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Indonesien
 von Jakarta nach Bali im Juli 2010

T e i l   1
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B a l i  2 0 0 8

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Indonesien ist eine Welt der Gegensätze und Vielfalt.
Wir machten zauberhafte Begegnungen mit den gastfreundlichen Menschen sowie der exotisch und einmaligen Landschaft mit den rauchenden Vulkankegeln. Auf Java zeugen prachtvolle Tempel von ehemals mächtigen Dynastien. Java weist eine Breite von bis zu 200 km und eine Länge von 1000 km auf und ist die bedeutendste der mehr als 17'500 Inseln Indonesiens. Die Region ist eine der geologisch aktivsten Regionen der Erde. In der Vergangenheit und Gegenwart war die Vulkanlandschaft wiederholt Schauplatz schwerer Katastrophen. Auch in Indonesien wir der Graben der oberen Zehntausend und der einfachen Leuten immer tiefer. Zwar ist der unter der Armutsgrenze lebende Bevölkerungsteil auf 20 % gesunken, aber es leben immer noch über 40 Mil. Indonesier von weniger als einem Euro pro Tag. Die ungerechte Verteilung von Grund und Boden ist die Hauptursache für die Landflucht in die aus allen Nähten platzenden Metropolen.

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Unsere Anreise erfolgte mit der von Zürich via Dubai nach Jakarta ( Gabelflug von Singapur zurück ) für einen Preis von sFr. 1'429.-- Flug Bali Singapur mit für sFr. 221.-- 
Unsere 8-tägige Privattour Javanische Wunderwelt inkl. Fahrer und Reiseleiter von Jakarta nach Bali haben wir bei gebucht zum Preis von sFr. 1'345.-- inkl. Hotels, Besichtigungen, Zug, Inlandflug Flug und Frühstück/Mittagessen.
 

Ankunft und Transfer in Jakarta
Angekommen in Jakarta sind wir um 23.00 Uhr. Zuerst hiess es das Einreisformular auszufüllen. Die 25 Dollar für das Visum musste dann am ersten Schalter bezahlt werden. Am Nächsten Schalter gab es dann das Visum. Bei den Einreiseschaltern hiess es dann ein 3. Mal kurz Anstehen. Alles verlief relativ kurz und schmerzlos. Unmittelbar nach der Einreiseschalter steht ein ATM Automat, bei dem bis zu 4 Mil. INR zu beziehen gibt. Ausserhalb nahmen wir uns ein Blue Bird Taxi, 1 Euro + Taximeter.

Trotz Verkehrsproblemen und Überbevölkerung ist die indonesische Metropole eine charmante Stadt, eine Mischung aus Harmonie und Chaos, Heiterkeit und Melancholie. Jakarta erscheint vornehm und verdreckt, schön und schäbig, Hochhäuser und Holzhütten, Pracht und Elend liegen auf Tuchfühlung nebeneinander. 1972 wurden den Becakfahrer die Benutzung der Hauptstraßen in Jakarta verboten. 16 Jahre später dann wurde dieses Fahrverbot für das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet. Die Rikschas stellten ein Verkehrshindernis dar und die Arbeit sei inhuman, argumentierten die Politiker. Die Fahrer, die zu den Ärmsten der Armen gehören, sollten zurück in ihre Dörfer gehen. Glodok ist das chinesische Handels- und Geschäftsviertel. Von dort sind es nur wenige hundert Meter nach Kota, wie Alt-Batavia nach wie vor genannt wird.

