ausgetrocknetem Fluss, retten sich die Fische in den feuchten Schlamm, wo sie vielleicht bis zum nächsten Monsun überleben könnten, wären da nicht die schlauen Bewohner, die sich diesen Umstand zu Nutzen machen, und auf relativ einfache Art und Weise zu grossen Mengen Fisch kommen. Immer wieder gibt es irgendwo etwas völlig neues zu entdecken, da macht das Reisen hier in Bangladesch so spannend.

.

Schon bald erreichen wir den indischen Grenzposten in Tamabil. Diese Kinder hier befinden sich in Indien, während wir uns auf der anderen Seite noch auf bengalischem Boden befinden. Im Hintergrund lächelt uns der indische Grenzwächter freundlich zu. Der Grenzverkehr läuft hier überraschend unbürokratisch ab. Vor allem indische Lastwagen mit riesigen Felsbrocken überqueren hier die Grenze. Da Bangladesh fast ausschliesslich Flach ist, gibt es hier auch kaum Felsen.

.

Die Eltern rackern im Steinbruch für 40 Taka am Tag, das sind umgerechnet etwa 37 Cent. Ein arbeitsfreies Wochenende oder Ferientage kennen sie nicht. Die Arbeit in Steinbrüchen ist extrem hart: Männer, Frauen und sogar Kinder arbeiten unter der heißen Sonne in staubiger Umgebung mit Meißeln und Hämmern oft zwölf Stunden am Tag. Und das ein Leben lang, meist um Schulden abzuarbeiten. Diese Kinder sind wie überall auch sehr interessiert an uns, doch die ausgelassene Fröhlichkeit scheint hier zu fehlen. Auf jeden Fall habe ich noch nie so viele Kinder ohne ein Lächeln gesehen.

.

Der Fluss Mari wird vom Himalaya Gebierge gespeist und bringt Millionen von Kubik Sand und Gestein mit sich. Wir können das geschehen von einem Boot aus beobachten. An der Grenze zu Indien steigen wir aus und treffen auf viele Einheimische Touristen, die mit Bussen einen Ausflug in diese Gegend machen. Der indische Grenzwächter  verteidigt seine unsichtbare Grenze mit einer Trillerpfeife.   

.
Good by Sylhet

weiter zu Norden Teil 2 nach Srimangal

Reiseführer Nannu

https://www.facebook.com/tiger.rafiq

Einleitung/Videos

Land und Leute

Infos zur Reise

Reisebericht
Dhaka

Reisebericht
Sundarbans

Reisebericht
der Norden

Guidos Reiseberichte

 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 15:46:45

Webmaster Guido Moscatelli - Wetzikon Schweiz - gmzhch@gmail.com