Ein Tag in Jakarta
Meine Frau Bernadette und ich unternahmen diese Reise zusammen mit Edna, unserer 21-jährigen Gehbehinderten Pflegetochter. Geboren wurde Edna in Angola, wo sie mit 2 Jahren an Polio erkrankte. Eine Afrikanerin, welche noch teilweise auf den Rollstuhl angewiesen ist, eine echte Sensation auf Java. Unterwegs in Jakarta wurde Edna von tausenden von Blicken begutachtet. Wir liessen uns von unserem Hotel Santika per Taxi zum Glodok, Chinatown, fahren. Noch heute bildet der Stadtteil das Handels- und Gewerbezentrum von Jakarta. der  Von dort aus liefen wir zum Taman Fatahillah, dem Rathausplatz in Kota, dem alten Stadtteil von Jakarta. Dort treffen sich sich Sonntags Jung und Alt um sich  von Strassenkünstlern unterhalten zu lassen. Weiter ging es durch Batavia zum alten Segelhafen.                                                                                                                   

Start unsere 8-tägige Privattour Javanische Wunderwelt
inkl. Fahrer und Reiseleiter von Jakarta nach Bali
Wir verliessen die Indonesische Hauptstadt in Richtung Bogor. Dort besuchten wir den weltweit grössten Botonischen Garten mit über 10'000 Baumsorten und mehr als einer halben Million Pflanzenarten. Weiter ging es über den Puncak-Pass vorbei an Teeplantagen nach Bandung. Wir übernachteten im Grand Preanger Hotel.
Frühmorgens fuhren wir  zum Bahnhof wo der Zug um 07.00 Richtung Yogyakarta losfuhr. Ein tolle 7-stündige Bahnfahrt nach Kutoarjo stand uns bevor. Von Kutoarjo ging es anschliessend per Auto rauf nach Wonosobo. Die Bahnfahrt war sehr abwechslungsreich. Vorbei ging es an abwechslungsreichen Landschaften mit vielen ursprünglichen Dörfern. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit stieg ich aus oder machte aus dem fahrenden Zug bei geöffneten Tür Fotos oder genoss die Landschaft und beobachte die Menschen in den Dörfern oder auf den Feldern bei ihrer Arbeit. Java liegt bei etwa 6° Süd/105° Ost bis ca. 9° Süd/115° Ost südlich von Kalimantan beziehungsweise dem Süden von Borneo und östlich von Sumatra im Indischen Ozean. Die Insel hat eine Fläche von 126.650 Quadratkilometer. Java hat etwa 130 Millionen Einwohner, mehr als jede andere Insel der Erde. Mit über 1.000 Einwohnern je Quadratkilometer ist die Bevölkerungsdichte eine der höchsten der Welt.

Von Kutoarjo ging es mit dem Auto weiter hinauf nach Wonosobo, vorbei an zahlreichen Pinienwäldern. Unterwegs besuchten wir noch einen kleinen lokalen Markt, wo sich sonst kaum jemals Touristen verirren. Weisse Touristen sorgen an solchen Orten für Aufsehen, doch eine Black Beauty im Rollstuhl brachte die Leute in grosse Aufregung, so dass diese Begegnung noch wohl lange für Gesprächsstoff sorgte.

Der sympathische Marktflecken Wonosobo, den die beiden Vulkanriesen Gunung Sumbing ( 3371 m ) und Gunung Sundoro ( 3136 m ) überragen, liegt kühle 900 m hoch. Wir haben noch etwas Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel. Unser Hotel war das Kresna Gallery.

   

Von Wonosobo aus windet sich eine 30 km lange, recht abenteuerliche Serpentinenstrasse durch eine grandiose Kulturlandschaft nach Desa Dieng. Früh aufzustehen lohnte sich hier ganz bestimmt den das sanfte Morgenlicht verwandelte diese Landschaft in einen Garten Eden.

Schon in frühen Zeiten galt das Dieng Plateau als heiliger Sitz der Götter. Der Hauptkomplex der schlichten Arjuna Tempel liegt nur wenige hundert Meter vom Desa Dieng entfernt auf sumpfigen Untergrund umgeben von einer zauberhaften Landschaft.

2 km westlich brodeln die Schwefelquellen von Kawah Sikidang. Aus Rissen in der Erdkruste schiesst heisser Dampf senkrecht in die Höhe. Beissende Schwefelgase und kochender Schlamm blubbern aus den Vulkanischen Urgewalten. Edna überrascht uns mit ihrem Willen und ihrer Ausdauer uns so schafft auch sie den Aufstieg über den glasigen Untergrund hinauf zum Kraterrand.

Die beiden malerisch gelegnen und von terrassierten Berghängen umrahmten Zwillingsseen Telaga Warna
( vielfarbiger See ) und Telaga Pengilon ( Spiegelsee ) werden von einem Fusspfad umrundet. Eine Sinfonie in grün bietet uns der Telaga Warna.

Ein weiterer Höhepunkt des heutigen Tages war der Besuch des Borobudur Tempels, der im 8. Jahrhundert erstellt wurde. Diese Tempelanlage gilt als künstlerische Glanzleistung und hat er hat eine mystische Ausstrahlung. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Tempel neu entdeckt und erforscht. Drei starke Männer tragen Edna zusammen mit ihrem Rollstuhl zum Eingang des Tempel hinauf und wieder später hinunter.

Am Abend besuchten wir in Yogyakarta eine Aufführung des Ramayana-Epos
Inhalt: In dem Dichter Valkimi zugeschriebenen Werk, der die bis dato nur mündlich überlieferten Veden zum ersten Mal schriftlich in Versform festhielt, werden Leben und Schicksal des vorbildhaften Prinzen Rama, einer Inkarnation Vishnus, erzählt, der auf die Welt kommt, um diese von dem bösen Dämonen Ravana zu befreien. Die Liebe zu Sita, seiner schönen und edlen Gattin, die ihm in die Verbannung, in die ihn sein Vater schickt, in den Wald folgt, nimmt einen zentralen Raum ein. Sie verbringen eine glückliche Zeit im Einklang mit der Natur und den Tieren des Waldes.
Da gelingt es Ravana mit einer List in diesen unberührten Kreis einzubrechen, er entführt Sita in einem “Wagen der Lüfte, der der Sonne glich” auf eine ferne Insel, nach Sri Lanka. Bei dem Versuch der Rückgewinnung Sitas trifft Rama auf ein Wesen, dessen grenzenlose Loyalität sich als sehr wertvoll im Kampf gegen die Dämonen erweisen sollte: dieses Geschöpf war der Affenmensch Hanuman, Sohn des Windgottes, unübertroffen an Sanftmut, Klugheit und Kraft. Nur Hanuman war in der Lage, sich zu einer solchen Größe aufzublasen, dass er das Meer mit einem Schritt überschreiten konnte. So findet er Sita, darauf eilt Rama zur Insel, das Heer Hanumans baut ihm eine Brücke aus ihren Leibern, damit er das Meer überqueren kann. Mit Hilfe einer riesigen Anzahl von Affenmenschen und des unfehlbar treffenden Pfeils von Brahma gelingt es Rama, den mächtigen Ravana zu bezwingen und Sita zurückzuerobern. Zurück in Ayodhya besteigt Rama nach einer grossen Siegesfeier den Thron.
Hotel Melia Purosani

Heute besuchen wir das grösste hinduistische Heiligtum des Landes, den Prambanan Tempel. Dieser Tempel wurde von den Medan - Königen als glanzvolles Gegenstück zum Borobudur zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert errichte. Die Anlage umfasst 190 verschiedene Gebäude. Das Zentralheiligtum ist 47 m  hoch und ist Shiva, dem Zerstörer gewidmet. Die Anlage wurde 1549 durch ein heftiges Erdbeben zerstört. 1918 begannen die Rekonstruktionsarbeiten. Durch ein starkes Erdbeben am 27. Mai 2006 wurde die Tempelanlage des Prambanan erneut schwer beschädigt. Seit Juli 2006 laufen die Renovierungsarbeiten. Seit August 2006 ist Prambanan wieder für Besucher geöffnet, allerdings dürfen die Schreine nicht betreten werden, da noch immer Einsturz- und Steinschlaggefahr bestehen

Da der Vogelmarkt pasar burung ngasem im April 2010 umgezogen ist ( ca. 1 km ) besuchten wir den kleinen lokalen Markt gleich neben an.

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 Letzte Aktualisierung am  01.06.2017 15:43:13 

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